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Lebensgeschichte Johann Kaspar Eschers, Bürgermeisters der Republik Zürich / [David von Wyss]
Entstehung
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141
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Achtung der Kantons für den bündtnerischen Frey«siaat vermindern würden. Noch tiefern Eindruckmachte die Gedult , womit Esther und Wattenwyldie Einwürfe der verschiednen Parteyen anhörten,nnd ihre eignenFriedensvorschläge, oder, wie sie be-scheiden sich ausdrückten, unvorgreiflichen Einschla-ge ausarbeiteten. Diese Einschlage wurden von ihnenzum drittenmal ganz abgeändert, nachdem die De-putierten der Bünde sie zweymal untersucht und je5vesmal mit Anmerkungen zurückgegeben hatten. Ihreletzte Konferenz mit der bündtnerischen Kommißiondaurte fast eine ganze Nacht durch, und zog demSeckelmcister von Wattenwyl ein Fieber zu, hin-derte aber die Aufhebung des Bundestages, worausvermuthlich schreckliche Unordnungen entstanden wa-ren , und bewirkte die gewünschte Vereinigung. Zwarhatte der schon erwähnte Friedcnsentwurf eines Un-bekannten die Genehmigung der Mehrheit in den »Ver-sammlungen des obern und des X Gerichten Bun-des erhalten, und war den Gemeinden zur Beurther-lung eingesandt worden. Derselbe verstattete jedemBund einen Agenten in Cbur, ohne dessen Bey-seyn der dortige Bnndespräsident kein Schreiben andie Republik eröffnen sollte. Ucberdies schrieb er vor,daß die Bundeshäupter in Ansehung des Besieg-lungs -Rechtes jährlich miteinander umwechseln soll-ten , daß man die Amtsgebühren unter sie gleichevertheile, daß jedem Bund ein Schlüssel zu demLandesarchiv gegeben , uud daß das Gtaatsprotokolldreyfach geführt werde. Unterdessen wurden die vonallen Deputierten des Gotthausbundes, mitDorbc-halt der Genehmigung ihrer Kommittenten, bereitsangenommnen Dergleichsvorfchlage der beyden Ge-sandten auch den Hochgerichten der andern Bündezugesandt. Dir letztem hakten wirklich zu diesem