Grana.
Erana, (Jacob), ein genuesischer Bildnißma-ler, lernte bey P. Laurenk Spoletti, und arbeiteteum 1627- ausser Landes. bl. L. ll. 275.
— — (Lucas). (Quadrio Lh. III. S.behauptet: Dieses sey der wahre Name eines Ma-lers von Tirano in Veltlin gebürtig; da er dann,rweydeutig genug, Alles, was man sonst dem L.Cranach zuschreibt, diesem L- Grana zueignet.
* Granacher, (Lucas). Dieß nun wirklich(s. oben Grana), ein verstorbener Name vonLucas Cranacher (Müller). Mrc.
*Granacci, (Franz). Derselbe hatte seineKunst hauptsächlich der innigen Freundschaft mitMichael Angelo zu verdanken , dessen Mitschüler erbey Domin. Ghirlandajo war. Durch seinen theo-retischen Unterricht sowohl als besonders durch dasStudium seiner Cartons erweiterte er seine Manier,und näherte sich demjenigen Styl, den man dazu-mal den neuern nannte. Indeß konnte er sich vonder altern Einfalt nie ganz entkernen; doch findetman bisweilen bey ihm eine fleissigere Zeichnungund ein stärkeres Colorit. So z. B. in seinen HH.Zanobius und Franzisc mit der H Jungfrau, inder Sr. Jacobskirche zwischen den Graben zu Flo,renz; und noch besser in einer Himmelfahrt Maria(in der jetzt erloschenen Kirche St. Pietro maggioredaselbst), wo man neben andern, die Figur einesSt. Thomas sieht, welcher ganz Michelangelischist. Viel Andres Bedeutendes kennt man nicht vonihm, da er nämlich von Haus aus einige Glücks-güker besaß, und, bey seinem güldenen Mittel-stände vergnügt, mehr für edeln Zeitvertreib alsfür's Bedürfniß arbeitete. HuuLr l. 130—3,. Florrille dann (!.z,8) sieht diesen Künstler vornämlichvon der Seite an, daß derselbe die Erfindung derMaskeraden und andrer Volksfeste vervollkommnethabe, welche damals zu Florenz mit großemPomp, und eben so großem Beyfall begangenwurden. S. Nutti i Larri, IVIaschc-
rati etc. anllsts per Virense öal tempo llel Na^-ulüco Horsn^o cle iVIeäici, Ilno all' anno i;;y.etc. Losmopoll 1750.
Grand, (AugustClaudius Simon le), Sohndes im Lex. enthaltenen Ludwigs, geb. 1765.Kupferstecher, arbeitete, neben Andern,, nach Fra-gonard, in Bonnets gefärbter Manier. Las« L6.sec.
— — (A. le). Von einem Kupferstecher die-ses Namens werden (,306!) in einem Verlagska-talog vonJouberr und Bance eine Menge, theilsschwarz, theils colorirt abgedruckter Blätter, (histo-rische und Gattungsstücke) nach Drawuby, la Gre-ine, le Roy, Rousseau, Schall, u. a. nach seinereignen Erfindung angeführt, welche, den Preisennach, nicht zu den Meisterstücken gehören können.Viere derselben (aus der Geschichte der H. Geno-veva von Brabant) nach Schall, dürften vielleichtden Vorzug verdienen.
—, — (Hyacinth le', ebenfalls Kupferstecher,geb. in Lothringen 1755. arbeitete gleichmäßig nachFragonard und Andern. So z. B. Jupiter undJo; la Oimblette, u. s. W. öasarr Lcl. sec.Derselbe (sagt eben dieser) hat einen Bruder, dergeschmackvoll mit der Aetznadel arbeitet, von wel-chem man einige Blätter aus dem Kabinet leBrün kennt, und der ohne Zweifel einer der Fol-genden ist.
— — (Jenny le). Von einer Künstlerin diesesNamens sah man auf der Pariser-Ausstellung vomXIII. ein kleines angenehmes Stillleben (Lan-den VI. 135. nennt es ein Winterstück), mit der(feinen) Bemerkung: „Es ist ein großer Lobspruchfür die Kunst, daß eine gute Nachbildung auch dergemeinsten Dinge noch einiges Interesse habenrann." Xouvelles äes T^rts. IV. 6Z.
* — (Johann le), der Baumeister des Lez
Andre hiessen ihn Jacob. Mc.
Grastd. 47z
* Grand, (Joh.le . Ein andrer neuerer Bau-meister dieses Namens blühete um 1770 Mrc. Obdieses noch derselbe sey, der (wie so viele Andre)erst nach der Revolution von Neuem auftrat, undim glmanacl, äss gcaux - ^rts von ,303. alsBaumeister der öffentlichen Monumente und einerder drey Aufseher über die Bauten der Stadtge-meinde Paris erscheint; von dem dort, als seineArbeit, die Kuppel der Fruchthalle, die Luchhalle,das Hotel Marboeuf, das Theater Faydeau, undder Markt des Jnnocents genannt werden — derferner um diese Zeit den Text zu Durands ksral,lele <lss ülrliiicss anciens et moclernes bearbeitete-und damals im Begriff stand, eine allgemeine Ge-schichte der Baukunst zu geben, auch seither denkurzen Text zu Boutrois 6alerie antigue, „uLollection <les Lheks - cl'ocuvre cl'Architecture.<le 8culpturs et <le heinture antigues hol. Huris,besorgte, wovon in ,306. die ersten Hefte erschie-nen waren — von dem es endlich , in einem, demMonireur eben dieses Jahrs (X°. 28z.) bevge-rückten Rapporte des H. Lebreron über den Zu-stand der bildenden Künste in Frankreich vom Z.XIV. hieß: Daß er, als Beystand (vielmehr Nach-folger) seines Schwiegervaters Llerisseau (denwir schon lange unter den Todten zählen ) so ebendie Fortsetzung jenes (schon ,764 erschienenen^ be-rühmten Werkes dieses letztem: 8ur les Hutigui-tes cis hrance, ans Licht gestellt habe — All' die-ses ist uns unbekannt; und könnten, neben An-dern,, letztgedachte neuere Nokizzen, auch demBaumeister German Peter le Grand des Lex. zu-geeignet werden , welcher letztre aber freylich schonum 1760. geblühet harte?
— — (Johann Baptist le). So wird irgend-wo, ohne Weiteres, ein französischer Kupferstechergenannt.
* — — (Ludwig le). Von ihm führt Gan-dellinl zwey Stiche zu Rousseau's Emil < 1762.)und ein Verzeichniß meines sei. Vaters an die 30.Blätter an, von denen aber einige auch obigenJoh. Bapk. oder andern noch unten folgendenfranzös. Kupferstechern dieses Namens zugehörenkönnen.
— — (Niklaus le). So nennt Fiorillo (Rl.Schr II. 67) einen Baumeister, der um 1732.Mitglied der Akademie zu St. Petersburg war,und vom dortigen Hofe beschäftigt wurde. Fastaber vermuthen wir, daß solcher kein andrer, alsobiger Johann le Grand der jüngere sey.
— — (P. F. le), wieder ein andrer französi-scher Kupferstecher, der um ,730 in colorirter undrothpunktirter Zeichnungs-Manier gearbeitet habensoll. Von ihm führt 7 V. s. v. Ds-'cie ou Darbet:la Heine presentant le Dauphin, nouvellementne a la hrsnce , piecs en Nellaillon , dann l'gpo-tbeoss 6s Voltaire und les gustre 8sisons, allenach erwähntem Dardel; ferner ein Verzeichniß mei-nes sel. Vaters la IVIers proprete nach Girardon,I'OmoUr Uamoneur und l'gmour rl'Lte nach löRoy, und das Bildniß Jac. Duv. d'Eprcmenilnach Bernard an.
— — ( le). Abermals, einigen unfrei:Notizzen zufolge, ein französischer Kupferstecher,der die Kunst zu London gelernt haben soll undsolche nachwärts zu Paris übte. Ohne Zweifelderselbe, der, gemeinschaftlich mit Barkolozzi,zwey Blätter nach Cipriani: la Helikon, und lesDecons cle 8a§ss8s gestochen hat. Wir würdenihn gerne für den oben erwähnten Ludwig halten— obgleich Basan (Lll. sec.) ihn ausdrücklich vondiesem unterscheidet.
— — ( le). Welcher von ihnen, öder wel-cher Andere ist dann aber wieder derjenige, der,nach Barbier und Perignon, für die ssableaux
la 8uisse <.X°. 150. und 204.) Esscaäes <lu lessinund ?ont cle la Hirse gestochen hat. Und wiederwelcher, der in einem Derlagskatalog von Jou-
Ppp