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den bereits der seel. Neinbeck berühret hat,weitläustiger vorzutragen. Nunmehro wi.Verlegt derselbe einige Edeimännische Er-dichtungen , die den Esdra und die vor ihmvorhandene Bücher Moffs betreffen. Edel-mann will nicht zugeben, daß Abschriftenvom Gesetz des Moses vor der BabylonischenGefangenschaft vorhanden gewesen. Folg-lich haben die Juden auch keine in die Ge-fangenschaft mitnehmen können. Kurtz, essoll gar kein Gesetz Mojis in der Welt ge-wesen seyn, sondern Esdra soll es geschmie-det haben. In der Antwort auf diese Ein-wendung ist der Herr Senior sehr glücklich.Man kau nicht ohne Vergnügen lesen ,,waser von den Original-Exemplaren der Bücherdes Most vorgetragen hat, wovon wenig-stens 14. müssen gewesen seyn, die Mosestheils selbst geschrieben, theils revidirct undapvrobiret bat. Er beweiset vortreflich, daßunter den Juden eine grosse Menge von Co-peyen müsse gewesen seyn, wo nicht um desS>ttcn-und Ceremonial-doch um des Policey-Gesitzcü willen, nach welchem gerichtet wurde.Aus dieser Absicht neusten die Juden die Ab-schriften bewahren, wenn sie auch in die Ab-götterey fielen. Die Historie, daß Josiaü er-staunet sey , als man das Gesetz Buch wie-der gefunden, ist besonders schön erläutert.Es ist solches nemlich das Original-Exem-plar der Priester von der eigenen Hand Mo-ses gewesen. Edelmanns Vorgeben vom Jo-stas hat der Herr Senior offenbar zernichtet.Er beweiset, daß das Gesetz-Buch auch schonunter den vorigen Königen vorbanden gewe-sen, mit vielen deutlichen Schrift-Stellen,die Edelmann muß paßiren lassen , wenn erdie Bibel auch blos für gute alte Nacdrich.trn anstehet. Solchen hat ihm der HerrVerfMer manchen Fechter-Streich gewiesen,t. E. daß er sich ous Bücher berufet- worinnallerhand und oft thörichte Dinge zusammengestoppelt sind, und dennoch ist er nicht ein-mahl bey Anführung solches Zeuges ehrlich.Der Herr Senior beweiset ihm solches unterandern bey dem närrischen E> -fall von desTeufels Vaterland , welcher zu Neapolis sollzmur geworden seyn, ohrmachstt seine Eltern
unbekannt sind. Er giebt den Rath, mausolle sich nur die Mühe nehmen, und die vomEdelmann citirte Schriftsteller nachschlagen,so würde man ihn erst recht kennen lernen.Er citirt viele, und sonderlich die Kirchen»Väter. Er muß es nothwendig machen, wieviele eingebildete Gelehrten thun, welche alleOirara eines Buches in das ihrige hineintra-gen , wofern sie etwas, das zu ihrem Zweckdienet, darin« finden, wenn sie gleich diewenigsten Schriftsteller selbst gelesen Wo.hat Edelmann die Bücher doch immerinehr,die er anführet, da er unstet und flüchtig aufErden ist ? Im letzten Capitel rettet und be»weiset der Herr Senior die Wahrheit undGöttlichkeit des Haupt Spruchs des sterben»dkn Jacebs, und der Lehre vom Meßia, auchder Bücher Moses überhaupt. Hier führeter zuförderst einige Prophezeyhungen solcherMänner vom künftigen Meßias an, die kurtzvor und um Esdra Zeiten gelobet haben.Weil diese den Meßias als einen geistlichenKönig beschreiben; so wäre es dem Esdra japicht möglich gewesen , einen weltlichen Kö»nig den Juden zu verheissen, welches er dochnach Edelmanns Borwurf soll gethan haben.Die vorbcrührten Männer sind Daniel, Hag-gai und Zacharias. Eben so verhält es sichmit dem Malachjas. Der Herr Senior thutaus allen Umständen unwidersprechlich dar-daß Daniel und Nehemias die Bücher desMoses in der Gefangenschaft, und die Judennach der Gefangenschaft lange vorEsdräAn,kuuft zu Jerusalem gehabt. Folglich ist über.Haupt das Alterthum der Gesetze des Mostund auch des vom Herrn Senior erwähltenHaupt.Spruchs gerettet. Er räumet allebesorgliche Einwürfe glücklich aus dem We-ge, und nachdem er den Edelmann genug-sam zurecht gewiesen , giebt er ihm den Rath,den dieser Spötter dem Herrn Baron vonWolf gegeben hat. Ohne. Schmeicheleykönnen wir sagen, daß niemand diese Ma-terie so gründlich abgehandelt, als derHerr Senior, und wo Edelmann noch ge-sunde Begriffe hat, wird er solches auchsagen. Ist zuhaben für ;4 kr.
Turin.