Band 
Fünfter Jahrgang, 1748.
Entstehung
Seite
389
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Z89

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Turin. In der Königlichen Druckeswird verkauft: I.S 8ra,i2 äel nnavo lelis-mcnto, con slcuni I),evi risicifioni moralieci offervsrioni istaricke, aä uft> stell' uo-mo erittiano, in 4to, Z74. Seiten. Daunter allen Geschichten keine wichtiger undnützlicher, als die von dem Heylande und fei-nen Aposteln ist; so hat der Verfasser diesesBuchs allerdings bey seinen Landesleuken Lobverdient, da er ihnen diese zierliche Ueberse-tzung, nebst den beygefügten Anmerckungcngeliefert hat. Diefe letzter» sind theils vorgelehrte, theils vor »«erfahrne und gemeineLeute geschrieben. Von der erstern Art sindzum Erempcl diejenigen, worinnen unterjochtwird, ob l.irli 3 kwco 5 so viel als ein Fußbo,den von Mosaischer Arbeit sey, ob Proftly-lus einen Auswärtigen bedeute, ob kroleu-clie ein Bet-Haus sey, ob btewera ein Maaß,worein ungefehr So Pfund Liqueurs gegan-gen , und ob es eben so viel, als Larus undLlä bey den Hebräern bedeute. Von derandern Art sind diejenigen Erklärungen, wor-innen gezeiget wird, was die Schau-Brodegewesen, und worinnen der Unterschied derJuden nnd Samarikaner bestehe. Nichtweniger redet der Verfasser weitläuftig vonden Sitten und Gebräuchen der Nazareer,warum sie sich des Weines enthalte», undihre Haare nimahls abgeschnitten hätten.Diejenigen, so Liebhaber von geistlichen undmystischen Betrachtungen sind, finden hierebenfalls Anlaß zu verschiedenen guten Ge-dancken, indem sonderlich dieParabeln,ft in dem neuen Testamente vorkommen, sorg-fältig erörtert, und allerhand schöne Lebens-Regeln daraus gezogen worden. Eine kurtzeVorrede giebt so wohl von der guten Absichtdes Verfassers, als dem rechten Gebraucheftiner Arbeit Nachricht.

Franckfurt und Leipzig. Unter Benen-nung dieser Oerter ist gedruckt: Die Ueber-einstimmung der Natur und Gnade, sowohl überhaupt, als auch insbesonde-re , in allen zum Rache GOttes von un-serer Geeligkeit erforderllchm Lehren

des Christenthums gründlich erwiesendurch M Andreas Webern. 1748.- Al-phabet r- Bogen in Oetav. Der Herr Ver-fasser hat bisher» das Glück gehabt, den Le»fern mit seinen Schriften vollkommen zu ge-fallen- Nur der Herr Rath Iusti in siinen-Ursachen des Verfalls der Religion setzetau desselben Beweiß, »daß ein Gotlesv r-»läugner bey ftiner Gottesverläugnung den-»noch verbunden sey, gottesfürchttg zu leben,"etwas aus, und giebt ihm Gelegenheit, sich,in der Vorrede gegen ihn hinlänglich zu ver-theidigen Das gegenwärtige Merck desHerrn Webers ist eine Frucht vieljährigerBemühungen Seine Leser müssen die ge-lehrten Kinder-Jahre schon zurückgeleget ha-ben. Die Ausführung hat zwey Theile er-fordert , deren der erste die Uebereinstimmung,der Natur und Gnade überhaupt, der ande-re insbesondere anzeigen soll. In dem erstenTheil giebet der Herr Verfasser allgemeineBegriffe und Sätze, und bahnet sich den Weg.zum sägenden Theil. Er ist also gleichsamdie Metaphysick desselben. Der Herr Ma-gister überleget darinn insonderheit dreyHaupt-Begriffe, welche drey Capitel zuwe-ge gebracht, eines von der Natur, eines vonder Gnade, und eines von beyder Ueberein-stimmung. Im Capitel von der Natur lästftt sich der Herr Magister angelegen seyn,aus, dem vestgefttzten allgemeinen Begriff,daß die Natur eines Dinges die Kraft des-selben sey, alle besondere Begriffe herzulei-ten, und emige Sätze zu bevestigen, die ihm-im folgenden Dienste gethan. Wer eine:ziemliche Anzahl Wort-Erklärungen desWorts Natur lesen will, wir hier mehr fin-den » als er vermuthet, und dazu noch dieUrheber derselben. Im zweyten Capitel ge-het unser Schriftsteller fast eben so ;n Wer.cke. Aus dem allgemeinen Begriff der Gna-de, nach welchem sie die unverdiente Lrebeeines Obern gegen die Niedrigen ist, leiteter besondere Begriffe her. Er bar darauszeigen können, wie durch den allgemeinenBegriff nach der besondern Beschaffenheit desGegenstandes derGnade auch die besvndereBe-Crc r Waffen-