Geandon.
wird, und worauf man einen Hirten erblickt derdie Flöte blast, während zwey andre Hirten undNnmphen dem Gesang zuhören. In diesem Bildeherrscht eine gewisse Ruhe und Weichheit; es istbrav gezeichnet, sehr graziös und einfach. DieLandschaft ist pittoresk, und Die Gruppirung zeigteinen Künstler, der mit den Idyllendichtern desAlterthums vertraut ist." Etwas anders urtheiltdavon Landon (Anna!, II. 205.) Dort heißt«s zwar auch: »Die Zeichnung ist gut, und dieStellungen sind angenehm"; dann aber: „Coloritund Ausführung sind mangelhaft. Und warumverfehlt sich der Maler gegen Anstand und Schick-lichkeit, daß er seine Hirten nackend zeichnet, wäh-rend er einen großen Vortheil für die Wirkung desGanzen aus dem Gebrauch der Gewänder hatteriehen können?" Dasselbe wird (I. c. V. 205—6.)bey einer nähern Beschreibung und wirklicher Ab-bildung dieses Gemäldes im Umrisse, wiederholt,aus welchem letztem noch der sonderbare Umstanderhellet, daß eben nur die Hirten nackend, die zu-hörenden und — zuschauenden Nymphen aber be-kleidet sind. Noel hat nach ihm (iZoi.) 4. Bl.
Ltu<ls8 des pieds et des Malus, dsssinös d'ayres
l'^ntigue gestochen.
* Grandon, (Carl). Seraucourt (1739.)und I. G- Schmidt haben beyde nach ihm dasMdmß Camills Perichon, Prevots der Kaufmann-schaft zu Lyon gestochen.
Grandpre, ( ). So wird im ^Imannek
deskesux-Krts von I8c>3- ein damals in Parislebender Gemäldehändler genannt.
* Granello, (Ricolosius). Lanzi II. 2.296. nennt ihn einen geschicktenFreskanten. SeineWittwe wurde nachwärts mit Johann BaptistLaftello vcrmält, und wahrscheinlich war ein Gra-nello Lastelli (ebenfalls Künstler) bloß ein dem er-wähnten Johann Baptist, von Nicolos. Granello'sbesagter Wittwe zugebrachter Sohn.
— — ( ). Ohne Zweifel ist es der in dem
gleich vorhergehnden Art. bemerkte Granello ssa-ftelli, von der Wittwe des zJicolostus Granellobey Joh. Bapr. Lastelli erzeugte Sohn, denFl'orillo (IV. 65. u. 99—loo) blicolao Granellonennt, der mit seinem Vater Castelli im Alcazar zuMadrid arbeitete, und nach desselben Tod (1571.)von Philipp II. zum Hofmaler ernannt wurde.Von ihm findet sich Manches in erwähntem Klo-ster, welches Vers). Geguenza in seiner Historiedein Orden de 8t. Oeronimo (Nadrid 1605O inder dort eingerückten Beschreibung des Eskurialsverzeichnet hat, und hauptsächlich in Darstellungvon Schlachten bestand, wovon besonders dieSchlacht von Higueruala interessant seyn soll, dader Künstler darinn das Costume der Araber, ihreSchilde, Lanzen, Helme u s. f. aufs Genauestebeobachtet habe. Von ihm sollen dann auch dieschönen Grotesken zu Alba de Tormes seyn, welchebisdahin den beyden Italienern, Giulio und Ales-sandro, zugeschrieben wurden.
Granerey, ( ). So heißt irgendwo ein
Maler, nach welchem Moncler einige Scenen ausdem Lustspiel Varia^e de ssiZarc, gestochen hat.
— — S. auch Garnerep.
Graneri, ( ). So nennt Lan?i (II. 2,
383 ) einen Maler von Turin, der um 1770. gear-beitet hat, gegen Ende des XVIII. Jahrhundertsverstorben war, und den Dominic. OUvieri inBambocciaten nicht übel nachgeahmt haben soll.
Graner,( ) ein junger Maler zu Pariserhielt im I. iZoi. als sogenannten Aufmunte-rungspreis reoo Livr. für die Darstellung des In-nern einer Kirche. Landen Anna! I 194.Auch im ^lmanncli des llsnux-Krrs von lgoz.Wird er unter den damals zu Paris lebenden Künst-lern, in der Rubrik der Landschafts-Marinen- undArchitekturmaler genannt.
Gran 0. 475
*Grange,( la), hieß, nach einer unsrerHandschriften F. oder L Nach ihm oder einemandern dieses Namens hat auch N. Habert um1692- Bildnisse, wie z. B. dasjenige des Abt A.I. Bouthilier de Rance gestochen. Mw. Undebenfalls von einem Maler la Grange siehet manin der Galerie des Rakhhauses zu Brüssel siebenBildnisse der Grafen von Flandern. OenaM/,5Vc>^a§e.
Granger, (Johann Baptist). Nach einemsonst unbekannten französischen Maler dieses Na,mens hat Lardieu das Bildniß des Prinzen vonConti Ludw- Arm. von Bourbon gestochen. Msc.
— — ( ) ein junger französischer Maler,
Schüler von David, erhielt imJ. iZor. den erstenPreis der sogenannten Spezialschule der Malereyzu Paris. Die Aufgabe war: König Antiochus,der den im Krieg gefangenen Sohn des Scipioseinem Vater zurücksendet. Landon Anna!. I.lZ. giebt deutlich genug zu verstehen, daß zweyseiner Mitwerber den Preis besser verdient hatten.Bald hernach kam Granger als Pensionnair dersranzös. Akademie nach Rom. Im /Umarmet, desllsaux-Hrts von lgoZ findet er sich wieder unterden damals zu Paris lebenden Künstlern. Seitherhaben wir nichts weiter von ihm vernommen.
— — ( ) ein neuerer Künstler zu Paris,
den man wohl unter die vorzüglichsten dortigenZeichner zählen muß, da nämlich nach seiner Zeich-nung in dem berühmten Prachtwerke des lVluseski-archois, bis zum XU Heft sechszehn Blätter(fünfzehn Antiken) erscheinen; nämlich in den frü-hern Heften:
Die Venus von Arles, gest. von Müller, Sohn (sehr gut).Meleager, gest. von Guerin (ziemlich gut).
Der Fechter in der Ruhe, gest. von Peree (gut).
Dann in ff. Heften:
xxi. Der Genius des Todes. Ein Leichenzug, gest.
von Avril (gut).
xxvi. Die Pallas von Velletri, gest. von Mvrace
(schneidend).
xxvii. Nvmphe, gest. von Avril, Sohn.xxx. Augustus, gest. von Ebendems.xxxii. Fortuna, nach Guido, gest. von Morace.
Dasselbe Blatt, welches schon früherhin Strange,mit etwelcher Veränderung gestochen hat.xxxii. Die eleusinische Ceres, gest. von Mvrel.xxxiii. Leukothea, gest. von Keßler,xxxiv. Herkules und Telephus, gest. von Avril, Sohn.XXXV. Bestalln, gest. von Mongeot.
XXXVI. Griech. Philosoph, gest. von Mvrel.xxxvm. Aesculap, gest. von Schüsse.xi.ui. Jupiter und Triton, gest. von Massard.
XI.V. Bacchus und Sardanapal, gest. von Mvrel.
Dieses letztre von 1806. Dann hat, neben An-dern!, noch besonders d 8 c» 4 -) Demarteau denApoll im Belveder ebenfalls nach seiner Zeichnunggestochen. /Vor«v. cies IV. 163.
Grangerer, ( ). So heißt im Gantka-
talog von Brandes ein französischer Künstler,nach welchem de Monchy zwey Blatter: ls kevelltnrdik, c>u les dl^mpkes epiees des 8ut^res,und In Verlegnes des k^rnplies ou Vs 8at^resenetmines gestochen hüt.
Oranges, (David). So hieß ein englischerKünstler, der 1628. einen St. Georg nach Raphaelgestochen hat. Man hat von diesem Blatt schöneGegendrücke. H e i n eck e Aachr. II. 456.
Granicher, ( ). So heißt irgendwo,
ohne Weiteres ein Kupferstecher, von dem manein Bildniß des Erasmus kenne.
* Granrer, (Peter). Zu Versailles kenntman von ihm das marmorne Grupp von Jno undMelicertes, und ein Mädchen in Hirtenkleidung,welche er, jenes nach einem wächsernen Modell,und dieses nach einer Zeichnung von le Brun ver-fertigt harte. d'Argensville II. 232.
Grans, (Anton). So heißt irgendwo, ohne
Ppp s