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Lebensgeschichte Johann Kaspar Eschers, Bürgermeisters der Republik Zürich / [David von Wyss]
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303
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die Kantons beobachtet'habe, obgleich das österreii!chische Jntereße die Zurüktreibung der französischen Ar?meen über eidgenößischen Boden erfordert hatte.Der kaiserliche Gesandkschafts-Sekretär erwiedertehierauf, die Erbverein verbinde nunmehr die Eid-genoßenschaft nicht mit Maria Theresia, sondern mitseinem Souverän, als dem rechtmäßigen Haupt-Er-ben der österreichischen Lander. Auch arbeitete er, nebstden Sekretärs des französischen Ambaßadeurs, denAbsichten des Markis von Pris, bald durchDrohungen und bald durch Versprechungen, so ge-schikt entgegen, daß dieselben, obgleich sie am Endesich auf ein protestantisches Regiment einschränkten,dennoch gänzlich vereitelt wurden. Nachdem PriLmit 8. Kommißarien mehrmals in Konferenz getre-ten war, wurde die Entscheidung der Sache denStänden selbst mit dem Antrag überlaßen, daßdieselben ihre Entfchlüße ohne Aufschub dem Vororteröffnen sollten. Nur gaben die eidgenößischen Ge-sandten in einem Memorial den Wunsch zu erkennen ,daß die IV. Waldstädte und das Frikthal an denGrenzen der Eidgenoßenschaft, wie bey vorigenKriegen, zu einem Sicherheits-Distrikt bestimmt wer-den möchten. Dieses Memorial wurde dem Markisübergeben, und zugleich stellte man jenen drey Gesandt-schafts - Sekretärs verbindliche, aber in sehr allge-meinen Ausdrükcn abgefaßte Antwortschreiben anihre Prinzipalen zu. Hierauf wurden noch einige«inländische Geschäfte abgethan, und hiermit nahmdiese Konferenz ein Ende. Eschcr hatte sich dabey,besonders durch sein kluges Betragen gegen denBottfchafter von Priö, viele Ehre erworben. Einstz. B. war die Gesandtschaft von Zürich auf einGastmal zu dem Markis mit der Bitte geladenworden, daß sie die Gesandten der 7. dem Range