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Lebensgeschichte Johann Kaspar Eschers, Bürgermeisters der Republik Zürich / [David von Wyss]
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136
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dießmal dem Gotthausbund nicht günstig war, daßnämlich alle Gemeinden gleiche Rechte haben müßten.Uebrigens protesti'rte der kaiserliche Gesandte, Grafvon Reichenstein, in einem Schreiben an Zürich'undBern, gegen alles was die Bündtner in Rücksichtauf die vorgegangne Bischofswahl berichtet hatten.Was endlich die übrigen mit der ganzen Republik ineinem eben so genauen Verhältniß als beyde Vor*orte, stehenden Kantons betrifft, so glaubten diesselben durch schriftliche Ermahnungen zum Friedenden Verträgen ein Genüge geleistet zu haben, und lehn-ten die ihnen von Zürich vorgcschlagne gemeinschaft-liche Absendung einiger Mittelspersonen nach Churgänzlich ab. Alles dessen ungeachtet beschlossen beydeStande besonders , nach dem Wunsch des mit Rechtsich anf die Bundesbriefe selbst *) berufenden Gott-hausbundes, die Absenkung einer Gesandtschaft nachChur. Sie standen damals in der Meinung , daß diedortigen Unruhen demprotestantischen Interesse über-haupt sehr nachtheilig wären , und daß besonders einumwechselndes Präsidium bey den Kongressen ge-fährlich werden könnte, weil dem Anschein nach ander Spitze des Graubundes immer ein Katholik ste-hen würde. Indeß wollten sie, aus rühmlicherVor-sicht, sich in einige von den bündknerischcp Streitig-keiten, vorzüglich in die wichtige Bischofswahl, nichtgerade zu mischen , sondern nur mittelbar zum Frie-

*) I» diesen Vundesbriefen der VUl alten Orte mit Bündtenheißt es: " Sollend und wollend wir die obgemeldten beyden Theile in allen unsern Sachen, Anliegen und Geschäften uns aller Xreuudschast, Treu und Forderung gegen einan- der wie von altem har getrosten, und insonderheit »eben,, getreuem Aufseyen je nach Gelegenheit und Beschaffenheit»> der Noth und der Zeit mit freundlicher Hilf mid Beystand einander zuspringen u. s. f.