Band 
Fünfter Jahrgang, 1748.
Entstehung
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Charlatanerien und Scartequen bespottet,der legt dadurch zugleichZeugniß derHochachtung für die andern und für ihre vor.mssiche Wissenschaft ab. Es beuchte mir,es wäre am hellen Mittage ein Licht aufder Gasse tragen , wann ich sagte : DesHippocratisSchriften gehören unter dieHuten ! Weiß nicht ein icder Knabe , daßHippocrates zu seiner Zeit in der HeilungS.Wissenschaft eben das gewesen , was Aristo-teles , Descartes und Leibnitz in der Welt-weißheit waren. Gehören nicht seine Schrif-ten unter dir medicimsche» labros 8^mbo-iico5, Glaubens - Bekanntntssen , kormulabLonsenssts, MeciuIIs§ ? Ferne sey es also,daß ich dieses grossen Manns neu-aufgelegteOpuscula apliorissiaa 8ec. der Welt anprei-sen solle. Ich will vielmehr etwas wenigesvon der Beschaffenheit und dem Innhaltdieser neuen Austage melden. Dem Werkegehet vorher eine sehr wohlgeschrieben« Dedi-kation des Herrn Dr. Zwingers an seine Zu,Hörer, an die /^lumno; lacr» arlis ^scle-pi'aäeL , darin» er erstlich <le auöioriracellippsc^sriz in foro mech'co handelt , ,undsolche mit den Zeugnissen Galeni , Celst, Ci-ccronis, Senecä rc. der Athenienser, Latei-ner , Deutschen , Spanier, Engelländer,Gallier , und anderer Nationen, vornehm-lich abcr der neuern berühmtesten Arzney-gelehrten , eines van der Linden, Heumii,Svdenhams, Baglivi, Hofmanui, vonSwieten, ja selbst des grossen Boerhavens.,im!) anderer, so wohl auf seine sämtlichenWerte, als auch insonderheit auf die Opu-scula Lpkorissics, erweiset, da er aber vonder abergläubischen Verehrung der Unfebl.harten des Hippocrates, die vernünftige Hoch-achtung desselben sorgfältig unterscheidet.Hernach setzt der Hr. Zwinger Semeioloßi»,8c Hwrapire llippocraricX äi^nirscem 8cpkTlianriam in ihr Licht, und weiß solcheparres so gründlich als ausführlich dar-zuthun. Der dritte Punct dieser Zuschriftbetriff die Beschaffenheit und Einrichtungdieses Werks, und desselben unstreitige Nutz-barkeit. Was in der Vorrede, rarionem

inssicuri betreffend, versprochen wird , wirdim Werke treulich geleistet. Zuerst erscheintdes Hipvocrakis lusjui-Lnäum, hernach seine^pborixmi. L) ^rsrnocionez.cliciorum bibri I. II. Loacre krscno-cioner. v.) ve ttumoribur. 7.) Ve su-äicarionibuz. 7 ) ve ckiebu; juclicacoriir.Den /Vphorftmjs sind aus der Edition vornAlmeloveen die Senrenrio: celst beygefügt»Alles, Griechisch und Latein, neben einan»ber , ex Incerprerscione koestj und anderer,wovon der Hr. Zwinger an behörigen Or-ten Rechenschaft giebet. Eben derselbe hatin gleich nützlichen Absichten herausgegebenund dem Werke angehängt: 8peculum ttix-pocracicumr noW 8e prTss^ia morbc»rum,necnon varis meclensti^lsecepc», ex IVlagni ttip-pocrakis Loi monumenri 5 , ^rsesiercim apkorl-liicis, orciine alpliLberies, Lmulgus Zcl ?rs-«in comrnosto, äi^essa ob oculo; s>one»5, inusum läcrze gemi; asclepisc>cse concinnacum.Diesen! ist ein nützliches Register beygefügt.Gewiß wer nach den Grundsätzen dieser er,zehlten Schriften in der Heilkunst verfahrt,gehört nicht unter diejenige» DoctoreS, wel,che um gutes Geld dem Patienten vor sei»ncm Lager äs5 paribole; daher plaudern,und mit einem lateinischen Amtsgesichte et-wan einem ehrlichen HandwerkSmann derkrank lieget , mit dem identischen, aus denLiessen der Antologie entlehnten Satze trö»Arn , und versichern, daß wann einmal dieOolorer ceßieren, die Schmerzen gewißlichaufhören werden:c. Nein, wer die Hip»pocrates, die boerbsvioz, die 2vvinAeroz 8cc.in die kraxin übersetzt, der gehört zu derkleinen Herde, welche der Trost der lebenS-begierigen Menschen, und der Schrecken allerprivilegierten Mörder ist ! Zu einem solchenkan man sagen:

Bald eilst du, wo die Parce droht,

Und scheinest in der nahen Noth,

Wie in dem Sturm Helenens Bruder ;

Dein Anblick hebt die Schwachen auf,

Ihr Blut besänftigt seinen Lauf ;

Mit dir komt auch die Hoffnung wieder»