selben relative Höhe doch nicht gar viel mehr betra-gen als der weiter gegen Mittag gelegenen; welchesalles genugsam beweist, wie sehr man sich bekriege,wann man sich das schweizerische Italien als ein of-fenes Land vorstellen wollte, und daß es seiner Na-tur nach als ein zu der überigen bergichten Schweizgehöriges Alpenland betrachtet werden müsse.
Meine oberwehnte Bemerkungen über das physi-sche und geographische Clima dieses Berglands veran-lassen dann anch Vermuthungen über die Vegetationoder das Wachsthum der Pflanzen an den Bergenund in den Thalern. Es ist bekannt, daß die Bäumein einer gewissen absoluten Höhe nicht mehr wachsen,und daß es dannoch in einer weit höhern Gegend alsdie ist, in der die Baume nicht mehr wachsen, nochPflanzen giebt. — In den höchsten Vergklüften vomMaMhal findet man die allerschönsten Buchen-, Ler-chen- und Tannen-Wälder, in den mittäglichen gele-genen Gebirgen am Langen- und Lauiser-See herzo-gen, welche doch niedriger scheinen, mangeln sie, mangewahret auf ihren rohen Gipfeln weder Bäume nochStauden; sollte man aber hieraus Messen, daß die-ses die Grenzen der Vegetation oder die Höhe sehein welcher die Pflanzen nicht mehr wachsen? manwürde sehr irren. Dann es haben gewisse Umstände,die aus dem Zustand des Dunstkreises herkommen aufdie Vegetation starken Einfluß, nemlich der Grad unddie Beschaffenheit der Warme. Ein Ort, der in ei-ner absolut stärker» Höhe liegt, ist vielweniger warmuB weniger feucht, weil die ihn umgebende Luft vieldünner ist; so hat auch derjenige von zween in glei-cher absoluten Höhe gelegenen Orten, welcher eine re-lativ höhere Lage hat, nicht nur.einen weniger war»
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