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Lebensgeschichte Johann Kaspar Eschers, Bürgermeisters der Republik Zürich / [David von Wyss]
Entstehung
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130
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Bündtnsrn selbst entstanden. Aus dem nämliche«Grund hattey die Protestanten sich qyfdie Seite deLfranzösischen Hofes geschlagen, die Katholiken hin-gegen ein eignes Kapikulat mit dem Kaiser, auf-zurichten gesucht, ungeachtet dieses einseitige Bündtsuiß eine.Verletzung der GrWdgescke gewesen wäre.Aus eben derselben Ursache endlich war dennoch imJahr 172H ein gemeinschaftliches Kapikulat in Mäh?land zu Stande gekoiumeu, kraft dessen alle Prote-stanten hie Grafschaft Eleven und das Vcltlin ver-lassen sollten; eine schon im mailändischen Kapitulakvom Jqhr i.6zy enthaltene, aber unerfüllt geblieb-ue Bedingung. Allein der Gotthausbund, haupt-sächlich die Stadt Chur , konnte mit derselben un-möglich zufrieden seyn , ungeachtet er nebst den an-dern Bünden durch verschiedne Schlüsse Anstalt zujener Auswanderung gemacht hatte. Daher entstan-den auch, wie in Republikey so leicht geschieht, ausden Unterhandlungen mit fremden Machten innerli-che Streitigkeiten , gerade diejenigen , an deren Bey-legung die Eidgenossenschaft arbeiten mußte. Im Ja-nuar des Jahres 1728 verlangte ein Kongreß zu Churvon dem Bundesprasidcuten Andreas von SalisdieDcsieglung eines Edikts, wodurch einigen im Deltlinzurückgebliebnen Protestanten, bey großer Geldstra-fe, die Auswanderung inZeit vou drey Monaten an-befohlen wurde. Der Präsident bat hierauf unter demungesetzlichen Vorwand, er niüße hierüber von denGemeinden, seinen Prinzipalen, neue Verhaltungs-besehle haben, um einen vicrzehntägigcn Aufschub.Allein dieser Aufschub wurde ihm abgeschlagen, undher Landrichter des Granbundcs, dem nicht unbekanntseyn konnte, wie sehr jenes Edikt die angcsehne Fa-milie von Salis kränkte , besiegelte dasselbe an desPräsidenten stakt , der dazu den Grundgesetzen zu-