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den wirken. Auch sahen sie die bündtnerischen Pässefür viel zu wichtig an, als daß die Einmischungmächtiger Höfe in die Angelegenheiten dieses Frey-staatsder Schweiz gleichgültig seyn könnte. Und end-lich erwiederten sie, bey dieser Gelegenheit, nach ebenso wichtigen als allgemeinenGrundsätzen der republika-nischen Politik *), die Zuneigung ihrer Verbündeten.
Esther hatte in Zürich bey der Kommission, mitwelcher die Gesandtschaft des Gotthausbnndes inKonferenz getreten war, den Vorsitz geführt. Die-ser Umstand war nebst seinen anerkannten Talentendie Ursache, warum er gemeinschaftlich mit dem bet-tlerischen Seckelmeister, Ludwig von Wattenwyl, ander Vereinigung streitender Republikaner arbeitenmußte, wovon ein Theil wenigstens die angeboteneHülfe ablehnte. Beyde Gesandten langten den 2ystenAugust (1729) zu Chur an , wo man sie mit großemGepränge empfieng, häufige Besuche bey ihnen ab-stattete , und ihren Personen mit so viel Achtung be-gegnete , daß die Stadt ihnen ein fcyerliches Gast-gebot gab, bey welchem sie durch Glieder des grossenRaths bedient wurden. Damals war der Bundestagvon dem obern und dem X Gerichten Bund auf den7ten Herbstmonat nach Jlanz, von dem Gotthaus-bund hingegen auf eben diesen Tag nach Chur aus-geschrieben. Die Gesandten verlangten daher, nach
*) Beyde Stände waren nämlich vollkommen überzeugt, daßalle zugewandten Orte dem helvetischen Staatskörpcr aus dentriftigsten Ursachen ganz ergeben smd, wovon einige hcnt zuLage, in Rücksicht auf die Hauptangelegcnheit der treuenVundsgrnvffen an Helvetiens westlicher Gränze , nicht vonallen Kantons gleich beherziget werden. S. die vvrtresticheSchrift über der Eidgenossen Staats-Interesse in Absichtauf das Fürstenthum Rcuenburg und Vallendis. St. Gal-len 178Y.