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Beyträge zur nähern Kenntniss des Schweizerlandes / Von Hs. Rudolf Schinz, Pfr. zu U...
Entstehung
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bey/ zu c^LNcllctto theilt er sich/ ein Nebenkanal gehtgegen pavia, der Hauptkanal aber nach Maylandhin/ er trägt die grössesten Kohlen- und Holzschiffenach der Hauptstadt / die Fahrt auf demftlbigen istzwar langsam / aber von unvergleichbarer Annehmlich-keit und Bequemlichkeit/ da die' grossen Schiffe alleihre Verschlage und kleinere Zimmer haben / und mitStühlen/ Tischen und Ruhebänken versehen sind. Erläuft schnurgerade / und man sieht seine Fahrt oftauf zwo Stunden weit in dem herrlichsten PerspeK-tiv, durch die an beyden Usern gepflanzten hohenPappelbäume/ vor sich. ZuiurdiM und Lustälorrzieren schöne Landhäuser und Pallaste die ohnehin an-muthvolle Gegend. Der Martesana liegt etwas hö-her als die Stadt, und wird deßwegen vermittelst ver-schiedner Schleusten zu derselbigen gebracht / und mitdem Kavjßlio granäe vereinigt.

Aus diesen Hauptkanälen / und aus einem dritten,welcher aus verschiedenen Bachen zusammenfließend indie Hauptstadt geleitet ist/ und nachdem er durch un-terirrdische Gänge derselben Unreinigkeiten mit sichfortführend auf das benachbarte Land ausfließt,werden unzehliche Nebenkanäle zur Bewässerung desLands / zu den Reisfeldern/ und auf die Wiesen ab-geleitet/ nicht selten sieht man drey nach verschiedenerund entgegengesetzter Richtung laufende Kanäle übereinander hergeleitet sich kreuzen. Der meiste Reiswird zwischen tturkigo und Ottcllerro am grossenKanal, und dann zwischen ^oäi und den Gränzendes Herzogthums kiscenra gepflanzt: Von Anfangdes Aprills, in welcher Zeit der Reis gesäet wird«,bis zu feiner Erndtezeit im September sehen diese -Reisfelder (kilära) einem kleinen See gleich, weitV b ? diese