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x>3§ -ssr-srs. anbelangt , so bekenne ichhiermit öffentlich , nach meinem Gewissen,-aß ich es mit dem Anonyme , der es an.dern zur Auflösung vorgelegt, nicht im ge-ringsten halte, sondern dagegen auf das al-kergewiffeste überzeugt bin , daß nicht mehr,als nur eine einzige Person, in dem GOlt-Menschen, Christo, sey. Weil aber doch-erstlbe seine Sache sehr plausibel vorgetra-gen, und in den Gedanken steht , es würdeandern entweder schwer oder fast unmöglichfallen , ihn zu widerlegen , von mir auchLas letzte durchaus nicht haben wollte, son-dern mich inständigst gebeten , seine Aufga-be allen Gelehrten öffentlich zur Beantwor-tung vorzulegen; so habe ich um vieler Ur-sachen willen kein Bedenken getragen , sol-ches zu thun, damit ihm und vielleicht nochinehrern der wichtige theologische Scrupelvöllig benommen werden mögte. Ich lebeauch der ungezweifclte» Hofnung, daß ihmentweder in den nützlichen so genanntenHeßischen Hebopfern, oder in der bißherbeliebte» Hamburgischen vermischten Bi-bliothek , wie er ausdrücklich verlangt hat,ein gelehrter Mann ganz gewiß eine gründ-liche Auflösung und Widerlegung, zu seinerund anderer Ueberzeugung, vor Augen legenwird. Ich bin übrigens mir aller Hochach-tung ' Dero
Enheim, den r». Merzen,
1748. ergebener Diener
Ioh. Chriiboph Ammon,Pastor zu Enheim in Francken.
Naumburg.
Fortsetzung der Beschreibung von denen-^<35 ächolasticis des Herrn öl.
Biedermanns.
Das dritte Stück des siebenden Bandesder Lckolatt, enthält: I.) Otto Eber-hard Olse, Coorect. der Schule zu Corbus,Programms von der VerherrlichungGOttes durch milde Stiftungen anSchulen. Il>) öl. Wolfg Ludwig Gräfen-hahn, Pros. des Gymnasii zu Bayreuth,
Programms : Ob man die Beredsamkeitmehr in der Mutter-Sprache , oder ineiner andern treiben solle? 1744. DieSprache ist gleichsam das Kleid, worinnendie Rednerische Gedanken erscheinen ; dochkan solche vieles, eben wie die Kleider , rü-der Zierde oder Vorstellung der innerlichenSchönheit beytragen. Wenn man in einerfremden Sprache redet, so muß maa dieselbeöfters mit vieler Mühe in das Gedächtnißbringen. Dann niemand wirb eine andereSpräche so vollkommen verstehen , als seineMutter-Sprache. Die meisten Reden wer»den auch vor Zuhörer abgelegt, die ihrerMutter-Sprache mehr gewohnt sind, als ei,ner ander» ; daher Demosthenes, Gorgias,Aeschines, LystaS, rc. es in der Beredsam-keit so weit gebracht, weil sie in ihrer Lan-des-Spräche redeten. IN.) Ioh ChristophHaymsch , Rector der Schule zu Echlaitz,vom Nutzen, den ein Staat vom Got-tesdienst hat, 17,7. Obgleich der Haupt-Zweck der Religion ist , die Menschen zurewigen Glücksligkeit der Seelen, nach die-sem Leben zu führen; so ist doch auch der-selben Absicht, zuvor die Menschen mit al-lerley Tugenden, welche im geselligen bür-gerlichen Leben überaus dienlich sind aus-zurüsten. Seidige sind insonderheit Ein-tracht , Gerechtigkeit, Mäßigkeit, Leutselig-keit . Geduld, Keuschheit, Freygebigkeit,Bescheidenheit, Wahrhaftigkeit, und andereanständige Eigenschaften mehr, welche dasBand der Gestllschaft zubereiten und erhal-ten. l-rullamius cie ira Oei.c ir. urtheiletdervwegen ganz recht : Daß Religionund Gottesfurcht die menschliche Ge-sellschaft bewahren ; und daß ohne ihrLand lauter Thorheit und Boßheit ineiner Stadt seyn würde. Die Reli»gion ist der stärkste Antrieb, nach den natür-lichen und bürgerlichen Gesetzen zu wandeln.Die Religion kreidet auch zu einem recht-mäßigen Gebrauch der Güter des Leibes, derSeelen ur^d des Glückes an. Sie verbindetdie Bürger zur Liebe und Gegen-Hülffe un-ter einander. So lange die heydmschen
Römer