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von A. M. Wolfgang nach ihm gestochenen Bild?Nisse heißt er auch: Landgraf-Hessen - KasselscherHofmaler. Ein Derzeichniß meines sel. Vateesführt nach ihm ein 20. Bildnisse theils fürstlicher,theils dunkeler Männer an, welche Bernigeroth,Cruger, Heiß, Leopold, Preißler, Schenk undWolfgang nach ihm gestochen haben.
Hoyer, (Johann). So heißt bey rJl'colaiein Maler und Jlluminirer, derumi 58 o. inThour-neisers Druckerey zu Berlin gearbeitet habe.
Hoyos, (Caspar de). So nennt Fiorillo(IV. 108—9.) ohne Weiteres, einen spanischenMaler des XVI. Jahrhunderts, Schüler vonCaspar Becerra.
* Hribern i ck, ein Beyname Vernarb Ber-ger's, des Stempelschneiders.
* Huallpa Rimachi Inka. Milizia(L6. ters. I. p. 141.) giebt von der Baute diesesamerikanischen Baumeisters, von welcher im Lep.die Rede ist, eine nähere Beschreibung, und bemerktneben Anderen, daß sich daran Steine befinden,welche an die 40' in die Lange haben, und über400. Meilen weit durch die abscheulichsten Wegean Ort und Stelle gebracht worden seyen.
Huart, (Philipp). So hieß ein französischerKunsthändler des XVll. Jahrh, aus dessen Verlagevon i 63 Z -42. Mehreres bekannt ist; wie z.B. Lud-wig XIII. zu Pferd vor Nancy (i 63 Z.) ohne Namendes Zeichners oder Stechers; der Herzog vonAnjouin der Wiege (1640.) von I. de Geyn, und viersatyrische Blatter auf die Einnahme von Perpignan(1642.), nach I. le Dame's Erfindung.
— — ( ). So heißt irgendwo bey Jeli-
bi'en, ohne Weiteres, ein französischer Ornament-maler, der in dem Schlosse zu Versailles gearbeitethabe.
Huault, (Joh. Peter und Amicus), Minia-tur- und Schmelzmalcr zu Genf, wurden 1686.zu Kurbrandenburgischen Hofmalern, jeder mit200. Rthlrn. Gehalt angenommen. Man findet inder Königlichen Kunstkammer zu Berlin von ihrerArbeit. Amicus reiste 1690. nach Hause. Joh.Peter erhielt 1691. eine jährliche Gehaltsvermeh-rung von noch 200. Thlrn. wofür er zwey Miniatur-bildnisse jedes Jahr zu liefern hatte. Beyde Brudernahmen 1700. ihren Abschied, und giengen in ihrVaterland zurück. Aicolai. I. Houbraken undI. G. Seiler haben nach ihnen das Bildniß desGottesgelehrten Bened. Pictets, und I. I. Thour-neiscr dasjenige von Fr. Türretin gestochen.
Hub er, (Johann), geb. zu Genf 1722. dortigerAuditeur 1766. und gestorben zu Laufanne 1786. einKunstdilettante, der aber selbst sehr gut, vorzüglichGegenstände aus der Aeneis malte, und zum öfternsagte: Er kenne eben auch keinen größern Maler,als den Virgil. Daneben besaß er die Kunst, nichtbloß Bildnisse, sondern selbst ganze Compositionenzu decoupiren, in einem ausserordentlichen Grade.Diese bewies er besonders an seinem Freund Vol-taire, welchen er in den mannigfaltigsten körper-lichen sowohl als innern Gemüthslagen mit wun-derbarer Wahrheit nach dem Leben darstellte, undauf gleiche Weife auch in Kupfer zu ätzen wußte.Dann arbeitete er an einer Geschichte der Raub-vogel, die er zugleich sehr lebhaft in Zeichnungenschilderte; und wirklich erschienen sind von ihm:Observatlons sur le vol äeg oisesux äe pro^e,svec stA. llesslnees psr 1'auteur. ^r. 4. 6enevs784. Edu Aus. Xeirirebrer Hist. litt. cte 6ene vsIII. 828. und 33 .
Huber, (Joh. Caspar) / eines Fleischers Sohn,geb. zu Glattfelden einem Dorfe des K. Zürich 1782.Derselbe lernte Anfangs das Flachmalen in Zürich,und nach einiger Zeit, da zu seinem Glücke seinLehrmeister gestorben war, bey I. H. Wüst dasLandschaftmalen. Nun gieng er nach Basel, Straß-burg und Frankfurt am Mayn, wo er in Norb-
Huber.
nagels Fabrik vier Jahre arbeitete, sich immermehr zum Künstler bildete, und als ein solcherbekannt zu werden anfieng. Alsdann kam er ge„Düsseldorf, wo sich mehrere seiner frühern Arbei-ten finden; hierauf weiter nach Amsterdam, wo erebenfalls etliche Jahre sich aufenthielt, sodannnach Düsseldorf zurückkehrte, und sich daselbst ver-hcyrathete. Die dortige Künstlerakademie nahmihn jetzt zu ihrem Mitglieds an. Seine Arbeitwurde immer mehr gesucht und gut bezahlt. SeineLieblingsideen, die er sich meist in Holland geschöpfthatte, waren damals vornehmlich Meeraussichten,Schiffe, Morgendämmerung und Felsen. Auchgieng er mehrmals nach Amsterdam, und an dieniederländischen Seeküstcn zurück, um die Naturseiner Gegenstände neuerdings zu beobachten. End-lich kam er 1789. mit seiner Familie wieder in seinVaterland zurück, und erwarb sich auch hier durchseine Kunst und Talente, eben sowohl als durch !feinen Personalcharakter die allgemeine Achtungseiner Mitbürger, von denen er, so wie nochimmer auch von dem Auslande häufige Beschäfti-gung erhielt. Seine ehemaligen Seeaussichtenwaren auf das Zarteste ausgearbeitet, und mitgeistreichen Figuren staffirt. Für Meeresstürmewar der sanfte Genius dieses Künstlers nicht ge-schaffen. Seit seiner Rückkehr nach Hause malteer, fast ausschließend, eigentliche Landschaft. Zneinem öffentlichen Blatte heißt es von ihm: ^CasparHuber ist gegenwärtig unstreitig, was schone Aus-arbeitung betrift, der erste unter den Zürcher-Land-schaftsmalern. Genialität, Feuer und eigentlicheWahrheit hingegen — wenigstens Wahrheit der !eigenthümlichen Schweizernatur — wird in hohemMaaße nie sein Eigenthum seyn. Warme Tintenfindet man ebenfalls selten bey ihm. Er wird seine !Manier behalten, aber eine schöne Manier. Ein !geschickter Sohn von ihm scheint uns ganz in dencharakteristischen Kunstwerk!) seines Vaters (aberbisher auch einzig in diesen) einzutreten."
— — (Johann Daniel), obigen Johann'sSohn, geb. zu Genf 1764. ebenfalls, als Dilettante,ein geschickter Thier - und Landschaftsmaler inflamändischem Geschmack. Von ihm kennt man ^im Publikum, neben Anderm, Oeux vuss äesdlsolers (äu Nont-ölsne), pemteg, Zravees
et enlurninees. Leu Zus.
— -- (Johann Friedrich), ein Medailleur vonBasel, geb. daselbst 1766. studirte bey Bückle inAugsburg, und gieng in 1791. nach Rom. Derselbehat sich bereits durch verschiedene wohlgeratheneGelegenheits-Schaumünzen bekannt gemacht, undum 1806. gemeinschaftlich mildem dortigen Kupfer-stecher Falkelsen eine blühende Kunsthandlung inBafel errichtet.
* — — (Johann Heinrich). Derselbe warebenfalls von Zürich gebürtig, und arbeitete theilsin seiner Geburtsstadt, theils zu Wien und zuLeipzig. Von ihm kennt man, nebst dem schon imLex. angezeigten Bildnisse Josephs I. eines desBürgermeister Heinrich Eschers, nach I. Meyer(dar. I 4 p 8 . 1703.), und ein andres des Bürger-meisters I. I. Eschers (1711.); dann mehrere diesich in LecLMarmr Notitia Oniversitatis r'ranco-iurtensis befinden. Mrr.
* — — (Johann Rudolf), der durch seinenlangen Aufenthalt in Bern, und durch die Mengeseiner dort verfertigten Arbeiten, daselbst fast mehreinheimisch als in seiner Vaterstadt Basel war.
« Derselbe" (heißt es inMeusels Arch. IV. 44 )«verband die Talente und Kunstfächer der beydenBerner Werner und Dünz in Einer Person.Seine Bildnisse geben denen des letzter», seinehistorischen und allegorischen Compositionen denenWerner's, nichts nach. Auf der dortigen Kunst-ausstellung^alles Alten und Neuen aus der Schwei-zerschen Künstlerwelt in 1804. sah man von ihm:Rebekka, vonElieser dem Jsaak vorgestellt; ein Stück(liest man I. c.) das besonders im Mittelgrunde,wo die Kameele und derselben Führer stehen, Wer-