Azo Helmbrecker.
galante Gattungsstücke, nach Baudoin, Bertaux,Lavreince, I. M. Moreau und le Prince. Weitereinige Landschaften und Prospekte (in welcher Gat-tung er aber nicht mit H. Hestmamr zu ver-wechseln ist). So z. D. gehören dem unsrigenlös Llranmisrös en 8axs , nach I. G. Wagner;der Sybillen-Tempel und die große Caskade vonTivoli, nach H. Robert; I'Immörsion ä'unscaissö conigns clsns la Halls llö Llierboug, miteinem Pendant ähnlichen Gegenstands, nach Chatryde la Fosse. Hauptsächlich aber war er auch einervon denjenigen Künstlern, der nach den Original-zeichnungen, welche der Missionar Amior aus Chinanach Paris sandte, an den Kupfern zu dem Hb-dre§ö kistorlgus cles prrnclyaux rralts llslaviollö Lonkucills etö. saits msmorablös clss Lm-psreurs llö la Eh'ms, et bÄtaillös 6s cs pa^s etc.arbeitete. Vasan Lll. sso. zufolge hätte er jedochnur kleinere Kopien nach den bekannten größer»Blattern geliefert. Dieser Künstler lebte, dem^lmsnaalr cles Ksaux-Arts von i8c>3. zufolge,damals wenigstens, nicht zu Paris. Es ist unsdaher unbekannt, ob es derselbe oder ein andrerdieses Namens sey, der um dieselbe Zeit für dasIVIusöö frari^ais den scnieur clö Lornölnuse vonTeniers nach Galliers Zeichnung gestochen hat.
* Helmbrecker oder Hembrecker,(Theodor), der Sohn eines Organisten, der ihnzu dem nämlichen Beruf bestimmte; aber seineNeigung zog ihn zur Malerey. Seinen erstenMeister, Greber, verlor er frühe; alsdann bliebenNatur »nd Studium großer Muster feine einzigenLehrer. Nach seines Vacers Tode gieng er nachItalien kam nach dem Hinscheid seiner Mutter,(nach einem, wegen Krankheit zweyjährigen Auf-enthalt in Lyon) auf kurze Zeit wieder nach Haus,wo man ihn vergebens zu behalten bemühet war,und kehrte alsdann wieder nach Rom zurück. Ergefiel (sagt Lanzr I. 620.) durch seine Mischungdes flamändischen Styls mit dem italienischen.Arbeiten von ihm sieht man zu Venedig, Florenz,Rom und Neapel; zu Rom H. Geschichte, z. B.alla Pace. Alles übrige besagt das Lexikon SeinenTod setzen Einige schon in 168Z. Ausser Italiensind seine Arbeiten selten.
* Helmhack, (Abraham). Derselbe war,(nicht wie das Lex, sagt, von Nürnberg, sondern)von Regensburg gebürtig.
* Helmonr, (Segres Jakob van), gest. zuAntwerpen; und zwar nach Basan (8upp>.) schon1x26. 43 . Jahr alt. Neben Andern hat B. Picartnach ihm (1718.) das Bildniß des Bevollmächtigtenbey der Utrechter- Friedensunterhandlung, van derDussen's, gestochen.
Helmsdorf, X ), malte in Watteau'sManier französische Gesellschaften, die meisterhaftund schön ausgeführt sind. Aothnagel XX ^9.und 46.
Helmshausen, (Joh. Günther), ein Bild-nißmaler. I. I. Hayd hat nach ihm, neben An-dern!, das Bildniß des Gottesgelehrten F. A. Hall-bauers in Schwarzkunst gearbeitet.
Hels, (V.) So wird irgendwo ohne Weiteres,ein Landschaftsmaler in Wasserfarben genannt.
* Helft, (Bartholome van der). Man kenntseinen Meister nicht; auch gieng er niemals insAusland. Er führte lange ein ausschweifendesLeben, verheyrathete sich dann sehr spät an einejunge Frau, und hatte einen Sohn, welcher selbstein guter Bildnißmaler war. Sein Todesjahr istunbekannt. Er hatte seinen Wohnsitz in Amsterdamaufgeschlagen. Auf dem dortigen Rathhause siehtman von ihm zwey große, aus vielen Bildnissenbestehende Gemälde, welche selbst Vandycks undRembrandts Arbeiten die Stirne bieten. Einesderselben, welches für sein Meisterstück gehaltenwird, stellt die holländischen Abgeordneten vor,die den Waffenstillstand von 1609. beschwören, undist ohne Zweifel dasselbe, welches deFonrenai ein
H emmer.
öffentliches Gastmal mit Bürgercompagnicn unterden Waffen umgeben, und Falconer bey Mareier)den Bürgermeister Cornel Jan oe Wiksen an derSpitze seiner Compagnie nennt, und von unsern,Künstler schon 16Z9. gemalt wurde. Indessen giebtdieser (strenge) Kunstrichter dem zweyten, in Mzausgefertigten, noch weit den Vorzug. „Dieses'Gsmald" (sagt er^ „welches eine Versammlunader vornehmsten Bürger und Schützen von.Amster-dam darstellt, die an einer Tafel speisen, trinkenund sich unterhalten, enthält vielleicht alles, n,nsder, Kunst in Rücksicht auf vollkommene Nach-ahmung der Natur hervorzubringen möglich mund zwar mit einer so überlegten Kenntniß vorge-tragen, daß man daran keine Spur von jenen,Zauber findet, durch welchen oft mehr als GnWerk sein Glück macht, das tief unter diesem steh,.Er ist indeß da. dieser Zauber — aber er ist derWahrheit untergeordnet, welcher in den kleinstenDetails sowohl als in der allgemeinen Anordnungdarüber gebietet. Der Zuschauer nimmt selbst Theilan dieser Versammlung; man wendet sich gleichkaman die verschiedenen Personen mit mehr oderweniger Zutrauen, so daß man zu dem Einen nichtdas sagen würde, womit man sich zu dem Andernkehrt. Auch glaube man nicht, daß, um zu diesemäussersten Grad von Wahrheit zu gelangen, derKünstler einen kalten und ängstlichen Pinsel ge-braucht habe; er malte in einer großen Manier.Seine Draperien sind weit, seine Figuren gutgezeichnet. Goldene und silberne Gefäße, undüberhaupt alles Nebenwerk, ahmte er bis zuräussersten Täuschung nach."
Helf, (G.) S. A Heldr.
* Helr-Srockade, (Niclaus von). DieserKünstler hielt sich einige Zeit in Frankreich mit den,Titel eines Malers des Königes auf. mhr undOrt seines Todes sind unbekannt, üie Xo-rte«-,!.
Heme, (Ludwig), ein Maler von Courtray;lernte bey Peter Ulerick. Er wird für einen derbeßten Architektur- und Perspektiomaler seinesVaterlandes gehalten.
* Hemecker, (E ) S. Egbert vanHems-kerk
Hemery oder Emerp, (Anton Franz),Kupferstecher, geb. zu Paris 1701. Derselbe hatmit vielem Beyfall um 1770. u. ff Jahren, mannig-faltige Gegenstände nach verschiedenen Meisterngestochen. So kennt man z. B. von ihm die Bild-nisse von Douw und Netscher, nach ihnen selbst;dann allerley Gattungsstücke, nach Careme, Des-hays, Lagrenee, Lepicie', Netscher und Lenze';ferner: I'IuariAuration llöla 8catnö llöfouisXV.nach de Machy; hauptsächlich aber (1782.) dieSchöpfung der Eva, nach C. Procacciui, einesder schönern französischen Blätter seiner Zeit. RostVIII. 33 o— 3 i. und
— — (Margaretha), Ant. Franzen altereSchwester, geb, zu Paris 17/ch. ebenfalls Kupfer-stechern!. Sie heyrathete den Kupferstecher ponce,und arbeitete nach Marillier, u. a. Rost VIII. 3 Zi.
— — (Therese Eleonora), Anton Franzenjüngere Schwester, geb. zu Paris 1763. gleichfallsKupferstecherin Sie heyrathete den KupferstecherLingee, und arbeitete vorzüglich gut in der Krei-denmanier nach mehrern französ. Meistern. So z.B. die Bildnisse des Polizeylieuten. Lenoirs, nachPujos, und des Dichters Colardeau, nach Tron-quesse; dann den Sabiner-Raub und la kamillelies bonues Aö.ns, nach Cochin. Mehreres ausdem Kabinet Poullain; nach Nctschern, u. s f.Rost VIII. 33 i.
Hemmer, (Joh. Sebast. Bernard). Unterdiesem Namen (aus Coburg von 1801 dakirt) findensich einige Notizzen, die Stiche des Lucas vonLenden betreffend, in Mcusels Lss. Miscell-XIII. 614—16. Ob derselbe Künstler sey, ist unsunbekannt.