Band 
Fünfter Jahrgang, 1748.
Entstehung
Seite
234
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selben Eigenlasten , und Vollkommenheitder Wörter, wo zugleich von Erlangung derFertigkeit, Aufmerksamkeit und dem Ueber-denken gehandelt wird. Der andere Ab-schnitt begreift die Verbesserung der unterndenkenden Kräfte in sich. wohin Sinne, Ein-bilbungs-Kraft, Gedächtniß, und die Kraftzu dichten , in besondern Capiteln gezehletwerden. Im dritten Abschnitte lehret derHerr Magister seinen Lesern die Verbesserungdes Verstandes, wohin die Scharf,mnigkeit,der Witz, u. s. w- gerechnet werden. VonUrtheilen handelt der vierte Abschnitt; derfünfte von Verbesserung der Vernunft , sowohl durch mittelbare Folgen, als durchordentliche Schlüsse. Im 6len Abschnittewerden endlich die bisher besonders vorgerra.genen Kräfte zusammen genommen, die sichdabey ereignenden Fehler untersucht, die Lehr»art vorgetragen , und von Dewcistn gehan-delt. Der andere Haupttheil dieser Schriftzeiget in unterschiedenen Capiteln , - wie ,nandie Zeichen anderer verstehen lernen , beur-theilen, und dadurch Vollkommenheit erlan-gen müsse. Der letzte Theil giebt Anleitungzum Vortrage, zur Wiederlegung der Irr-thümer , und zur Vertheidigung der Wahr-heit, als wodurch die erkennende Kraft an,drrercr vollkommen gemacht wird. Der vondem Hrn. Verfasser in gegenwärtiger Arbeit:angewandte Fleiß ist allerdings zu loben,dabey aber auch zu wünschen, daß er sich ei-ner bessern Ordnung und Deutlichkeit- desVertrages , als welche man von einer Logikhauptsächlich zu fordern pfleget , befleißigethaben möchte.

Bey Langenbeim ist gedruckt: Oissercacivepiüolarix, gua vscicimum ^cläz-e 9.exssvnir > 1 . duciovicUL Ku.clnr 6 u 5 . in

4to. 1 und ein halben Bogen. Diese kleineSchrift, welche bey einer besondern Gele-genheit zum Vorschein gekommen , beleuch-tet die Worte Iesaja, so den Auslegern vie-lerley Schwierigkeiten verursachet haben.Der Herr Versassr führet erstlich die Mey-nungen anderer Gelehrten darüber an , underörtert die Schwierigkeiten, so sich bey den-

selben finden. Hernach suchet er aus demeigentlichen Verstände der Worte , und ausdem Zusammenhange und Erfüllung dieserWeissagung, darzuthun, daß der Verstanddavon da hinaus komme: GOtt habe zu demGrabe des verstorbenen Heylandes die Gott-losen , das ist, die Römische Soldaten-Wache , mit gutem Vorbedacht hinstellen,aber bey seinem Tode den Reichen , nehm-lich den Joseph von Arimathw , seyn lassen.Wir sehen hieraus, wie weit die Gedanke«des Herrn Verfassers von andern unterschie-de» sind. Zuletzt werben einige Einwürffe,die man dagegen machen könnte, beantwor-tet. Die Abhandlung verdienet der wichti-gen Schriftliche wegen allerdings in Betrach-tung gezogen zu werden.

Rom. Nikolaus und Marcns Pagliarimhaben gedruckt: Venersbilis vin, Holepküdlsri»^shomalii, 8. K. L. Laräms!», Ope--ra omnia. §> 188 - dlociä. recenluir , nv-rir^ue auxi'c,.chncomnx krLncilcu! Verroll,Llericux IteZuIarix. Zwey Theile in 4to.Ob schon die meisten in diesen beyden Bän-den enthaltenen Schriften ehemals besondersherausgekommen; so hak doch diese neueSammlung vor den vorigen Ausgaben sehrgrosse Vorzüge. Man hatte die Besorgungdavon-dem berühmten P. Joseph Bianchini,Presbyter des vrami-ii zu Rom, aufgetra-gen; weil aber derselbe durch andere gelehrteBeschäftigung daran gehindert worden , sö -hnt sich der P. Vezzvsi dieser Arbeit unterzo-gen , und die Liturgien, und andere von demCardinal Thomasio mit treflichen Anmerkun.gen erläuterte Stücke, von neuem durchge-sehen , und durch Vorbericdte und Noten >noch deutlicher zu machen gesucht. Ich er-sten Bande findet man Nachrichten von demLeben des Verfassers-, welche aus andererWerken gesammlet, und ins künftige zu ei.ner förmlichen Lebens-Beschreibung Anlaßgeben können ; hernach die Capitel aus demersten und andern Buch Mosis , den Büchernder Könige, u. s. f. wie man solche vor mehrals tooo Jahren dem Volke in der abend-

ländi-