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Römer noch eine Religion hatten - waren sieein im Aeusseclichcn ziemlich beglücktes Volk;als sie aber endlich gar keinen GOlk mehrglaubten, und einige schändliche Kayser ausSchmeichelet) für Götter hielten; gieng ihreHerrschaft zu Grunde. Wenn nun dieß voneiner falschen Religion , die doch keine Reli-gion ist, kan gesagt werden; wie vielmehrwird die wahre Religion ausserdem, daßsie ewiges Heyl verschaffet, auch die besteStütze und «säuft der Glückseligkeit in einemirrdischen Staat fegn. Dann wann einStaat GOtt dienet, so segnet derselbe alleKin Fürnehmen , und schaffet, daß er Nah-rung , Ruhe, Friede, Wachsthum und al-les die Fülle habe. IV.) Johann Masse,Rector der Schule zu Anciam, von derRussen vatron, dem Heil. Nicolaus.Gleichwie die Rußische Kirche mit der Rö-misch-Papistischen sehr viele abergläubischeGebräuche gemein hat: also auch die Anbe-tung der Heiligen. Unter solchen nun stehetNicolaus obenan. Dieser Nicolaus, des-sen Gedächtniß auf den 6. Dec. einfällt, istctwan im Jahr,4;. nach Christi Geburtberühmt geworden. Sein Geburls-Orl warPatara in Lycien. Die ersten Jahre seinerJugend zeugeten schon von einer besondernFrömmigkeit, er gieng fleißig zur Kirchen, undhörte die Predigt aufmerksam an. Als derBischof zu Mlra in Lycien gestorben war,verglichen sich die Geistlichen unter einander,denjenigen zum Bischof zu erwählen, wel-cher des folgenden Tages am ersten in derKirchen seyn würde. Als nun Nicolaus,der hiervon nichts wußte, Betens halber sehrfrühe in den Tempel gekommen war, wurdeer von der gesammten Clerisey mit allge-meinem Beyfall zum Bischof erwählet undeingeweihet. Er verwaltete sein Amt redlich,und war sehr freygebig gegen die Dürftigenund Armen. Es soll zu seinen Zeiten einreicher Mann, der aber in grosse Armuthgerathen, so daß er willens gewesen wäre,feine drey Mannbare Töchter Gewinns hal.der in das gemeine unzüchtige Hauß zu ge-ben , gewesen seyn ; da nun solches der heil.
Nicolaus vernommen , hat er ihm bey derNacht durch ein Fenster eine Tasche vollGold heimlich in stine Kammer gelegt; dar»von habe jener hernach seine Töchter ernäh-ret und bey Ehren erhalten.. Diese Geschichtemache, daß man auf den Nicolai AbendVenen Kindern mit einigen hingelegten Ga-ben eine Freude mache, und sie zur Gottes,furcht ermähne. Ferner sagt man, daß ereinsmals aus Lycien in Egypten geschisset, dasey dann ein gewaltiger «stürm auf dem Meerentstanden z darauf habe dieser Nicolaus sichzum Gebet gewendet, und das Ungewittevdadurch gestillet, so daß das Schiff mit allen,die darauf waren, erhalten blieb. Daherdie Schiflcute und Seefahrende ihn vor ih-ren Patron halten und verehren; ja auch inden meisten Stäten an der Ost - See findetman sehr viele Haupt-Kirchen, die dem heil.Nicolaus gcwiedmet. Zu der Zeit Diocle-tiam ist er in eine harte Gefängniß ge«worffen, aber von Constantino M. wiederdavon befreyet worden. Nach dem Niceni-schen Concllio, dabey er auch gewesen, ist ergar friedlich gestorben und zu Mira begra-ben worden, v.) I- H Ackers, kurzeNachricht von wolfgango Ratichio.Er hat diese seine kurze Nachricht aus demvrvArammsre sunebri, welches der alteTbeologus zu Erfurth, v. Meyfarth , ge-macht , genommen, indem Ratichius m Cr-furth verstorben. Es ist aber eine sehr kurzeund unvollkommene Nachricht, daher erselbst wünschet, baß durch Diese sehr beliebtgewordene eZäia Sckolastica alle Gelehrte auf-gefordert würden', Hände anzulegen undfleißig zu forschen, ob nicht etwas von demRacichw zu finden sey ? Es ist aber schonAnno 17z; in dem Lrfnräig lireiara conci-nuaca, oder Fortsetzung des gelehrtenErfurths , so der berühmte Philosoph undHistericus, Herr bt- Just Christovb Motsch-mann, mit grossem Ruhm verfertiget, undzwar in der ersten Fortsetzung 8s«ft. r. n. z.p. m. 67. seg-z. eine recht umständliche undaus glaubwürdigen Documenten hergenom-mene Nachricht von diesem Ratichio zu lesen.
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