576 Hubert.
gestochen. Dann von Caspar selber, mit tiefemGrabstichel gearbeitet: Eine Pieta, nach Hann.Carracci, mit der Unterschrift: Ire mess lacr^mre;wieder Mehreres nach Rubens von einem Unge-nannten, und, in seinem Verlage, nach van Tuldenvon P. Balliu und R. Persyn gestochen. Wasuns dann aber endlich irre macht, ist, daß ineinem Verzeichniß meines sei. Vaters, unter derRubrik Adrians oder dann (undeutlich) gar nocheines drittens.Huberts, Bildnisse mit ib 85 —98.dalirt, aus dessen Verlage erscheinen.
Hubert, (Aug. Chevalier), Maler, und inder Folge Baumeister zu Paris. Von ihm rührendie Entwürfe zw mehrern republikanischen Festenher. Eben so diejenigen zur Verschönerung derSäle, welche gegenwärtig die Galerie der Antikenausmachen, aber niemals ausgeführt wurden.Landsn Anna!. (I. 45 .) Endlich war er imBegrif, ein Werk über die Baukunst zu schreiben,deren Studium er in Rom vervollständigt hatte,als der Tod ihn am 8-Febr. 1/98. schon in seinemvierzigsten Jahre hinraffte. Baur.
* — — (Johann), der Bildnißmalcr. Nachihm kennt man, neben Anderm, die BildnisseHardouin Fortin's de la Hoquerte, und I. Law's,letztres von I. Langlois gestochen.
— — (Johann Jacob). So nennt Basan(^)ä.8ec.) einen Kupferstecher, geb. zu Paris 1760.Schüler von le Roy, von dem er aber einzigVignetten nach Marillier u. a. anführt.
— — (Martin), s. Joh. Beuselin im gegen-wärtigen Supplemente.
* — — ( ), der Kupferstecher des Lex.
hieß Fr. geb. zu Abbeville 1740.; Schüler vonBeauvarlet. Derselbe hat mehrere Bildnisse u. a.nach verschiedenen Meistern gestochen. So eineFolge von an ein Dutzend ausgezeichneter französi-scher Militairs, besonders von der Marine, nachGraincourt's Zeichnung in 4 °. Wieder mehrereandre kleine (unbedeutende) Bildnisse für die Na-vleaux pittorssgues äelaLursss, dann ia rio rr-vells Hsloiss, und blonn^ soit c;ai mal^pense,beyde nach le Febure; Honn)' soll qui mal ^ vcnt,nach Ph. Caresme; l'lLnsartt äs rstonrr äs Xour-ries. nach Grenze (1767.). Unvorsichtig schreibtRost VIII. 278. nun wieder das Blatt: Dante äs6. Ooucv unserm Hubert, was oben dem Jos.Jgn. Huber zu. So müssen sich freylich Myria-den Fehler in der Kunstgeschichte häufen und ver-ewigen. Auch dürften nicht unwahrscheinlich zweyBlatter des in 1806. und 7. erschienenen I,. und U 1 .Heftes der Oaleris äll paisis ä'Orleans (der Toddes Maxcutius nach Rubens und Erigone nachGuido), dann ?is§e tsnäu par 1'Amour, nach G.Gerard, welche zwar alle drey mit Hubert unterzeich-net sind, vielmehr dem I. Jgn. Huber zugchvren.
* Huberts, (Caspar). Neben Anderm kenntman von ihm die nämliche berühmte H. Familie,welche Edelink gestochen hat, mit der Unterschrift:L§o äili§snt 68 ms, äiliZo, ohne RaphaelsNamen. Hei necke bstachr. II. 425.
— — ( ), ein fahrender italienischer Bild-
nißmaler der sich um 1760. eine Zeitlang in derSchweiz aufhielt und so praktikos arbeitete, daßer in einem der kürzesten Lage zweh lebensgroßeBildnisse fertigte, die noch dazu sehr ähnlich waren.Aus einigen Köpfen zu schließen, würde er einenansehnlichen Platz unter den bessern Künstlern be-hauptet haben, wenn er mehr für die Ehre als fürden Beutel gemalt hätte. Er hatte übrigens nurzwey Stellungen und zweyerley Kleidungen, einefür die Männer und eine für das Frauenzimmer.Ob er sich seither mehrere angeschaft, so wie über-haupt von seinen wettern Schicksalen, ist uns nichtsbekannt.
Hubin, ( ). So nennt Marperger, ohneWeiteres, einen Schmelzmaler, der um 1700. zuParis gearbeitet habe.
Hu ck.
^ Hubrf-, (Peter). Und so Basan(b)ä..--es)einen Buchdrucker und Kupferstecher, geb. zu Mainz1620. der zu Straßburg eine lustige Folge von Mdeutschen Costume-Blätkern ans Licht gestellt habeund aber — wohl kein Andrer, als der PeterAubrp des Lex. seyn dürste.
Huck oder Hück, (I. Gerard), ein geschickterKupferstecher in geschabter Manier, deutscher oderniederländischer Herkunft; arbeitete eine Zeitlangmir andcrnKünstlern an der bekannten Düsseldorfer-Galerie, und gierig alsdann um 1780. nachEngland,um sich in seiner Kunst zu vervollkommnen. Dortarbeitete er wenigstens noch um 1784. (Seine bald Idarauf folgenden Schicksale erfahren wir zum Theil inoch unten). Späterhin hatte er Hannover z»seinem Aufenthalte gewählt, und seiti8c>o. daselbsteine Art Kunstakademie errichtet, welche in Kurzen,sehr guten Fortgang gewann. Im I. 1801. warer damit beschäftigt, seinem historischen Blatt inschwarzer Kunst: Der Ausfall der Hannoveraneraus Menin, zum Pendant, nach einem von ihn,selbst ausgeführten Gemälde, den Heldentod desGenerals von dem Busche zu geben, der mit denHannoveranern die Franzosen zweymal über dieWaal zurücktrieb und dabey fiel. So hieß es vondiesem Künstler theils in einer unsrer Handschriften,theils in Mensel Miscell. XIII. 610-w.und schon früherhin in Desselben Misc. X.
244. wo er einer der stärksten Zeichner genannt wird.Ganz anders lautete es von ihm zehn Jahre früher.
So z. B. von einem Bildnisse des Kurfürsten vonder Pfalz, aus der Mannheimer-Galerie, nachP. Battoni geschabt: »Die Aehnlichkeit ist derKünstler schuldig geblieben; auch sind die Abdrückezu hart und zu schwarz, und haben keine Haltung.
Die Ursache mag wohl seyn, weil H. Huck sichseinem Lehrmeister, dem bekannten H. Green inLondon, zu früh entzogen hat, ehe er in derSchwarzkunst genug bewandert war." S. Men-sel« Misc. VII. 87. Und Ebendaselbst wirdihm Schuld gegeben, daß er ein anderes Bild auserwähnter Kunstsammlung (Mcoea) von einemlebenden Künstler, durch einen seiner schlechtestenKupferstcchers.Gcsellen in punktirter Manier habestechen lassen. Ungefehr um die nämliche Zeit hattesei» vormaliger Meister, Green, das Privilegiumerhalten, aus der Düsseldorfer-Galerie 80. Stückein Schwarzkunst zu schaben Mehrere Zeichnun-gen wurden von unserm Huck selbst verfertigt, undihm die ganze Leitung und Retouchirung der übrigenaufgetragen (Mensel I. c. IX. 286.), worüber sichein reisender Künstler, in eben dieses Schriftstellersfsl- Museum (S. 71.) scharf genug bey Gelegen-heit eines andern, bey Anlaß der fünfzigjährigenVermählung des Kur-Pfalzbayrischen Fürstenpaars,von unserm Huck gezeichneten und geätzten Blattesherausließ, welches um 1792. zu Düsseldorf er-schien, und das, der Beschreibung zufolge, nochweit elender, als die darunter gesetzten und aufseinen Gegenstand sich beziehenden Knittelverse seynmußte, welche also lauteten:
Gestützt auf tiefgebeugte Zeit und Neid,
Schreibt die Geschickt' ins Buch der Ewigkeit.
Heut fei'rt das hohe Fürstcnpaar '
Der Liebe goldues Jubeljahr.
Noch Alle diesem möchte man, wie bey so Vielem, zfragen: Was in aller Welt ist denn die Wahrheit? lDa wir selber den Künstler nicht, und von seinen ^Werken nur- Wenige kennen, so hoffen und ver-i lmuthen wir am Liebsten: Daß er sich in neuern sTagen (wie schon oben davon die Spuren er-scheinen) merklich gebessert habe. Und Ein sehrschönes Blatt wenigstens, von ihm gezeichnet, undvon seinem eigenen Lehrer V- Green in Schwarz-kunst geschabt: Johanna Gray zur Richtstätte ge- ,führt, liegt wirklich zu unserer Lust vor unsernAugen. Andre ähnliche von ihm gezeichnete undvon Green gestochene Blatter nach Gegenständenaus der englischen Geschichte, führe ein Verzeichnißmeines scl. Vaters an; darunter ein Grabmal desLords Catham, nach der Cculprur von I. Bacon.
Eben so der Katalog von Brandes: Laberim,