in die Billichkett der italienischen Wirthen nicht vielZutrauen haben. Als aber eine Staatskutsche mitder bischöilicheri Liverey uns abholte und -en ganzenTag uns bediente / so machte der Herr Wirth grosseNagen, und nun nennte er uns nicht mehr änderstals 'llult iir.'ino. Sein Erstaunen aber ward nochgrösser/ als er sahe/ daß es uns wirklich Ernst feye/zu Fusse nach Mailand zu gehen; bald traute ers.lnen Äugen nicht mehr / daß wir doch immer die glei-chen seyen; dann zu Fusse reisen ist in Italien beynaheeine Schande. Wir wagtens und kamen glücklich voudieser Stadt weg, in der man sonst so ziemlich un-genirt zu leben gewohnt ist; ungeachtet alter Adel daist / so machen die Vornehmen doch einen bescheidenenAufwand ; sie heissen Patrizier und machen eine Artvon Aristokratie; haben auch ihren Rath/ der abernur einen Theil des Polizeywesens/ vornehmlich aberdie Aufsicht über die Lebensmittel hat/ und ihren Preißbestimmt. Die vielen Klöster ziehen die meisten Ein-künften. Die Stadt ist von keiner Seite stark bevestigt/sie ist mit ejner ganz einfachen Maur umgeben; dieStadtgräben sind ausgefüllt und werden als Gärtengebraucht; die Thore werden bey angehender Nacht be-schlossen. Ueber Civil- und Criminalhändel ist ein Gou-verneur und ein poclella gesezt/ welche diese Geschäfteunter sich vertheilt haben. Die Apellazion von ihnengeht an den Staatsrath zu Mayland. Die Vor-städte von Como sind angenehmer und schöner/ alsdie Stadt selbst.
Weg von Como nach Mavland.
Bald ausser der Stadt geht der Weg stark Berg-an/ wann man aber auf die Höhe kömmt, so ver-dient