Band 
[Erster Theil.]
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384
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;8r Lurrghi.

Luyken.

gen von Cecr bey der Fontana di Trevi und den Borg,befischen. Er blühete um i z 8». Paftoli l. 2.9. ;n.

Lunghi (Martin) der jüngere, desHonorius Sobn;ward nach seines Vaters Absterben ein unregelmäßi-ger inid ausschweifender Baumeister, wie man die-ses zum Theil an der Kirche St. Carlo al Corso se-hen kann. Er war von einer heftigen und seiner Ober-teil sehr wiederspänigen Gemüthsart, daher er mehrals einmahl eingestckt wurde. Gleichwohl erzeigte ergegen seine Mutter, obschon erwachsen, so viel Ehr-forcht und Unterthänigkeit, daß er nicht selten vonIhr Stokschläge gedultig erlitt. Er starb iü;6. Pas-sen p. 229.

— — (Peter) Siehe Longhi.

-(Sylla) ein Bildhauer von Vigiu. Er-gänzte zu Rom schadhafte antike Statuen und verfer-tigte aus eigner Erfindung viele Bilder zu Grabmäh-lern, Springbrunnen und Altären. Er ward durchseine Talente sehr berühmt und starb in hohem Alterum 1610. Baglioni p. H4.

Lungi (Jacob di) ioll nach desLomazzo Meynungein niederländischer Mahler gewesen seyn, den manaber unter seinen Landesleuten nirgend entbeken kann,es müßte dann einen «söhn oder Schüler des PeterAertsens, der Lange genannt, bedeuten.

Lunqo (Andreas) ein Mahler von Ravenna; wirdvon Malvafia 1 . i. 9. 579. unter den «Schülern derCarraeci angeführt. Er folgte hernach der rebellischenSchule des Peter Facini.

-ein italienischer Beyname des Peter Aertsens,

genannt der Lange.

Lupacci c asteronymus) ein Grotcskenmahler vonMontepulciano; arbeitete um r??-» zu Rom. Ver-mander in inner eignen Lebensbeschreibung.

Lupi (Anton; ein Bildhauer; verfertigte nach desThomas Laureti Zeichnungen die Zierarthen von Mar-mor, welche an dem prächtigen Brunnen auf demgroßen Platze zu Bologne zu sehen find; dieser wardi;ü;. aufgerichtet. Masini 9. 2Z2,

-(Vi'ncenz) genannt Johann da Tagliacozzo,

mahlte das Altardlatt oer Kapelle Cefarini in der KircheSt. Maria in Aracel, zu Rom. Tili.

Lupiccini (Baceio d. i. Bartholome) ein Bild-hauer zu Florenz; lernte bey Anron Susini. «Siehediesen Artikel.

, Lupicini t Ioh. Baptist) ein Mahler von Florenz;lernte bey Ludwig Cardu Er ivacd in Kopierungguter Gemählde berühmt und blühete um 162?. Ba^dinucci in der Lebensbeschreibung von Cesar Dandinr.

Lupino (Bernhardin del) ein Mayländer, mahlteein Haus nahe bey der Kirche St. Sepolcro aus undinnwendig, woran er Ovidische und andere Fabelnmit zierlichen Figuren und zarter Ausarbeitung vor-stellte. Man stehet auch verschiedene schöne Gemähldevon ihm in der grossen Klosterkirche und an verschie-denen andern Orten dieser Stadt. Er blühete umSiehe den Artikel Bernhardin Lanino. Va-sari T. z. 9. ;68>

Lupo ( Raphael da Monte) Siehe Montelupo.

Lupus (C- Scvius) ein antiker Baumeister, des-sen Namen Grütcr 9. 57. No. 7. aus einer Jnnschriftanführt. Er blühete unter Kayser Augustus und seinName ward an einem Leuchtethurn, an dem Ausffußeder Coruna in Portugal entdekt.

Lurago (Rochus) ein Baumeister vonPelfopra indem Kirchsprengel von Como; arbeitete zu Genuaund baute den schönen Pallast Turfi in der neuenStraße, der von allen Kennern gerühmt wird. AufBefehl Pabst Pius des V. baute Lurago zu Bosco,dem Geburtsorte dieses Pabsts in dem alexandrini-schcn Gebiete eine Kirche und Kloster DominicanerOrdens. Er starb zu Genua um 1590. Sopranik- 287.

Lufarche (Robert de) ein französischer Baumeister;fieng unter der Regierung Philipp Augusts den präch-tigen Bau der Cathedralkirche zu Amienü an. Erblühete um 1210. Siehe den Artikel Cormvnt. leComte T. i. 9. n.

Lusse ( ern niederländischer Thiere und Blumen,mahler; arbeitete um die Mitte des XVII. Fabrkunderts zu Paris. Le Comte T.;. 9.12;. ^ "

Luter (Erasmus)geben, seines Schülers.

Siehe den Artikel I.

C. Ley>

Luther ( ) em Bildformer von Amsterdam; ar-beitete um 1710. in Diensten des Großhcrzogs zu Klo,renz. Uffenbach T. 9. 542.

Luti oder Lutti (Bmedickt) ein Mahler von Flo,renz; lernte bey Ant. Dom. Gabbiani, hernach st,„dirte er zuRom nach den berühmtesten lstatüen und Ge,mählden. Er legte sich vornehmlich auf das Coloritund mahlte mit einer herzhaften und zierlichen Manier.Sein Pinsel ist frisch und kräftig, ergab seinen Far-ben viel Harmonie und seinen Figuren schöne Ausdrücke;man tadelt aber seine zuweilen unrichtige Zeichnung.Luti verfertigte eine Menge Stafcleygemählde, dieihn fast an allen Höfen in Europa bekannt machten.Seine vornehmste Werke sind in dem Pallaste Albanizu Rom zu sehen. Der Kayser machte ihn zum Rit-ter und der Churfürst von Maynz begleitete den Adels,biicfmit einem von Diamanten besetzten Krcutz. SeineZeichenschule wurde stark besucht. Ein großes Ge-mähld welches er für die Hauptkirche zu Pifa gemacht,stellet den H. Ranieri vor, der feine fürstliche Kleideran eine Mönchskutte vertauscht. Man findet darinnschöne Köpfe, eine gute Ordnung m der Zusammen-setzung, hie und da ein schönes Colorit. Die Per.fpeeliv ist, von nahem anzusehen, unangcnei'm: Ue-bcrhaupt ist dieses Stück allzu verzärtelt: (Sfumato)Luti starb zu Rom 1724. im ;8sten Jahre seines Al-ters. Er sammelte ein zahlreiches Kabinet von denvortrefflichsten Zeichnungen, die sich bey siueni Abster.ben aus 14^6;. Stücke bclicfen, welche Wilhelm Kent,ein berühmter Mahler für eine ansehnliche Summ ansich gebracht Vottari giebt M 1. Ginnta 9. ry. eineziemlich umständliche und lescnswürdigc Nachrichtvon dieser, für eine Privatperson, so seltenen Samm,lung- Luti ra-irte zwey Blatter die ziemlich rar sind.Wagner, Fariat, Bonnet, Beauvais u. s. (.habennach ihm in Kupfer gestochen. d'Argensville.

-(Philipp) ein Kupferstecher; radirte nach

L. Baldi das Bildmß des H.Lazarus, Mönch, Mah-ler und Märtyrer. Gandeüini.

Lutma (Janus, d. i. Johann) Vater und Sohn;der erste war ein berühmter Goldschmied zu Amster-dam ; und Schüler von Paul van Vianm. Er starbim 85sten Jahre seines Alters. Der «söhn übtegleiche Kunst und verfertigte vier Kupferstiche mit demGotbschmredspunze, die schr geschäzt werden, wovonaber die guten Abdrücke schwer zu bekommen sind.Sie stellen in Bruststücken den Dichter Vondel, denHistorienschreiber P. C. Hooft, des Lutma Vaterund ihn selbst vor. Er radirte mit einer geschiktenManier eine Sammlung von Zierathcn für Gold-schmiede u. s. w. Item Landschaften, worinne manviele Kunst in der Compofition und im Helldunkelfindet. Basan. — Mai» hat auch Kupferstiche von ei-nem Abraham Lutma. Siehe den Artikel P. Flynt.

Lutterell ( Heinrich ) ein Engländer; lernte beyEdmund Ashfield, erreichte aber in Pastclfarben ei-nen solchen Grad der Vollkommenheit, daß er seinenMeister sehr weit übertraf, und nach dem Urtheilder Kenner dem Holdem gleich geachtet wurde. Lüt-tere! erfand eine vorher unbekannte Methode Bild-nisse mit Pastclfarben auf Kupferplattcn zu zeichnen,die er so sanft und geistreich behandelte als ob sie mitOelfarben gemahlt wären. Er bracht einen grossenTheil fernes Lebens zu Dublin zu, wo seine Arbeitzwar bewundert, aber nicht nach Verdienste belohntwurde. Er begab sich nachher gen London und kamdaselbst in solche Glüksumstände, wozu ihn seine Talenteschon lange vorher berechtigt hatten. Van der Giest,R- Williams, I. Smith, u. s. w. haben nach ihmin Kupfer gestochen.

Luven (Ludwig) Siehe Loewen.

Luxan. Siehe F. de Aranda.

Luyken (Johann) gebot,ren zu Amsterdam 1649;lernte die Mahlerey bey Martin Zaagmoelen, aberer begab sich auf das Kupftretzen, welches ihm «n-