SS ):( Kk
Ausgabe hat vor der Dänischen den Vor-zug , daß sie mit verschiedenen ganz neuenZusätzen und Verbesserungen bereichert wor-den , welche der Herr von Holberg dem Ue-bersetzer mitgetheilet hat. Die zwey Theileder Jüdischen Historie sind in Bücher ab-gesondert , wovon im ersten siben vorkom-me» , deren ein jedes wiederum aus verschie-denen Capiteln bestehet. Im andern Theilbefinden sich die 8 letzten Bücher. So schöndas holbergische Werk auch ist; so könnenwir doch nicht läugne», daß manches einebessere Ausführung verdienet hätte. Wirwoüen nur an das Capitel von der Krieges-Wissenschafc und dem Militair-Staac derJsraeltten gedenken. Herr von Holberg sagtzwar, daß die Jsraeliten zahlreiche Kriegs-Heere gehabt , z. E. Iosaphats Armee war4.0O00O Mann stark. Es wird aber nichtdie geringste Ursache angegeben, wie es mög.lich gewesen, daß ein so mittelmäßiges Landso viel Volk liefern können. Hiedey würdenCaimcts biblische Umersuchungs- Schriftengute Dienste geleistet , oder wenigstens zureifern Gedastken Gelegenheit gegeben haben;denn Caimet selbst siehet die Sache auch nichtvon der rechten Serie an , und wird vomHrn. Cantzler Moßheim in den Anmerkun-gen zurechte gewiesen. Vornehmlich aberhätte bey dieser Abhandlung des Herrn Ja-cob! Betrachtung von der Viclweiberey imAlk. Test. können zu Rathe gezogen werden,die sich iin zweyten Theil seiner Betrachtun-gen über die weisen Absichten GOttes befin-det , und in dieser Materie die vortresiichsteunter allen Schriften ist, die jemahls darü-ber aus Licht getreuen. Herr Jacobi tragtuns zugleich von den Armeen der Alten rechtreife Gedanken vor. Inzwischen wirb dasHolbergische Werk dennoch seinen Vorzugvor andern behaupten. Ist vor ? st. zu haben.
IVitlenbevA. IiilrllochecL 2»IusciL ve-cücacicuiom ipl^clie ^UAusto in iäki? lacracelobianäarn 8a>-marir , gun par est, ani-mi ciilcu Titulatur
1747. ; Bogen »n groß Quart.
5Z
Der Glückwunsch des Herrn Dvctor Cbla-deniuS ist im schönsten Latein abgefasset.Wer den Zustand der Polnischen Gelehrsam-keit kennet, wird nicht sagen , er habe dasLob der beyden Herren von Zalusky zu hochgetrieben. Denn diese sind es jetzt fast allem,die ihre Landsleule zu den Wissenschaftenanspornen. Aus den angeführten Anmer-kungen sehen wir, daß Herr ClsiaDenius inder Polnischen Litteratur nicht unerfahren ist.Die wenigsten Deutschen haben dieses Feldbctretten. In der Abhandlung selbst wirddie Zaluskische Bibliothek mit der Biblio-thek des Auglisrinus verglichen , doch mitdem Unterschiede, daß der Gebrauch der er-ster« allgemeiner, und noch bey Lebzeitender beyden grossen Gelehrten angelegt ist.Augustinus wiedmete die seinige erst dem öf-fentlichen Gebrauch , da er sterben svlte.Ucderhaupt findet man in dieser Schrift auchmanches von den Bibliotheken der Römer,»nd von dem Ruhm , den fich die Stifterderselben erworben. Hieher gehöret auchnoch eine andere Schrift des Herrn D. Chla-denius, die auch in diesem Jahre unter fol-gender Aufschrift abgedruckt ist:
6enc>5 Tsluscise o^acula, rei ürcerariLaulpicrriillma recerssuir, Le vrarinnem Var-fi-viL in ceetamine liccerario reciracam in-keruic Lrnestus Ktarrinu! LlsssäeninL, D.jur. lleuel. krof. I?uk>I. 8e psculc. suriä.^älostor. VirenbesAL 1747- 7 Bogen ingroß Quart. Es ist längstens bekannt, daßdie lateinische Rede des Herrn D> Clllade-nius den Preiß der Beredsamkeit davon ge-tragen , als die Gelehrten öffentlich eingela-den wurden , Reden und Gedichte auf dieZaluskische Bibliothek einzusenden. DieseRede nun hat der Herr Doctor zum Ver-gnügen der Kenner eines schönen lareinischenStils avdrvckeu lassen. Erhabene Ge an-ten , treffiche Einfälle, die Zierde der römi-schen Spräche, das Unvermuthele , kurz,alles, was zu einer vollkommen-n Rede er-fordert wird , findec man hier beysammen.Der Schluß der Rede kan uns allein davonüberführen. Oumsucem, sagt der Redner,
in