Vorrede»
mündlich erzehlten Fabeln in Verse, nach wieder-holter prosaischer Erzehlung, las ich sie ihnen vor;Hre Aufmerksamkeit erwachte von neuem, weildie poetische Sprache und der Reim Eclrbildungs-kraft und Ohr zugleich beschäftigte; so ließ ich sieden Unterscheid zwischen Poesie und Prose spielendfühlen; die Stttenlehre, obgleich sie in poeti-schem Gewände anfänglich verfielt er schien, wur-de bald mit gleicher Leichtigkeit errathen — Un-vermerkt schwollen m ine übcrsczlen Fabeln in eindikes Bündchen zusammen. Was zuerst nur Ue-bung für meine Kinder, und Spiel für mich war,erhob sich bei mir zu einer ernsthafteren BeschälMung — »Nun, dacht ich, was dir so manchen»langen düstern Winterabend verkürzt und erhei-,»tcrt, was deinen Kindern zugleich Belehrung»und Ergözung verschafft hat, wie manchem Ba-xter könnt' es nicht auch seine Winterabende er-weitern , wie vielen andern Kindern zugleich Um»terricht und Vergnügen geben? " Ich genoß indiesem Zeitpunct einer ziemlichen Muffe, seztenüch an mein Pult, und entschloß mich diese Fa-beln für ein grösseres Publikum auszuarbeiten —Ich feilte, sezte hinzu, verwarf, wählte neue,strich durch, und erinnerte mich, so viel ich konn-te , der treflichen Maxime der geistreichen Msö.
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