Ii6
Hauptstützen in Zürich sonderbarer Weise geradeseine Voreltern gewesen: waren.
Nach Endigung der bürgerlichen Unruhen im Jahrlyrz wurde das vor dem TockenburgerrKrieg unter-nommene Reformations - Geschäft der Kirche undSchulen fortgesetzt. Auch nahm Efcher wiederum,wie schon anfangs, den größten Antheil an demsel-ben, und jzwar desto mehr, darr in diesem Zeitpunktmit zween Freunden, denen jede Verbesserung dieserArt ebenfalls am Herzen lag , einen täglichen undsehr genauen Umgang hatte. Der eine war PeterZeller, nachmaliger Antistes, ein überaus bescheid-ner und sanftmüthiger Mann , der aber gerade umseiner auf bessere Einsichten gegründeten Toleranzwillen von den Zeloten so sehr angefeindet wurde,daß er auf dem Sterbebette die Seinigen bat, siemöchten ihn unter keinen Leichensiein, sondern inbloßer Erde begraben lassen, weil er Steine genugin seinem Leben getragen habe. Der andere war Um-geldschreiber Gwerb, ein Mentor aller sich damalsdem Staate widmender Jünglinge, welcher mit vie-ler Menschenkenntniß eine genaue Einsicht in dieFehler der politischen sowvl als der kirchlichen Ver-fassung seines Vaterlandes vereinigte, übrigens diealten Klassiker, vorzüglich den Tacitus und Ovid, im-mer in der Tasche und auf der Zunge trug, und wasihn unter allen seinen Zeitgenossen auszeichnete, sehrlakonisch schrieb.
Schon im November des Jahres 1713 hatte dieEifersucht unter den Häuptern der Kirche , und diedadurch veranlaßten Streitigkeiten den großen Rathzu Niedersetzung eines besondern Kirchen - und Schul»Rathes, in welchen Escher auch aufgenommen wur-de, bewogen. Dieses neue Departement theilte sichselbst in zween Ausschüsse, wovon der eine die Kir