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Lebensgeschichte Johann Kaspar Eschers, Bürgermeisters der Republik Zürich / [David von Wyss]
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152
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wurde in den Gemeinden vorder Gitter, mit Ger»ehmigung aller Standeshäupter, ei» von DoktorZ * verfertigtes Memorial vorgelesen, woraus mandeutlich den ganzen unschuldigen Verlauf der Roscha-cher-Unterhandlung sah; und dieses wirkte so starkauf die Landleutc, daß sie in grosser Anzahl nach Tro-gen eilten, und die dort versammelten Häupter zuVerabredung einer Konferenz mit der Gegeuparkeyin dem Flecken Speicher nöthigten. Dorthin fand,te jede Gemeinde zween Deputierte. Es erschienhierauf eine anonyme Widerlegung jenes Z * schenMemorials, worin behauptet wurde, die Stadt St.Gallen habe, um beständig neue Zölle errichten zukönnen, den Prälaten und das Land Appenzell künst-lich angebunden; ferner, man habe sich nur ausblöder Furcht in einen fremden Friedenstraktat cin-schliessen lassen, u. a. m. Auf solche Vorspieglun-gen hin forderten die Landleute hinter der Gitter dieZuiammenberufung einer Landsgemeinde, und dieunbedingte Verwerfung des § , dessen Gültigkeit dieGegenpartei) mit so grossem Eifer vertheidigte. We-gen der grössern Anzahl ihrer Gegner entfernten siesich plötzlich, und konnten durch die bündigsten Vor-stellungen nicht zur Rückkunft bewogen werden. Dieübrigen Deputierten hingegen brachten ein schriftlichesGutachten zu Stande, worin der Nutzen des 8zsten§.deutlich gemacht, und die Haltung einer Landgemein-de für überflüssig erklärt, dennoch aber j. der Gemeindehierüber sich zu entschlossen überlassen wurde. Die-ses Gutachten genehmigten die Gemeinden vor derGitter ohne Einschränkung ; hingegen würdigte manes hinter der Sittcr, so wie mehrere andere Ver-glcichsvorschläge, nur keiner öffentlichen Bekanntma-chung. Vielmehr kam ein von den Häuptern zu He-risau bestätigtes Memorial nach Trogen, worin man