Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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620' Kersseboom.

von Rußland zugeeignet, und allgemein gelobtwurden, da die Gemälde nach Originalzeichnungengenommen sind, und somit auch einen historischenWerth hatten. Auch wurden solche um 9 Guineenverkauft. Engt. Misc. XX. I. 5 o.

* Rersseboom, (I.) Nach ihm habenBildnisse geschabt: G. Faithorn Mariana Her-bert; P. Schenk Robert Boile; I. Smidt eben-denselben und Lady Carterer.

Rersten, (Johann Daniel), eines MalersSohn, geb. zu Hamburg 1768. studirte die Kunstauf der Akademie zu Kopenhagen, und hieltsich um 1794. wieder in Hamburg auf, wo erBildnisse u. a. auf Pergament mit Silber-stift zeichnete, und daneben sehr gute Dekora-tionen , besonders aber Gruppen spielender Kin-der, wie halb erhobene Arbeit, im GeschmackeJan's de Wit malte. Hamb. L. N- S- 24— s 5 .

* Rerver, (Jacob). Von diesem Formschnei-der kennt man besonders: Den Traum des Po-lyphilus, nach Raphaels - Zeichnung (i 56 i.) in128. Blättern, (äanäellini.

* Ressel, (Ferdinand van), geb. zu Ant-werpen 1660. Der König Joh. Sobiesky vonPolen liebte seine Arbeiten so sehr, daß er eineigenes Kabinet dafür bauen ließ, welches mitdenselben in Rauch aufging; worauf der Mo-narch den Künstler vermochte, den Verlust völ-lig wieder mit den nämlichen Gegenständen zuersetzen. Unter diesen zum zweyten Mal von ihmausgeführten Bildern befanden sich, (fast un-glaublich zu hören! ) neben Andern,, die vierWclttheile mit einer so ungeheuern Anzahl Figu-ren von charakteristischen Menschen und Thie-ren, daß man solche für die reichsten solcherGattung hält. Der König beehrte ihn dafürmit einem eigenhändig von ihm beschriebenenAdelsbrief, und lud ihn an seinen Hof ein. Al-lein van Lessel, der die Unabhängigkeit liebte,schützte seine kränklichen Umstände vor. Bey demgroßen Fleiß, womit er Alles vollendete, er-staunt man über die noch übrig gebliebenen Werkedesselben, cie ^o-rteE. Merkwürdig ist's, daßsich nichts nach ihm Gestochenes findet.

* — — (Hieronymus van). Um ,6o6.kam er von Frankfurth am Main nach Augs-burg, wo er viele Bildnisse malte. Nach ihm hatauch E- Sadeler der jüngere dasjenige des Arz-tes Hypolithus Guarinoni gestochen.

* — — (Johann van), der ältere. SeinTodesjahr ist unbekannt.

* — — — — , der jüngere, dessen imLep. unter dem Art. seines Vaters gleichenNamens Erwähnung geschieht. Er war dessel-ben Schüler, und ging mit ihm nach Madrid,wo er sich durch seine Bildnisse einen bedeuten-den Ruf erwarb. Neben andern hatte er dasje-nige der Königin Maria Louise d' Orleans so ähn-lich und schön gemacht, daß ihn der Monarchdafür mit dem Titel seines Malers beehrte. Hin-gegen wollte ihm das von Philipp V. nicht glü-cken, was ihn bald um seinen ganzen Namen ge-bracht hätte. Was er dann in der Gattung sei-nes Vaters gemalt, war zu mühsam ausgepin-selt und geleckt. Fiorillo IV. 349 — 20.

* — — (Theodor van), Kupferstecher undKupferetzer geb. in Holland um 1620. und blü-hend in den Niederlanden um 1620. Man hieltihn für einen Verwandten der Maler dieses Na-mens. Seine Blätter sind zahlreich < und beste-hen meist in geetzter Arbeit von fester und freyerBehandlung. Nur in dem Nackten wäre mehrBestimmtheit zu wünschen. In der Gallertevon Brüssel findet sich von ihm, nach den größ-ten italienischen Meistern, Vieles, (doch in dem

Kettel.

Geiste des ganzen Werkes, meistens Mittelmaßgest. Einzelne Blätter nach Allegri, BarbarellaBassano, Bourdon, Caiiari, van Dyk, DFeti, Guido, Palma dem jüngern, Rubens, A !Schiavone, P. Snayers, Titian und M' ibort's führt Rost VI. „4 - u. a. an, L !solche im Detail zu würdigen. Unter denselben ^befindet sich: Die Jagd des Kaledonischen Eberseine von den 12. berühmten Jagden nach ;bens. Ein Verzeichniß meines sel. Vaters dann !nennt, neben Andern,, 6 . Bl. Thiere nachvan der Hecke; R'ost noch (I. c.) einen kleinen !Folioband von Vasen und Verzierungen, nach !A. von Vinne, welche Heftweise zu Utrecht er-schienen waren, und bloß mit 7z. u. V. und 7 ^

V. X. X. als Monogrammen des Erfinders »nd !Stechers bezeichnet sind; der Katalog von Winkler endlich einen Mann in orientalischer Kleidungzu Pferde, mit einer Rolle in der Hand, wo-rauf bloß: Ibsoll. van Xelsel kec. geschriebensieht.

Reßler, (Aloys), ein junger deutscherKupferstecher aus dem Breisgau gebürtig, wahr-scheinlich ein Schüler Müllers von Stutkgan,gab schon ,797. für den Frauenholz. Verlag:

Die Landung Karls II. zu Dower nach Westpie des Sharpchcn Blatts); dann späterhin, 8 oZ. ein sehr wackeres Blatt: Die nach Mül-lern gestochene Schlacht bey Bnnckershill, MTrumbull. Seither kennt man noch von ihm, nebenAndern,, zwey antike Skatüen: Lcukochoe undMenander, beyde nach Granger's Zeichnung, fürdes Museum Napoleon, und eben so Mehreresfür Beckers Augusteum gearbeitet.

Restenstenius, (Cornelius). So nenntGandellml, ohne Weiteres, einen Kupferste-cher , von dem man Reuterstücke kenne.

* Rerrek oder Retel, (Cornelius). Son-derbar! Descamps spricht von der Jugendge-schichte dieses Künstlers ganz anders, als in,

Lex. nach eben diesem Schriftsteller angeführtist. Dort heißt es: »Die ersten Anfangsgründelernte er bey seinem Oheim, einem ziemlich gu-ten Maler, der ihn aber noch besser in denschönen Wissenschaften als in der Kunst unter-wies. In seinem Achtzehnten dann kam er zuBlocklandt (A. Montford) nach Delft, und balddarauf nach Paris, wo er mehrere seiner Lands-leute kennen lernte, mit ihnen zu Fontainebleauarbeitete, und sie durch seine Talente in Erstau-nen setzte — als der König allen spanischenUnterthanen befahl, das Reich zu meiden. Hier-auf kehrte er in sein Vaterland zurück, wo eraber wegen der damaligen kriegerschen Unruhenwenig Beschäftigung fand, und nach-ungefährsechs Jahren nach London ging. Dort malte erGeschichte und Bildnisse in Lebensgröße für denHof, welche sehr wohl gefielen, und eben so gutbezahlt wurden. Umiö 8 i. kam er wieder nachHolland, und verfertigte, neben Andern,, zuAm-sterdam zwey große Gemälde für die dortigenSchützengesellschaften, die wegen des Reichthumsder Anordnung, der großen Aehnlichkeit so vielerBildnisse in Lebensgröße (darunter auch in einem ;derselbe» sein eigenes) und der treffenden Nachah- >mung der Stoffe, sehr merkwürdig sind. Eben somalte er die Bildnisse mehrerer Künstler und Liebha-ber seiner Zeit, sich selbst als Christus, die übrigen ials Apostel. Es war ein Jahr vor seinem Lob,als er anfieng, mit den Fingern, und zwarrecht gut und reinlich zu malen, und mit denFüßen — Farben zu reiben. Dieser Künstler übte, !

neben der Malerei, auch die Modellirkunst m !

Erde und Wachs. An seiner Zeichnung allemmochte Manches auszusetzen seyn. Endlich dannwar er einer der geschätzten Dichter seines Lan-des, und zierte daher seine Arbeiten öfters nurEmblemen und Jnnschriften. H. Bary hat nachihm sein Bildniß, C. Boel eine säugendedonna und I. Saendram ein großes allegorische»