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diese Pflanze immer im Wasser fleht. Nach Ver-hältniß ihres Wachsthums muß man das Wasser daransteigen, und nachdem sie ausgewachsen bis zur Erndtewieder fallen lassen. Von der Erndte an, bis siewieder gepflüget werden, scheinen sie ausgetruckneteSümpft zu seyn, deren morastige Ausdünstungen derGesundheit der Luft sehr schädlich sind, und übelriechen. Es hält sich darin beständig eine Menge In-letten und Vogel auf, welche jene auffressen.
Die Wiesen, welche aus den kleinern oder grösser»Cauälen gewässert werden, sind so fett und ergiebig,daß man das Gras an einichen Orten fünf male ineinem Jahr abschneiden und davon dreymal dörrenkann. Zwischen Mavland und Lodi, und um Pa-ria herum ist die Wässerung am fruchtbarsten, un-verstellt man die Kunst, das Wasser durch geschickteRivellirung des Bodens beständig in Bewegung zu ft-zen, und über die ebenen Grasgründe rieseln zu lassen.Nur allein die trocknen Matten, die man nicht wässernkann, werden mit trocknem Dünger im Herbst über-führt; da aber im Frühling noch viele Klöffe »«ver-wittert übrig bleiben, so zerreibet man solche im Merzehe das junge Gras kömmt, mittelst einer Dornhecke^die man von einem Ochsen über den Boden hin- undherziehen läßt, und denselben gleichsam egget. Weildas Clima warm und man in gelinden Wintern alle-zeit das Wasser über die Wiesen stressen lassen kann,so ist es nicht selten und ich habe es selbst gesehn, daßman in der Mitte des Hornungs das Gras hat ab-schneiden können, welches von dem Wasser über denWinter Herfürgetrieben ward. Wo das Land zumGrasbau zu trocken ist, da hat man den Bergamas-Ucherr Unterthanen abgelernt, den gewohnten Wieftn-
Klee