Band 
Fünfter Jahrgang, 1748.
Entstehung
Seite
247
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Deutsche Feder, die uns die Mehrten Werkeder Engelländer, Italianer und Franzosenin einem deutschen Kleide gelefert, hat sichwohl Hinterhalten können , durch häufige,meistentheils unnöthige und nichts zu bedeu-ten habende Anmerkungen , den Werth die-ser gelehrten Werke zu vermindern? Welchdeutscher Uebersetzer wird nicht um des ge-meinen Besten willen getrungen, seinen Ver.fasser, wo es ihn gut dünkt, der Unordnung,der Vergebung, unrichtiger Citationen, Ver-wechslung, rc. das und dieses anzuklagenund mit seinen Zusätzen zu verbessern, undrecht schulmeisterlich seinen vor sich haben,den Jungen, wie sein Hochmuth sich einbil-det , zu züchtigen. Der Uebersetzer der soanmuthigeu und gelehrten Werken RollinS,thut hin und wieder dieses , andere thun esauch , sehr wenige können sich enthalten.

Leicht solte ein der gelehrten GeschichteUnerfahrner überredet werben, Deutschlandsey die Mutter der in allen schönen Wissen-schaften gelehrtesten Männer, Ausländerseyen im geringsten mit ihnen nicht zu ver-gleichen. Allein kommen bann einem solchenTeutschen historische Werke zu Handen, hilfGott, wie bald und wir ein grosser Unter-ftheid zeigt sich zwischen den meisten dersel-ben und dieser Ausländer! Die wenigenDeutscher Bücher Uebersttzungen, denen En-gclland, Frankreich, diese wahreKenner undSchätzer der Gelehrsamkeit, diese Ehre an-thun kam, rechtfertigen mich auch zur Ge-nüge.

Paris. Auf Kosten der Gesellschaft istgedruckt worden : I-errre pkilosophi^ae parNr. cie V. svec ph-lieuis pieccr zalancer2e nvuveüez cie ckikerens -tureurs. in 8VV.r-5 Bogen. Es enthält diese Sammlungunterschiedene artige Stücke der vornehmstenFranzösischen Dichter, und anderer Schrift,steiler , die znm Theil schon aus wichtigernWerken berühmt sind. Das erste darunterist des Herrn von Voltaire philosophischerTrief von der Seele, worauf dessen Abschiedau die Frau Marcurise von Lhateltt, und

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ein Sinngedichte wider den Abt Terrassenfolget Die Rede , so der Herr von Ram-sav bey der Aufnahme einiger Frcvmän-rer gehalten und der gerochene Poet,ein Gedicht, lassen sich gleichfalls sehr wolsslesen. Des Herrn von Voltaire Brief anUranien , und die schöne Vertheidigung derReligion , so ein Ungenannter dagegen ge-macht , sind schon längstens bekannt gewesen.Unter den übrigen sind die FabelDie Kultemacht den Mönch nicht, ein Gedichte aufden Tod der berühmten Comödiantiu le(touvreur, das Lustspiel die Gräfin vonOlonne, und die Nadel-Spitze, eine Fabel,nebst dem Leichgedichte auf einen Prälaten,,der gerne geborgt, und nicht wieder gege-ben , ganz artig und sinnreich, aber auchschon grosse» Theils in andern dergleichenSammlungen gedruckt gewesen.

Guillan hat verlegt : Insticurionx kscvv-ronienenz, ou InkrocluÄion ä la Philoso-phie sie dtevvlon, psr Nr. LiAorZne, sie laNaison Le Lockere cie Lorbonne, profess-leur cie Philosophie en sslniverssce äe pari;,in groß 8vo. 1 Alpb. i q. Bogen, mit Kupfern^Dieses deutlich und schön geschriebene Werkeist in i? Capitel eingetheilet, deren Jnnhalbwir unsern Lesern anzeigen wolle» , damit siedie Ordnung, deren sich der Verfasser bedie-net , auf einen Blick übersehen und verstehenkönnen. Der Verfasser handelt anfangs vondem Widerstände, und erweißt, daß wirk.lich ein leerer Raum sey, hernach zeigt er dieGesetze der Attraction, so wohl der einfachenals der zusammengesetzten , und wormnensolche eigentlich bestehe. Im fünften Capitelkommt er auf die Bewegung in einem Enkelund in den Kegelschnitten, die er zugleichauö der Metaphysik erkläret. Die folgendenvier Capitel handeln von der Bewegung demvornehmsten Planeten, der Figur der Gestir-ne , und vornehmlich der Erbe, ingleichewvon der Bewegung des Mondes und der an-dern bacellirum, den/l>c<;umociii5, und derEciivtik. Ferner kommt er auf die Ebbe undFluth, die Gesetze der Attraction in kleinemZwilche,i-Räumen, und dieHaar-Röhrgen,

derem