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Lebensgeschichte Johann Kaspar Eschers, Bürgermeisters der Republik Zürich / [David von Wyss]
Entstehung
Seite
138
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llebcrgebung ihrer BeglaubiguNgsschrtiben, von demBundesprästdenten, baß jene Versammlungen auf-geschoben, nnd daß die sämmtlichen Häupter zu einerUnterhandlung nach Chur berufen werden möchten.Diese Utztcrn kamen hieraufwirklich und bewillkomm-tensie; der verlangte Aufschub in Ansehung des Bun-destages aber wurde bis auf dcn2isten Herbstmonatnur von dem Gotthausbund bewilliget, die übrigenBünde hingegen erklärten sich, ihre Versammlungkönne nicht mehr rückgängig gemacht werben. Kurzdarauf übergaben Esther und sein Kollege den dreyBundeshauptern ein von dem erstreit, wie in detFolge oft geschah , wenn Aufsätze abgefaßt werdenmußten, selbst entworfenes , und hernach gemein-schaftlich mit dem lctztern in das Reine gebrachtesMemorial. Diese Schrift, an deren Verfasser vonWattenwyl auch dir Bereitwilligkeit rühmte, womitderselbe freundschaftlichem Tadel Gehör gegeben hatte,enthielt, weil die Natur dieser Unterhandlung esnicht anders gestattete, allgemeine, aber triftigeErmahnungen znr Vereinigung der Gemüther, undwurde allen Gemeinden in Bündten zugesandt." Ein- tracht, behauptete man darin, sey in Republiken von größerm Werth als enge Pässe , angefüllte Zeughäuser und zahlreiche Miliz ; auch waren fremde Mächte immer bereit sich in die Unruhen der Freystaatcn zu mischen, und das Haus, wo Uneinigkeit herrscht, abzubrechen, damit kein ges» fahrlichcr Nachbar dasselbe beziehen könne". Unter-dessen verlangten der obere und der X Gerichten Bunddaß der Gotthausbund, zu Erörterung des Streitesüber die Grundgesetze, seine Deputierten nach Jlanzabsende, und beantworteten ein Schreiben , worindieser Bund sich zum voraus gegen alles , was ein-seitig zu Jlanz wurde beschlossen werden, verwahrt