kändifchen Kirche vorgelesen. Als ein Anhangsind die in dem Morbachischen Manuscriptebefindlichen Evangelien diesem Bande beyge-füget worden. In dem andern stehet dasPsatterbuch nach der alten Römischen undFrmicktschen Ausgabe, welches zu andererZeit unter dem Namen Josephi Cari vondem Cardinal Tbomasio herausgegeben , jetzo-ober mit dessen bißher ungedrmklen Anmer-kungen versehen worden. Das , was Hol-strnius und Ludewig Ferrandus zu derselben-Erläuterung beygetragen , hat man hier eben-falls wiederholet , und ausser den Lobgefän-gen , ein Orarionale hinzugethan. Die übri-gen Theile sollen ehestens unter die Pressegegeben werden , damit man sich einen voll-ständigen Begriff von der alten Liturgie, wiesolche in der abendländischen Kirche gebräuch-lich gewesen, machen könne.
padua. Unter dem angenommenenNahmen kiranopliili hat ein unbekannterOrdcnsmann drucken lassen: UrokLbilismu;mernoclo maikemacica äsMoniirscus. in 8vo.
Seiten. Es stehet zwar auf dem Titeldieses Buchs: Lion, eS ist aber gewiß, daßall hier bey dem Buchhändler Conzatti alleEremplare zu haben sind. Der Verfassersagt, daß ihn sonderlich zwey Ursachen ver-anlaßt härten, eine Materie, davon schonso viele geschrieben , von neuem zu untersu-chen. Erstlich , um denen, welche die Leh-re von der Wahrscheinlichkeit angegriffen,und sie völlig zermchtet zu haben glauben,wo möglich, das Maul zu stopfen ; her-nach aber, um gewisse moralische Wahrhei-ten , über welche man ganz unterschiedeneUrtheile fället, in mehrere Gewißheit zu se-Len. Er hat sich dabey der mathematischenLehrart bedienet, und aus den Beschreibun-gen und Grundsätzen die besondern Beweiseund Erläuterungen gezogen. Die ganzeSchrift bestehet aus drey Theile». In demersten wird durch vernünftige Gründe , imandern durch das Zeugniß berühmter Schrift-steller , und im dritten durch Bestreitung der.gegenseitigen Gründe, dargethan, daß man
s Atz _—_2ss
die Wahrscheinlichkeit in schwellen und un-gewissen Dingen gelten lassen tonne. Tho-mas von Aquino, Bonaventura, Scvtus,und Albertus Maqnuö , sind indessen dieje-nigen, deren Stellen am häuffigsten hier an.gezogen werden.
Gotha. Christian Mevius hat verlegt:v. Johann Storchens, 2; Uel^i, Oom.Lal. o-es. Hochfücstl. Sachs. Gothaischen,wie auch Schwarzburg - RudelstadtischckRaths und Leib- Medici, Gothaischen Gar.nison - Stadt - und Land-Physici, lviembr,<loll ra. L. Unterricht vor Hebammen ,nach der neuesten ^ccoucber8 und selbst ei-gener Erfahrung cntworffen, mit vielen Ob-sservationibus erläutert , und durch nöthigeKupfer deutlich gemacht, welcher als dererste Theil zu einem bald folgenden Operacssuali prLÄico äs morbis mulierum be-trachtet werde» kan. Dem ein Gebet, Buchin Geburths-Fällen , und «in Unterricht vorWart-Weiber mit angefüget ist. in 8vo.! Alph. rr Bogen , nebst l Bogen Kupfer.Es bestehet dieser Unterricht, welchen derVerfasser auf hohen Befehl verfertiget zu her-ben vorgiebt, aus 45 Puncten. Ueber jedenderselben hat denn Herr Storch einen ziem-lich wcitläuftigen Commentarium ertheilet,wodurch die ganze Schrift ein ziemliches gröi-fer geworden , als wohl eine Schrift seynsolle, die man den einfältigen Hebammen indie Hände zu geben hat. Und in der Thatenthalten die Commenkarii dergleichen Sa-chen in sich, die den Hebammen zu wissennichts nütze, sondern wohl gar schädlich sind,indem sie ohnedem schon meistenrheilS allzuklug seyn wollen. Ja in beyden , so wohlden Puncten als den Commentariis , kom-men Sachen vor , "die der Verfasser gewißbey keinem vernünftigen Schriftsteller gefun-den hat, sondern bey den Hebammen, undauch wohl in dieser Kunst unerfahrnen Aerz.ten, hergebracht sind. Dergleichen sind der7le, der izte , der i6te, der iyte , derListe, rrste, 2zste, ferner der 2yste, nebstfolgenden , welche von Zwillingen handeln,G g» und