Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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§i6 Handmann.

ein großes Blatt; Papst Gregor vor seinem Betpulteknieend, und der Erzengel Michael mit St. Cache-rina, die vor der Madonna und dem Kinde kniect;beyde ohne Namen des Malers, letztres auch ohneden des Zeichners. Rost VII. 374—76. und M55.

* Handmann, (Emannel, auch Jakob

Emanuel). Seine Pastelbilder wußte er zu fixiren.Er starb 1781. Nach ihm kennt man auch die Bild-nisse Christian Georg Schützen, von F. Berr, undLeonh. Eulers, im Mechelschen Verlage gestochen;und dann von ihm selbst sehr malerisch geätzt, denfast lebensgroßen Kopf eines jüdischen Hohen-priesters. und

— (Joh. Jakob), Münz-Stempelschneiderund geschickter Perschierstecher zu Basel, wo er 1748.des großen Raths wurde. Haller.

Hane, (Gerard), ein Perspektivmaler, lebteum 1688. Man findet seinen Namen in BraunsSradrebuch, 1. V. 45. welches die StadtRatzeburg in Sachsen vorstellt.

Hanf, (Johann Adam), geb. zu Frauenwalde1716. Er war Königl. Preussischer Hofsteinschneiderund schnitt Petschafte, Kopfe, Figuren, Insekten,Früchte und andere saubere Arbeit in Edelsteine undin Stahl. Er starb 1776. M'colai.

— — oder Hanff, (Michel), ein Kunst-gärtner; legte um i65c>. den Kurfürst!. Lustgartenin Berlin an. Er lebte noch um 1680. Mcolai.

* Hangelet, (A,) S> Hanzeler.

Hangoder, ( ), von einem Thiermaler

dieses Namens werden Arbeiten in der Kaiser!.Galerie zu Wien aufbewahrt, nach welchen Prennerzwey Blätter todtes Gcstügel geätzt hat. Alleinder LVmklersche Katalog eignet diese Gemälde,wohl nicht ohne Grund, dem bekannten MelchiorHondkoeter zu.

Hangre, ( le). In MeuselsMus. 248. liest man folgenden Nekrolog: „ImJun. 1793. starb zu Melun in Frankreich Herrle Hangre, der berühmte" (die Wahrheit zu ge-stehen uns ganz unbekannte) „Maler, von demwir Hektors Abschied von der Andromache, dasberühmte Familienstück: Aeneas, Anchises undCreusa, und andre vortrefliche Arbeiten haben."

Hanhardt, (Samuel), ein Stahlschneidervon Steckborn im K- Thurgau. Seine Lebenszeitist uns unbekannt; arbeitete für die Stadt Baselu. s. w. Haller.

Hanis, Maler zu London, gab 1769. eineProbe von radiert und ausgemalten Schmetter-lingen aus Licht. Mrc.

Haunan, (Wilhelm), ein Landschaftsmalerzu London um 1760. W. Woollet hat nach ihmdie Aussicht des Landhauses und eines Theils desParcs.des Cheval. Dashwood zu Westwycomb,und die Kaskade dieses Parcs gestochen. M-bc--x. 720.

Hannas, (Marc Anton), ein Formschnciderzu Augsburg, von welchem man sehr fein gear-beitete Holzschnitte kennt. Jakob Custos hatteeinige derselben im Verlage. Christ führt x. 3io.sein Zeichen an.

* Hannemann, (Adrian). Seine Bilder(sagt de Fonrenat) sind vs^ues (was soll das?)und harmoniös, und eine besondre Zartheit be-merkte man in seinen Fleischtinten. G- Faithorneund I. Smith haben nach ihm das Bildniß derPrinzessin Maria von Oranien, und Matham das-jenige des Admirals Jak. von Waffenaer gestochen.

* Hannibal, (Ehrenreich). Derselbe warMartin Hannibals eines Malers Sohn. Ehren-reich arbeitete auch für den Kurfürsten von Köln,den König in Preussen, den Landgrafen vonHessen-

Harding.

Darmstadt, die Herzoge von Braunschweig, d-«Stadt Hamburg u. s. w. Tkkc.

Han 0 t, (I.) So wird irgendwo, ohne Wei-teres, ein Früchtemaler genannt.

Hans. So soll, nach H. von Murr« Be-richt, der erste Formschneider heißen, der sich chden Nürnbergischen Bürgerbüchern entdecken lasseHein ecke Lst. rllachr. i44-

Hansen, ( ), Professor der Baukunst zu

Kopenhagen. Von ihm war die schöne Baute desneuen dortigen Rathhauses im 1.1806. geleitet.

— — oder Hanßen, ( ). Sohießeiu

alter sogenannter Brief- (d. i. Karten-) Maler vonBambcrg. Von ihm kennt man: Ein Fiester-büchlein auf allerhand Eich (?) 4-Babenberck(Bamberg) 1487. Heinecke Lstachr. II. gz.

* Hanzeler, (A.) Bafan (L6. 8sc.), derAlles sagt, was ihm beliebt, nennt ihn August,»,geb. zu Toul 1609. und bemerkt (dessen hingegenin der ersten Auflage durchaus nicht gedacht ist),daß er nichts als Obscoenitäten geliefert habe,wozu doch das Titelblatt zu einem Missal nachRubens nicht gehören wird?

Haor, (C-), ein holländischer Kupferstecher,von dem wir nichts Anders als ein Bildniß desRechtsgelchrten Johann Witt's kennen.

* Happe, (Andreas Friedrich), geboren zuAschersleben 1733. Von ihm kennt man: OvIIectioklantarum tarn nnstro coslo 8ponts ngscentiumguam exoticsrurn, aä ngtuism cielinearos vi-visgus coloribus llepiotos (1232.) kol. Lerol.176Z. Dann hatte er die ersten Bände der Kupferin Marrini's großem Konchylicnwerke ausgemalt.Auch findet man in verschiedenen Bibliotheken undKabinetten zu Berlin, besonders in dem Daumüsehen, viele Abbildungen von Pflanzen und andernnatürlichen Objekten von ihm. Mensel I. II.wo er (1789.) noch unter die Lebenden gezählt wird.

— — ( So wird im Almanach <lezlZeaux-^rts von i8o3. ein damals in Paris leben-der Baumeister, und zwar als Architekt der Polizey-Präfektur (1a oourllatave?) genannt.

Happier, ( ), ein alter Kupferstecher von

Nancy, von dem wir indessen nichts Anderes, alsein mit 1610. datirtes Bildniß des dortigen Gou-verneurs Elis. von Haraucourt kennen.

Harbrech, (Jsaac). Wen mag wohl dieserverstümmelte Name eines Künstlers bedeuten,welcher, nach Gandellint, Blätter, die. freyenund mechanischen Künste betreffend, gestochen habe?

Harcourt, (G. S ), Vicomte von Aewen-ham, ein englischer Kunstliebhaber, ätzte um 1760.einige Landschaften. LaE Lll. seo.

Harder, (C-) So wird irgendwo, ohneWetters, ein Kupferstecher genannt, von dem sichBildnisse finden; welcher aber leicht der gleich nach-folgende seyn dürfte.

* — — (Philipp Gottfried). Ein Paar Bild-nisse von dunkelen Männern seiner Familie, daseine nach seiner eigenen Zeichnung, das andre nachG- Spitzel, und ein Paar andre (ebenfalls Harders)nach ihm von M. Engelbrecht und einem C. (ohneWeiteres) gestochen, führt ein Verzeichniß meinessel. Vaters an.

Harding, (I.) So nennt Basan (Lä. sec.)einen englischen Kupferstecher, von dem man Blätterin runder Form und punktirtcr Manier nach Ang.Kaufmann und Andern kenne. Unbekannt ist esuns, ob es derselbe sey', der mit einem lebendigenkräftigen Stich, nach den schönen Zeichnungen derLady Baudere vier Szenen aus Bürgers Lenorezu N). R Spencer's Uebersetzung dieser Romanze,welche im I. 1796. in einer Prachtausgabe in Fol.zu London erschienen war, gestochen hat? Meu-