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Weinberge anlegen solle ; im 2.) die Art,wie solche erhalten; und z.) wie sie gebrauchtwerden müssen; in denen letztern zwey Ca-piteln aber handelt er von der Art undWeise, wie mau bey dem Weinmachen »er,fahren solle, und wie man solchen verkauf-en möge.
Franckfurt am May».
Dieses ist also eingesandt:
8. 7. Hochzuehrende Herren!
Ich will sie hierdurch ergebenst ersuchthaben , gegenwärtige Gedanken zu meinernöthigen Verantwortung bey der nächstenGelegenheit dero öffentlichen Blättern gütigstzu inseriren. Es ist bekannt, daß ich einennützlichen Auszug aus den vierzig Octav-Bänden der unschuldigen Nachrichten rc. mitvielen nöthigen und verschiedenen wichtigenunter dem Text gesetzten Anmerkungen edt-ret, wovon zwey Theile bereits heransge.kommen, noch zwey aber nebst gehörigenSupplementen, g. G folgen sollen. VieleGelehrte haben, insonderheit die Arbeit desandern Theils , sehr wohl aufgenommen,auch in ihren an mich abgelassenen Briefenbekannt, daß sie aus den beygefügten Notenviel Vergnügen und Nutzen geschöpft hätten-Ein und anderer aber hat mir über zweyAnmerkungen des andern Theils , paZ. 727-7;r. und 6;;-6z8. fein Bedenken geschicktund sich ausgcbetten, daß ich mich deutli-cher erklären möchte. Vielleicht sind nochmehrere, welche das Buch gelesen haben,eben diefts Sinnes. Dahero ich , um nichtin den Verdacht irriger Lehren bey einigenzu verfallen, solches hiermit öffentlich zu thun/vor rathsam erachte. Was die erste Anmer-kung von dem ewigen Sohn GOttes betrift,so behaupte ick keineswegs mit v. Peterftn,daß derselbe einen menschlichen Leib vomHimmel herab gebracht und behalten. Mei,ne Gedanke» gehen vielmehr nur dahin, daß,so oft Christus im A. T. denen Altväternund Propheten sichtbarlich erschienen, er alle-mal auf eine kurze Zeit einen wahren mentzh-
lichen Leib angenommen, solchen aber, firbald er seine sichtbare Gegenwart den Leu-ten entzogen, jederzeit bey seinem Auffahrengen Himmel, als ein Sorpur paralialicum,wieder abgelegt. Und da viele ohne Grundauf eine irrige und der Ehre JEfu sehr nach-theilige Weift vorgeben , der Leib , in wel-chem Christus erschienen sey, wäre ein 6Iau-coma, ein Schatten , ein Bild ohne Wesengewesen, daraus aber nothwendig folgenwürde, daß solchergestalt alles auf einenblossen Betrug der Sinnen herausgelauffen,nur ein Blendwerk gewesen , u. s. w.; sowird eben dieser höchstgefahrliche Irrthumdurch meine Anmerkung weiter umgestoßen,und dagegen von mir behauptet, daß derallemal auf eine kurze Zeit angenommeneLeio Christi im A. T- ein wahrer mensch»sicher Leib , oder ein aus einer Materie zu»lammen gesetztes Wesen gewesen sey , weicherin allen Stücken nrcht nur eine denen Men»scheu ähnliche Gestalt gehabt, sondern auchwie ein wahrhaftes Fletsch nut Händen sichfühlen und betasten lassen , 6enes. xxxll.24. 25. eine Fußivaschuug angenommen, ge-gessen , getrunken, rc. 6enef. xnx. ;.8.
Wenn ich in der bemeldten Anmerkungferner behauptet, daß der ewige Sohn GOt-tes sich auch schon im Alken Testament tieferniedriget; so habe ich zum Beweiß dessenden notablen Kampf angeführet, welchen ermit Jacob gehalten. Drey Einwürffe könn-ten vermuthlich wider diesen Satz gemache!werben. Man möchte nemlich sagen, es seynur ex mera Lenevolenris geschehen , daßsich Christus habe überwinden lassen, manschlösse ferner 3 parriculari aä universale»welches hier nickt angehe, und die Retens»Art, Christus habe im A. T. sich ermdrtget,stehe nicht daselbst , und könnte mit keinembiblischen viöio erwiesen werden. Was denersten Einwurf betrift , so giebt ohnehin je-dermann zu, daß der ewige Sohn GOtteSnach ftmer Allmacht gar leicht den Jacob"habe überwinden können. Da er aber dasnicht gethan, so ist offenbar, daß er sichfteywtüig ftiner Mmacht eine Zeitlang be-geben,