Band 
Fünfter Jahrgang, 1748.
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Indessen ist auch das Aeusserliche diesesWerks, oder sein Cörper, Papier, Druckund Format, ansehnlich und prächtig. Istin groß 8vo und um - fl. zu haben.

Folgendes ist also eingesandt worden. '

Franckfurt am Mayn Sinceriwahr-mund Bewciß, daß man die unver-nünftige Lehrsätze der heidnischen Re-ligion nicht zum Nachtheil der Christ-lichen und ihrer Geheimnisse gebrau-chen könne.

tz. i. Wir haben neulich dem Collin ein-gestanden , daß bey den alten Heyden dieMeynung in dem Schwang gegangen, alsob sich die Götter bey den Opfer-Mählerneinsänden , und mit ihnen esseten: Wir ha-ben gegen Yen Herrn Bentley ihm diesenSatz mit neuen Gründen vertheidigen helf-fen. Ader hal baun dieser Frey - Geist da-durch etwas gegen unsire Religion gewonen?Wir wollen es gleich sehen. Wo ich michnicht irre , so soll der hierunter versteckteBeweist dahin gehen: Ihr Christen verwerf-fet das Heydenthum deßwegen, weilen esungereimte und der Vernunft widersprechen-de Lehren in sich fasset, und bemühet euchzu beweisen, daß die hevdnische Religioneine Erfindung ihrer Pfaffen und Götzen-diener seye, welche selbige nach ihrem Eigen-nutz eingerichtet. Wie? Wenn man nun inder Christlichen Religion eben solche unge-reimte Satze ausweisen könnte? z. E- daßder heilige Januarius zu Neapvlis Blutschwitzet , daß nach einiger Meynungder Leib und das Blut Christi unter demBrod und Wein verborgen seye, oder zumBrod und Wein hinzu gethan werden (*):Kan man denn nicht mit gleichem Rechtden Schluß daraus machen , daß ihre vor-gegebene offenbahrte Religion eitel Betrüge-rey seye, welche, aus unlauter» Absichten,einen sehnenden Glauben aufrichtet, der demVermögen des Sehens widerspricht?

(*) Diese Erempel werden von dem Collin

§. 2 . Dieser Schluß ist vor einen Natu-ralisten , der seine Gemüths-Ruhe in derVertilgung der Religion suchet, wohl aus.gesonnen. Mam wird ihn aber bey reiflicherPrüffung ganz falsch und »»gegründet fin-den. Denn erstlich verflösset sich Collin da-rinnen, daß er die Geheimnisse unserer Re-ligion denen widersprechenden Lehren derHeyden an die Seite setzet , da wir dochsechsten lehren, daß ein Geheimniß zwarüber die Vernunft seye, nicht aber derfelbi.gen widersprechen dörfe (*). Es hat auchnoch kein Deiste mit dem Beweiß, daß dieGeheimnisse unserer Bekänntniß wider dieersten Grund - Sätze der gesunden Vernunftstreiten, auftoinmm können. Es hat viel-mehr nicht an solchen Männern geseyler, diedie Zweiffel , welche von den Rcligions,Feinden gemacht worden , auf das gründ-lichste aufgelöset, und ihre Möglichkeit gezei-gt! haben (**)»

(*) Was dießfalls zwischen dem Herrn Cantz-lar Pfaff und Herrn Turretin für Strei-tigkeiten fürgefallen, davon kan man Hrn.O. walchen Religtons-Streitigkeitenausser der Rirche u. Hl. S- ry;. u. f.nachlesen.

(**) Es haben sich insonderheit zwey für-trefliche Männer unserer Zeiten durch ihreArbeit einen unsterblichen Namen gemacht.Wir mcy'ien des Hvchwürdigen Herrn 8e-mori5 zu Hamburg, Fieder. Wagnersallgem. Betr. über die geossenbahrteGeheimnisse. Sodann des Herrn Bult-stetto vernünftige Gedanken über dieGeheimnisse. Und damit das Kleeblattvon seltener Gelehrsamkeit voll werde: sofüge man noch hinzu des unvergleichlichenHerrn Abt Moßhetms Heilige Reden.

II. p. ns- u. f. wo sich eine Prediatvon der guten Sache der Geheimnissedes Glaubens findet.

vor andern urqrret, s. Bentley in den An-merkungen über das Buch: Freyheitzu denken, x. 6-. sey.

s. Will drittens bloß deßwegendie Geheim, sse für falsch und als Betrüge-rcyen ansehe» , weilen man weser durch dieSinnen , nor.) ourrv »«e Vernunft die Artund Weift ihm Möglichkeit degreiffen kan,