Band 
Fünfter Jahrgang, 1748.
Entstehung
Seite
228
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SL

Rechnung giebt. Er stellet sich oft zum Trostin poetischen Enzückungen die Geister seinergeschätzten Dichter vor. Tancoc äs I'sLnrä'un nuage.

Bald seh ich ,'tnes zarten WeisenAnacreontis Sucht gen Schatten,

Viel glänzender als schöne Tage,

Aus einer blauen Wolke nahen»

Der Nestor vom verliebten UfferDer Patriarch der Liebe selbst.

Gerührt durch seinen süssen ScherzFolgt seinen Tönen der Horatz,

Horatz, ein Freund des wahren Witzes,Der Dichter ohne eckles SchmeichelnUnd weise ohne Wortspiel war.

Im Krcyß um die beliebten SchattenGekrönt mit dauerhaften RosenVereinen ihre zarten StimmenDie ungeschminkte Oezkouliere;,tDkspelle, sbaulieu, Pavillon»

Und stherzen alle mit Vernunft.

Seine Muse redet er so an in einem Ge-dichte, wo er die Lust der Dichter mit denGefahren und Nachtheilen ihrer Beschäfti-gung erwleget. VolaZs biuse aimable cn-Llianrereffo.

Du leichte Muse, derer holder ZauberMich irrend stäts in soffen Träumen führt ;Und meine Jugend wechstlsmejß mit Eckcl,Mit Lust mit Blüht und Dornen überstreut.O wenn du heut der weichen sanften MuseSo süsse Wrllnst noch verläugnen kanst.Komm; höre hier die Stimm der ernstenWeißheit;

Sie ruffet mir»von dem Geräusch des Fein-des,

Von dem Gerücht des tollen Pöbels weg.Mehr Proben erlaubet mir der Raum diesesWochenblattes nicht. Der Brief an den ?.LouAsam leftiice, an seine eigene Schwester,die Uebcrsetziingen aus Virgils Eklogen findin dem gleichen Geschmack, mit einer Phil»,sophischen Nochläßiakeik und fiiessendem Ver-trag geschrieben. Der zweyte Band enthältEduard ein Traurspiel, und Sidnei ein Lust-spiel äu genre larmeftam , beyde find Über-

haupt voll Empfindung und schöner Verse.Der Cbaracter des Sidneis ist traurig , be-wegend und einnehmend , vumonr sein Be-dienter erwecket einen lächerlichen Gegensatz;man kau diesen aus den vier letzten Versenkennen lernen:

dle scavoiz-jc pss Kien gu'on en revien-äroir lä?

Lnnui, bsinc äs soi, cbansonx que rour

cela;

Malere rour Ic jaigon äs la Philosophie,

blalgrs cou5 ls; cksArinx, ma soi» viveIn Vie,

Der biecbanc ist ein ganz neues Lustspielum die Neubegierde der Leser zu erwecken,wird es genug seyn zu wissen , daß es mitBeyfall aufgenommen, eit./ wiederholteVorstellung ausgehalten hat, auf eben derBühne, da der bewunderte Voltaire neulichbeschämt worden. Ist für r fl. zu hahen.

Halle. Bey Johann Instinus Gebauernist zu finden : Johann Samuel Larln.medictnische und moralische Einleitungin die Natur-Ordnung, in Exempelnaus einigen allgemeinen und besondernIkerspi-e clsttibus belehret, wie die äus-sere Handreichung in und mit der in-nern eingeschaffenen Medicin einfliessenmüsse, in einigen Sammlungen medt-cinischer Bedenken, in gvo. i Alph.; Bo-gen. In Hoffnung, der Titel werde denLesern schon zu erkennen geben , was vorschöne Sachen, und was vor deutliche Ab-handlungen fie in dem Buche selbst zu suchenhaben , wollen wir uns mtt Ertheilung einergenauen Nachricht von d-m Innhatte dieses.Buches nicht aufhalten. Es bestehet ausdrey Sammlungen , von welchen die erstevier Abhandlungen enthält: von der Neäi-cina comulraro'ia ; von den Prästrvations-Medicinen ; vom hohen Alter zur medicini-schen Betrachtung ; und von Entscheidungund Auswehlung der SchwindsuchtS-Cmen.Hierzu kommen noch iDefiäerata zum dlolo-comio ?>caäemico , und eine Abhandlungvon der Seuche des Horn-Viehes, als zwey

Zuga-