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, etwas auftrugen könne, welches»auch nur rm geringsten zu rhrem Scha-lten und Nachtheil sollte gereichen , sder„zum letzten Endzweck hätte, der Crea-„tur wehe zu thun, und in dem daraus„entstehenden Mißvergnügen derselbe» sei-„ne eigene Vergnügung zu suchen, u.,ss. w.
§. 6. Wenn GOtt bey denen Strafennur die Verbesserung der vernünftigen Crea«kur suchet, und man die Straf-Gerechtig-keit GOttes läugnek; so kan man sich auchden dem Natur-Gesetze GOtt nicht als einenRichter oder Gesetzgeber, noch auch eine ver.geltende Gerechtigkeit vorstellen, sondern eserscheinet in diesem Fall GOll nur als einliebreicher Vater, der i» den sogenanntenNatur - Gesetzen nur wohlgemeynke Rath-schläge gebe, unbdie Strafen als unangeneh-me Mittel gebrauche, wodurch er via Voll.kommenheit der Creator zu befördern su-che (*): es ist die Uedertretung des Gesetzeskeme eigentliche Sünde und Beleidigung t ergöttlichen Maicstat, mich«« ist es nicht noth-wendig , daß der Gerechtigkeit GOtlcs durch-ie Strafe Genugthuung geleistet werde ,Siclwemger, daß Christus selbige an unserStatt habe leisten müssen : denn cetssmce 6-nc cellac esssciu; - wenn durch die StrafeNichts mehr an der Crcatur zu bessern ist ,ft> fällt sie alsobald weg, weile» GOtt sonstweiter keinen Zweck dabey hat. Daß dieseSätze der Schwärmerey des Dippels soähnlich seyen , als ein Ey dem andern, wirdniemand in Abrede stellen , wer sich nur einwenig mit seinen Schriften bekannt gemachthals**).
(*) Es ist bekannt, Vag Thomaffus in denObservac. ttalens. 1. s. Obsserv. r?. undanderswo die Natur-Gesetze vor wohlmei-nende Rathschläge halte, worinnen ihmviele gefolget sind. Es haben aber Herr L>-Walch im Philosoph. Mexico» s. 4 . Ge-setz und Gesetz ver Natur. Fxchr m§VlIoA. Oonlrovers. p. ;§ 4 . Albert zumFelde in bolic- 8-wr. x. i;s. u. f. gar
recht angemerket, daß durch solche Mey-nimg der innerliche Endzweck der Stra-fen, um nemlich der göttlichen Majestätfür die Beleidigung genug zu thun, unddie Nothwendigkeit solcher Genugthuungaufgehoben werde, wie uns denn in denneuern Zeiten das Erempe! Vvoeis sol-che Erinnerung genugsam bestätiget.
(**) Denn dieser Irrgeist halt die Natur-Gesetze uur vor LonliliL rneäics, s. die
Nemonssrar. evonZelioZm-s) s;. und Lon-
61. mcä. p. s. n. ;. Die Straft ftvewnur widrige Medicamenten,wodurch GOttals ihr liebreicher Artzt ihr Bestes suche, f.vemonstrsc. Lvsn»elic. p. rro. und svN-sten. Dahero er dann mit der Lllraf-Ge-rechtigkeildie Nothwendigkeit- der Genug-thuung durch Strafen schlechterdings ver-wirft, wie davon unsthlrgs Stellen ausder gedachten vemcmlftLr. LvanALÜe»könnten angeführet werden.
S. 7 ° Die Quelle aller dieser gefährlichenSchlüsse ist diese , daß man behauptet , derEndzweck der freyen Handlungen sey die Os-fenbahrung der Ehre GOttes' durch Boll-kommenmachung der Creawr, oder, welchesgleich viel, durch seine Güte. Denn derZweck der Schöpfung ist die Offenbahrrmgder Herrlichkeit GOttes, welche den ganzenBezirck seiner Vollkommenheiten zusammenfasset. Da nun GOtt nach seine; Heilig-keit das Gute unendlich liebet, und das Böseunversöhnlich hasset; so muß er daS Bösebloß um sein selbst, und um dieser Voll-kommenheit willen nothwendig strafen, wennauch gleich die Vollkommenheit der Creaturnicht dadurch zu erreichen stünde. Dennsonsten würden die Menschen den Schlußmachen < GOtt seye gegen das Gute und Bö-st gleichgültig gefirmet, welches aber seinerWeißheit zuwider wäre, nach welcher alle be-sondere Adstchten ein Mittel werben, feineHauvt-Absicht zu erreichen (*)» Die Ge-nugthuung ist die Wiederherstellung dessen,was durch die Beleidigung war geraubetWorden» Da nun durch die Strafe der
Sän-