Band 
Fünfter Jahrgang, 1748.
Entstehung
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das aus schneewciffen Gliedern kömmt,wiederlösche. Man solle dem Alterthum zu Ebren,wenn je dergleichen aus demselben übrig ge-blieben sind, solche kindische und frostige Spie-le läppischer Köpfe unterdrücken. Es wirdniemand gescheuter den Verlust bedauren,und den kleinen Poeten die jenen in Midasverwandt sind, warnen, einen scheinbarenVorwand des Alterthums, mit dem sie ihrestiebten Hirngebmlen beschützen möchten, ver,lieren. ?a§. 46. ist eine schöne Elegie voneinem Oheims über seinen frühzeitig gestorbe.ncn Neffen Kl. bucceju;. Er erzeblt wie ihmdieser, mitten in seinem Wehklagen, in ei-ner vergötterten Gestalt erschienen, und mitwas Worten er ihn getröstet. Er macht her-nach tröstende Betrachtungen über den herr-lichen Zustand, den er aus des Knaben Er«zehlung gelehrnt hat. Man urtheile von derSchönheit dieses Stückes aus diesen Stellen:

karcarum xurrig 61a Puren;

Verlarecgue novu; Vitara rota clnlor.<)uum Lucifer volucri rsjuciu; rrer Lguo.Vjcli ticierio racliantem luinine torinanaLlbere äelaci.

Veru; juvcni color 8e sonn; : ar ffalu; chsedssjor crar nora corzrori; etstAie.

- - Deliciös Horror perstiäerar artn;

Zpiratzar stiavi rinötu; ostore locus.

Der Zustand der Seligen nach dem heidni-schen System ist sehr lebhaft beschrieben. DerWunsch des Dichters an den Vergötterten hatetwas sehr natürliches und menschliches:

8eck guicumgue Veu;, gmicumhue voca-lrens lrero;:

8ir loror Le Marer sic puer incolumi;.

Dieses sind nun die Stücke alle, die uns Hr.Burman zum Muster seiner ^nrKoloMge, diewir von ihm zu erwarten haben, geben wol-len. Ich bekenne, daß mein Verlangen nachderselben grösser wäre , wenn ich nicht diesemMuster zufolge fürchte» könnte, es werde indieser Blumenlefe ein solcher Mischmasch auf.geschüttet , dabey man das feine Vergnügenvon wenigenBlumen angenehmen und sanften

Geruches mit dem Eckel von mehrern Krau-tern öden oder widrigen Geruches bezahlenmüsse. Es kau auch nicht änderst seyn, wennHr. B. nur auf die Menge siebet, und nichteine feine crirische Wahl in den Stuckenentweder selbst trift, oder einen freund, cmnasu; nnn rancum Arammacicus 8e iirennu?,fest Le cncicu; eck, dieses Amt verrichtenläßt. Ich muß aber meinem Versprechengemäß von seinem Vorhaben, davon wir einMuster gesehen, weitläussigcr reden. Er willdie barina LpiArammma, die schon Von l?i-rÜDo und 8cali^ero edirl worden , wiederherausgeben , mit vielen noch nie gesehenenvermehren, und alle in einer geschickten Ord-nung vorlegen : Vollst, 8almssst8criv Nil,diic. tteinüi Arbeiten über diese die Hr. B-besitzt, und alle kelllc. ssllen zur Verbesserungdes 'Textes vieles beytragen , Vsrianre;geben und gelehrte Anmerkungen mittheile».Es wächst aber ihm selber auch die Last dereignen Anmerkungen unter der Hand, wiees gehl, stark an, es lauffen ihm von freun-den immerzu Beyträge von alten Stuckenein ; insonderheit rühmt er die Bcsiiessenheildes Hrn. t^rof. ä'Orville zu Amsterdam,der erue- gute Anzahl Epigrammen aus einemalten Loäice von vvjon und aus der Königl.paruischm BibUvlheck noch mehrere Anmer-kungen von P. Pithäus zugeschickt hat.Doch bleibt es bey diesen allen »och nicht,der Herausgeber will die Sorgfalt , daß ergqr alle alten Aufschriften, wo sie immer hinund wieder zerstreut seyen, in seine Blumen-lrse sammle: Er will sie aus dem Lruier«,keinelio, p.abrecro, und wo er immer sin-bet, ausschreiben ; da dieses, wie leicht zuerachten, Mühe und Zeit kostet, so hat unsHr. B- nicht wollen warten lasten, biß ein-mal die grosse dicke /tmbolooje an den Tagkommen kam, sondern hat uns gegegenwär-tige» kleinen Ausschuß zum Master gegeben.Was seine Anmerkungen bemft, so zeugensie von der grossen Beiesenhcit und gramma-tisch-cririschen Erfahrenheit ihres Verfassersvortrestich. ?. Lurmannu; ist uns noch nichtgestorben, er lebt uns noch in diesem seinem

muthi-