154 --'
. dringend Laken, baß man sie in das Gefängniß führre,, wo sie sicherer als auf dem Rathhaus waremAllxin, am folgenden- Morgen, an welchem derStatthalter Z * von Trogen in der Frühe sein AmtNiederlegte, sahen sich die übrigen Magistratspersosncn aufs neue der Wuth des Volkes ausgesetzt.Ein sgsahriger Greis, unter ihnen wurde auf einegrausame W.ise mißhandelt, und dem Magistratwurde das Versprechen, verschiednc schriftlich abge-faßte Punkte vor die Landgemeinde in Lüftn zubringen, abgenöthigt. Als die Mißhandelten nachTrogen zurückkamen fanden sie einen grossen Haufenihrer Anhänger im Begriff nach Herisau zu ziehen,bewogen aber denselben, da sie itzt keiner Hülfemehr bedurften, auseinander zugehen. Den LostenNovember hatte die erzwungne Landgemeinde inLüftn ihren Fortgang. Sie wurde zwar auch vonden Landleuftn vor der Gitter besucht, welche sichgetrauten, den 8;sten §. durchzusetzen. Jedoch be-schlossen diese Landleute, porher in Trogen, die An-rufung des eidgenößischen Rechtes, auf den Fall,daß die Gegenpartei) die Oberhand gewinnen wür-de.-Als die Gemeinden vor der Gitter sich zu Tüftneinfayden^ war der 8gste §. auf eine sehr tumultu-arische Weise schon verworfen. Ueber dies erwehr-ten hierauf die tobenden Landleute hinter der Git-ter, daß allen im Jahr 1715. bestraften Mißvergnüg-ten ihre.. Geldbuße zmgckgegeben werde, u. a. m.Auch wurden alle dem Moschacher- Frieden geneig-te Landeshäupter ihrer Aemter entlassen, und andreneue Häupter von der um die Bühne stehendenMenge, erwählt. Unterdessen hatten sich die Land-leute vor der Gitter auf eine nahe gelegne Wieseentfernt. Hier gelobten sie dem alten Magistrat,an dessen Spitze der Laudamman Z* stand, Treue»