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Lebensgeschichte Johann Kaspar Eschers, Bürgermeisters der Republik Zürich / [David von Wyss]
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ten verkündigen können. Solches geschah mit Vor-wissen der Gesandten von Zürich und Bern, welchestets zum Frieden ermähnen und doch den LindenSicherheitsr Anstalten anrathen mußten; auch derneuen Regierung den Wahn, als ob sie von denStänden selbst anerkannt wäre, ohne Umschweifebenahmen. Das Bcßte, was sie noch zu Standebrachten, war, daß die Stadt St. Gallen, weilzum Nachtheil des Rofchacher- Friedens aufs neueböswillige Gerüchte ausgestreut wurden, sich end-lich einmal durch ein Manifest öffentlich erklärte,daß man in den Jahren 1714- und 1718. wedergeheime Unterhandlungen mit ihr gepflogen, nochdem 8 zsten §. geheime Bedingungen angehängt habe.An gleicher Zeit wechselten die Häupter in Herifauund Trogen Vergleichsvorschlage. Man überzeugtesich, daß die nächste Landsgemeinde dem ganzenStreit ein Ende machen könne, so fern man dieArt, wie sie, besonders in Ansehung der Wahlen,geführt werden müsse, zum voraus bestimme. Dirzu diesem Endzweck erforderlichen Verabredungenwaren also das Hauptaugenmerk der Gutgesinnten.Auch wünschten alle Rechtschaffnen vor allem auseine gänzliche Amnestie; aber diese sowol als dirvon den Linden auf die Bahn gebrachte Ernennungkluger Mittelspersonen wollte der neuen Regierungnicht gefallen, und eben so wenig wollte sie beyder nächsten Landsgemeinde den 8 gsten §. unberührtlassen.

Unterdessen beschlossen die evangelischen Kantonseine zweyte Konferenz in Fcauenfeld, an welcher aberdie Stände Glarus und Schafhausen nebst derStadt Biel keinen Antheil mehr nehmen wollren.Alle übrigen Orte behielten die vorigen Gesandtenbey, und Esther stand also auch der Session vor ,