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machen sollen. Wessen Her; von diesen «ros-sen Wahrheiten eingenommen ist , der magwohl mit Freude und Entjückung das Be-kanntmß thu» :
Ich sehe, daß kein Mensch, ei« TOtt den Scep-ter führet;
Und daß GOtt als ei» GOtt, nicht als einMensch regieret.
Brokes.
Soll nicht ein edles Herz auch um deßwilleneine brennende Begierde nach der Ewigkeitfühlen, weil sie uns das Dunkle in der gött-liche» Vorsehung helle macht , und uns indieses Aüerheiligste blicken läßt!
Nun folget das Capitel von der Schöp.fung -es Menschen. Der Mensch ist aucheine Gattung von den Geschöpfen, die un.ter der Vorsehung des unermeßlichen GOt-tes stehen. Daher ist er von GOtt abhän-gend , und gegen GOtt verbunden. Allesin der Religigion kömmt auf dieses an.Nachdem nun die allgemeine Wahrheiten undWerke GOtteü, so in der Religion zu betrach-ten vorkommen, behandelt worden , so mußnun gezciget werden , worinn insbesondre dieWerke GOttes in Ansehung des Menschenbestehen, und was er demselben für Wohl.thaten beweise ? Der erste Theil dieses Capi-tels lehret also , woher uns die Schöpfungdes Menschen bekannt sey , wie fte uns er.zehlt werde, welches ihre Absicht sey ? Wiesich GOtt zu derselben gleichsam zubereitet?Und woher so wohl der Leib als die Seeleihren Ursprung habe? Der zweyte Theilbandelt von den Haupt-Eigenschaften desmenschlichen Leibes, nemlich von den The«,len desselben, die zur Nahrung, zur Bewe-gung , zur Empfindlichkeit, zur Rede, undzur äufferljchen Gestalt desselben nöthig sind.Der dritte Theil bemerkt den Unterscheid desmenschlichen Leibs und der Thiere. Dervierte erklärt, was die Seele des Mensche»sey. Der fünfte handelt von ihren Eigen«schaften, von dem Verstände, der Vernunft,dem Wille, der Freyheit, und den Mettenoder Passionen. Der sechste Theil bchan.kelt du wichtige Materie Von der Unsterb-
kichkeit der Seele, der einzigen Hoffnung derChristen l Diese Unsterblichkeit wird auüdem Wesen der Seele, aus dem Endzweckwarum sie geschaffen, aus der göttlichenGüte und Gerechtigkeit, aus dem -Zeugnißdes Gewissens, aus dem natürlichen Triebenach der Unsterblichkeit, aus der allgemeinenUebereinstimmung der Völker, aus der Für«tressichkeit der Menschen vor andern <Ie«schöpfen, aus der Verknüpfung dieser Wahr-heit mit allen andern Religions-Wahrheiten,aus dem Mangel scheinbarer Gründe fürdas Gegentheil, un- endlich aus den viel-fältigen Zeugnissen der Ossenbahrung, gründ,sich erwiesen; nemlich so, daß die einten die-ser Argumenten ihre Gewißheit, die andernaber bloß ihre Wahrscheinlichkeit And Glaub,Würdigkeit darthun.
Bißdahm handelte der Hr. Verfasser nurvon den durch die Schöpfung dem Menschenmitgetheilten Eigenschaften überhaupt; Nunist es au dem , daß er von der Schöpfungdes Menschen beyderley Geschlechts rede,deren Ursache angezeiget, und die Geschichtederselben aus der Heil. Schrift angeführtwird. Hierauf bestimmt er den wahrenBegriff von der Ehe, deren erster Endzweckdie Erzeugung und Auferzichung der Kinderseyn soll Hernach wird von dem Ehcver«löbniß, der Einsegnung, denVerwandschafts-Stuffen, und der Ehescheidung das nöthigeangebracht. O wie hat auch in Ansehungder Stiftung des Ehebandes der gütigeSchöpfer so weislich das Wohl der Men-schen besorget; welches in diesen Umständenniemal ausbleiben wird, wann man nichtdie unselige Kunst besitzet, den möglicher«Genuß aller dieser Vortheile zu vereiteln lWie nachdrücklich ist selbst die Schrift inErhebung der ehelichen Liebe! Wie reizendschreibt hierüber der philosophische König instinen Sentenzen ! Wie lebhaft mahlet erein Weib
° - das unter allen Wesen
Zu unserm Eigenthum sich selbst hat auserlesen
In dessen treuer Gchoos das Herz entlade,: ruht,
Und auch das innerste der Sargen von sich thut;
Z - Die