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Sittenlehre in Fabeln und Erzählungen für die Jugend : Nebst einer Abhandlung über die Frage: Sind die Fabeln eine Uebung für Kinder, oder sind sie es nicht? / mit Kupfern von J. R. Schellenberg
Entstehung
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Vorrede.

Se 1s kaMts, daß ein, in einem zum Druk be-stimmten Werke durchgestrichenes Wort für denLeser einen neuen Thaler, eine durchgestricheneZeile ein Louisd'or werth sey Freilich daß ichsie immer treu befolgt hatte, wage ich nicht zu be-haupten, denn welcher Schriftsteller entsprichtganz dem Ideal, das er sich von einem Schrift-steller entwarf? Inzwischen feilte ich doch an die-sen hundert und vierzig Fabeln mehr als drey vol-le Jahre, an denen mancher Kunstrichter vielLichtnoch mehr als drey volle Monate zu feilen findenwürde. Allein so viel darf ich versichern, ich feilteso gur ich konnte, und dachte wie Meyer vonKnonaufagt:

Isis denn zu schlecht für Pan, so folls für Hir-ten seyn.

Thut einer was er kann, so hat er gnug gethan.

Meinem Verleger schienen noch einige meinerFabeln und vorzüglich meiner Erzehlungen denHorizont gewöhnlicher Kinder zu übersteigen. Ichschlug ihm vor, weil es mit der Autoreitelkeit eineso Wiche Sache sey, daß sie selten anders alsdurch ein trübes Brillenglas sehe, mein Manu- ^script einem Freunde in seiner Vaterstadt, denich nicht kenne, und ohne den Namen des Autors

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