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Oft wurde er von den nachdrücklichen Versicherun-gen in der H. Schrift, daß die göttliche Vorsichtdas Schicksal aller Geschöpfe bestimme, und alleVorfälle zum Guten lenke , innig gerührt. Auchwar ihm die christliche Religion, um der auf eine sotrostvolle Weise von ihrem Stifter verheißenen Un-sterblichkeit, und um ihrer vortrefflichen Moral wil-len, unschätzbar. Diese Sittenlchre fand er keines-wegs übertrieben, besonders in Vergleichung mitden Aussprüchen der griechischen Wcltweisen, wel-che wirklich die Bewegungsgründe zu Beobachtungvieler christlichen Pflichten aus der menschlichen Na-tur selbst herleiten. Hieraus erhellet, daß Escher andem Christenthum zu schätzen wußte, was so vieleGottesgelchrten seiner Zeit über ihren spitzfündigenund von ihm sehr gcmißbilligten Streitigkeiten nurzu oft vergaffen. Er suchte Belehrung und Trostan der ergiebigsten Quelle , und überzeugte sich jelänger je mehr, daß nicht Glaubens-Formcln, son-dern das Bewußtseyn seinen Pflichten das möglich-ste Genüge geleistet zu haben, zu endloser Glückselig-keit führe. Dieses fasse Bewußtseyn und das Vergnü-gen, welches die Ausübung jeder Tugend gewahrt,zog er wirklich dem Beyfall der Welt und allenGlücksgütern vor *).
Die Schriften der Alken bewunderte der ehrwür-dige Greis bis an sein Ende vorzüglich , und ihreSchönheiten erhöhten oft in einsamen Augenblicken
K) Schon IM Jahr 1713. hatte er von Regensburg a» sei-nen Freund Bodmer geschrieben t „ k.'axprobution Ue leo,, concitoven« ne ünit samms etre le Premier but ä'un»korilieto Iiommo, moins eueore ä'un ckrstien. Je n'al»iomms pü cempremtre, gue 6s briller claso les iilses