Huber.
ners beßten Arbeiten nicht weichen darf, und ebenso mehrere Bildnisse, von denen besonders deseines H Lerbers, der musterhaften Zeichnung unddes markigten Pinsels wegen bon Kennern allge-mein bewundert wurde." Dagegen heißt es imZürcher-Journal für Litteratur und RunstS. ob- (sicher auch von einem Kenner) etwas ver-schieden über unsern Huber, in Vergleichung des-selben mit Dun; , was folgt: „Obgleich Hubermehr Feuer, Geschmack und ein glänzenderes Co-lorit hatte, als Dünz, so ist doch die glücklicheganz der Natur abgesehene Mischung der Töne undFarben, und die Kraft der Einfalt, (womit letztrerdas Verschiedene in ein Ganzes, und alles so zuordnen wußte, daß das Bedeutende ohne den Fin-gerzeig'irgend einer Manier von den gemeinen Um-gebungen herausgehoben und durch sich selbst sicht-bar wird), jenen blendenden Kunstfertigkeiten undgeistreichen Prätensioncn weit vorzuziehen". Inbeni Wliiklerschen Ganrkatalog werden ein großesBrustbild auf einem Monumente, mit allegorischenFiguren umgeben (unten Herkul der die Hydraerlegt): Oura placent kortibus, und ein andresgroßes reiches, allegorisches Stück mit Devisen(in der Mitte die Bundeslade u. s. f.) von Thour-neyser Vater und Sohn gestochen, schöne und selteneBlatter genannt. Ein Verzeichnis dann meinessei. Vaters führt nach ihm an die 25 . Bildnisse meistSchweizerschcr, besonders Bernerscher Magistrateund Baselscher Gelehrter an, welche zum Theil sehrgeschickte Männer, wie B. Audran, Cl. Drevet,I. Hvubracken, G. F. Schmidt (dieser des Pros.Höh. Bernouilli, mit der irrigen Unterschrift D2 uber) und I. I. Thonrneiser gestochen haben,und gewisser Maaßen schon dadurch den Werthder Urbilder bewahren. Dann hat, ebenfalls nachseinen Zeichnungen, G. D. Heumann die Platten zuHallers Doumeratlo 8 tirpium geliefert.
'' — — (Joseph), der altere, lernte bey I.E. Bergmüller und G. B. Göz, war seit 1784.Direktor der Stadtakademie zu Augsburg, undlebte noch um 1789. Von ihm sah man in Frescoz. B. die Deckenstücke in der bischöflichen Hof-kapelle, in der Jesuiter- und der katholischen Got-tesacker-Kirche zu Augsburg; ähnliche zu Lenkun-gen, Pfaffhausen, Oberschöpfeld, u. s. f. Danndasjenige in demum 1776. neu erbauten Theater,und vorzüglich das im neuen akademischen Saal.seiner Vaterstadt. In Del die Altarblätter in derdortigen Salvators-Kirche. Ferner: Hagar's Vor-stellung bey Abraham durch Sara, und ihre Ver-stoßuug; Bathseba und David, Simson und De-lüa u. s. f. Endlich ein Denkmal des berühmtenEtempelschneiders Hedlinger. Meusel II. Vonseinen weiter» Schicksalen ist uns nichts bekannt.Nur bemerken wir noch, daß der wiuklerscheKatalog von ihm 4. roh, aber kräftig und malerschgeatzte allegorische Blätter anführt, welche die vierWelttheile durch Costume-Halbfiguren vorstellen.
- - (Joseph Jgnaz), des Obigen Sohn,Zeichner-rind Kupferstecher, geb. zu Augsburg 1789.Die dürftigen Umstände seiner Eltern erlaubten ihmnicht, seinem schon in frühester Jugend entschiedenenHang zum Zeichne» zu folgen. Allein die harteBehandlung seiner Stiefmutter, die den Knaben zuden niedrigsten Arbeiten anhielt (nicht selten mußteer des Morgens das Futter für die Schweine ineinem Kübel vor die Stadt hinaustragen), empörtensein zartes Gefühl dergestalt, daß er aus seinem väter-«chen Hause entfloh, und sich zu dem KupferstecherNilson begab. Dieser nahm ihn mit vieler Men-schenfreundlichkeit auf, und lehrte ihn die Anfangs-gründe seiner Kunst. Der Jüngling zeichnete sichdurch seinen Fleiß und seine Fähigkeiten so aus,daß er, nach Verlauf von .einigen Jahren, vondem Hause Obweper mit einem jährlichen Gehaltenach Paris geschickt wurde, wo er unter der LeitungWille's seine Studien fortsetzte, welche anfänglichmeist im Zeichnen bestanden. Seine erste Arbeit imKupferstiche,, war: la pstits bouäsuss, nachDlchbein, die er im Jahr 1782. verfertigte, und
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seinen Gönnern Peter und Paul Obwexer zueignete.Nachher sah man von ihm: le Point äu zonr,wieder nach Tischbein, und alsdann mehrereBlätter zu der Galerie b'Orleaus, wozu er fastallemal die Zeichnungen selbst nach den Gemäldenverfertigte. Unter diesen zeichnen sich eine Ma-donna nach Raphael und: Da Visiäs a ja lampsoder la Dante <ts derarä Oouxv, psints psr lsblsvsu. vorzüglich aus. Von diesem letzter»Gemälde hatte er sich ebenfalls eine Zeichnung inschwarzer Kreide verfertigt, die ihm ganz besondreEhre machte.. Im I. 1792. verheyrathete er sichmit einer Pariserin, mit der er zugleich eine Hand-lung übernahm, welche in der Folge ihn selbstbeschäftigte, und ihm für die Kunst wenig Zeitmehr übrig ließ. Mensel ll. u. Roft vlll.
348 - 49 - der ihn seines Aufenthalts zu a>aris wegen,wo er 1807.) noch lebte, irrig zur französischenSchule zählt.
— — (Michael). Von diesem geschickten
Kunstdilcttanten kennt man seine vortreflichenr.dlotless Asnei-slss äss 6igvsnrs, äivlses parnations st äss peintres rankes par ecolss, prs-csässs äs I'k>i8tolre äs In Zravurs st äs lapsin-turs. §r. Z.vresäs et l.sipZ. 1787. 710 p. Dannseine OtsloAuss raisomiös äu Lahmst ä'Ls-tampss äs 2. Vol. Av. 8. Leips. 794.
und desjenigen von Winkler, dessen wir uns beyunsrer gegenwärtigen Arbeit zum Oeftersten mitgroßem Nutzen bedient haben, der (aber leider vondem in i 8 o 5 . verstorbenen würdigen Mann, seit1802—6. bloß für die deutsche, italienische undniederländische Schule vollendet) nichts zu wünschenübrig laßt, und — fast möchten wir sagen, dermusterhaft unbefangenen Urtheile so vieler tausendeinzelner Blätter wegen, dem übrigens ebenfallshöchst verdienstlichen Hauptwerke seines Nanus!äss Lurisux er äss ^matsurs VIII. Dom. 8.Duris 797—804. noch vorzuziehen seyn dürfte,welchem letzter» es ebenfalls noch an der Vollendungdurch die englische Schule gebricht. Möge dieErgänzung beyder dieser Lücken nur in Hände ge-rathen, die der Geschicklichkeit und dem gewissen-haften Fleiße der seinigcn nicht allzu unähnlichseyn; was wir, in Rücksicht des letztgenanntenWerkes zumal von dem, seit H. Rost's Tode,durch den Scl. erkiesten deutschen Uebersetzer, H.Martini allerdings, und um so viel mehr zu ge-wärtigen haben, da, neben andern Hülfsmitteln,noch ein bedeutender Beytrag zur Geschichte dergenannten zurückgebliebenen Schule, noch von demVerstorbenen selber verfaßt, durch seine würdigenErben, dem Fortsetzer behändiger wurden.
* — — (Thomas), starb 1779. mit dem Titeleines Königl. Preuss. Hofmalers. Sein Vater,Sigisinund, eines Rathsherrn Sohn von Bernin der Schweiz, kam als Jngenieurlieutenant inHessen-Kasselsche Dienste, dankte aber bey demFrieden ab und begab sich nach Berlin, wo erseinen Sohn erzog, und ihn, da er viele Lust zurMalerei) bey ihm spürte, zuerst in die Akademieschickte, hernach aber (1716.) zu Lisiewsky in dieLehre that, wo er sechs Jahre blieb. Von ihmkennt man, neben Andern:, einen Plafond in demchinesischen Pallaste des Gartens zu Sanssouci,nach den Zeichnungen von Bl. N>c. Lesueur. Men-sel 1 . ll. Nach ihm hat auch I E. Gerike dasBildniß des Göttcsgelehrten Carstedt gestochen.
— — S. auch Hueber.
* Hubert, (Adrian), und Hubert:','(Ca-spar) beyde des Lep. nach Gandelliui, der in-dessen beyde Hubert heißt, scheinen uns eher EinePerson, oder dann, noch glaublicher, Vacer undSohn zu seyn. Beyde waren zugleich Kupferstecherund Kunstverleger. Aus Adrians Verlage kenntman einen Hexensabath, nach P. Breughel, ohneNamen des Stechers, mit 1676. datier, was abervielleicht bloß den Maler angeht; dann wiederMehreres »ach Rubens, VanDyck uudDieppenbecktheils von Sch. a Doiswert, theils von Ungenannten