Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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6rr Kichler.

armseligen Kupferstecher", und bemerkt, daß Christsein Monogramm mit Mao. Rarrarus seinemverwechselt habe. Ein Verzeichniß meines sel.Vaters führt von ihm an die Zo. Bildnisse mei-stens dunkeler Männer, nach Gemälden oderZeichnungen von I. Arnold, Hauer, A. vonHütten, und besonders von G. Strauch, dannaber auch mehrere ohne weitern Namen als denseinigen, und endlich ein Thierbuch an, welcheser gemeinschaftlich mit M. Beutlcr gestochen hat.

Rrchler, ( ). So heißt in Meusels

Arch. III. 4 *. (wir möchten's nicht als richtigverbürgen) einen der Kupferstecher, der für dieWalsersche Unternehmung der Ansichten von Mos-kau , nach den Gemälden des H. Girards de laDarthe arbeitete.

Rkemlnger und Rreninger, s. L>'n-ninger.

Rie», (Johann), ein Feldschlachtmaler, geb.um 1770. Zwey von seinen Gemählden sind inder K. K. Bildergalerie zu Wien aufbehalten.

RIerlngs, (Alexander). Nach ihm hatC. Weisbrod eine Landschaft mit Ruinen geetzt.Hinwieder kennt man von ihm selbst ein Blatt,(die zerstörte Brücke), welches mit ^i.

«lsl. er sc. bezeichnet ist.

* Ries, (Simon Johann). Derselbe wirdirgendwo auch für einen Schüler von MartinHemskerken gehalten.

Rieselt» q oder Riezeling, ( ), ein

geschickter Glasschneider. Von ihm kennt manBacchanalien, Vogel, u. a. auf Gefäßen, u. s. w.Mrc.

Rieser, (Eberhard), ein Kupferstecher zuFrankfurt am Main um 1612—00. Von ihm kenntman die Bildnisse des Baumeister B. Bramer'snach Aerich, des Rechtsgelehrten Cäs. Baroniusund des Kardin. S. O. RaMlius O61H.),letztre zwey ohne Namen des Malers; Anderesnach G. Keller, u. s. f. Christ (S- 174) führt seinMonogramm an. Er arbeitete in G. Kellers Manier.H. S- Hüsgen, N. A. S. 147— 48 . und

-(Jacob), ein Ebeniste; arbeitete um 1776.

an dem churfürstlichen Hofe zu Mannheim. Men-sel I. Um 1789. scheint er noch gelebt zu haben.

Rill an, (Bartholome), Zeichner, Kupfer-stecher und Kupferätzer, des unten folgendenWolfgang R. dritter Sohn, unter seinen Bru-dern der einzige, welcher Auszeichnung verdient.Gandrarr gab ibm das (aus einem solche»Munde nicht trügliche) Zeugniß, daß er zumKünstler geboren sey. Schon in seinem Achtzehntensah man von ihm ein meisterhaftes Black: EineMagdalena, nach Gondelach. Unter Merianarbeitete er dritthalb, und alsdann vierthalbJahre unter verschiedenen Künstlern zu Paris,wo er auf eigene Rechnung (1664.) ein großesKruzifix nach Tesselin, und eine Himmelfahrtnach Champagne gab. Marierre schätzte denJüngling ausnehmend hoch, Verschon frühe(ganz anders als so vitzle seiner spathern Kunst-genossen) sich für überzeugt hielt, daß ein Kupfer-stecher entweder selbst ein guter Zeichner seyn,oder sich von einem guten Maler müsse leitenlassen. Bey seiner Rückkehr nach Augsburg ver-heyrathete er sich, und trieb nun seine Kunst-mit dem glücklichsten Erfolg, und mit jenem un-ermüdeten Fleiß, der zum Charackteristischen derdeutschen Vorwelt gehörte, und Mutter so vielerandern Tugenden war. Seinen Grabstichel führteer überaus geschwind und einsichtsvoll mit zweySchrafirungen. Und eben so hatte er es im Ra-diren zu einem hohen Grad der VollkommenheitLebracht, und in der diesfälligen Fertigkeit soweit, daß er mit der Nadel sofort auf dieKupferplatte wie auf das Papier zeichnete. Von

K i l i a n.

historischen Blatttern, nennt man, neben den ob-genannten, besonders von ihm : Eine Maria mitdem Kinde, nach C. Sing, und ein Ecce chvn,^in Melan's Geschmacke, welches mit 6. I(.

5 (seit) bezeichnet ist; von Bildnissen dann (einVerzeichniß meines sel. Vaters führt über »o«das letzte von 1691. an), neben so vielen andern'als mit malerischer Schönheit ausgeführt, diesechsAugsburger-Prediger: Böbel, Creid, Eh-»,ger, Faber, Fußcnegger und Hiller, alle nachB. Hopser; dann das (ganz vortrefliche) desArztes B. Verzascha, als Tittelblart zu dessenKräuterbuche, ohne Namen des Künstlers; dasmeisterhaft behandelte fast lebensgroße des Kö»i.ges von Polen, Johannes III. u. s. f.Etzarbeiten endlich die Köpfe von DemocritusDemosthenes, Diogenes, Heraclitus, Hippocra^tes und Homcrus. Rost I. 2 ,6 — 5 o. vvinlr-Isr.

* -(Georg), des unten folgenden Vor-

gang Philipps vierter Sohn. Nach Heinecke1. lll. st. er 1742. Die theils von, theils nachihm gestochenen und geschabten Bildnisse stelle,,meist dunkele Männer vor. Die Künstler, welchenach ihm gearbeitet haben, waren besonders-I. A. Friederich, Kenauer, fein eigner SohnG- C- Kilian, I. I. Kleinschmjdt, I. P,Probst, E- Schasshauser, und G. A. Wolfgang'.Die 12. Monathe in Schwarzkunst geschabyführt von ihm der Gantkatälog von Brandes an.

. * — — (Georg Christoph), obigen Georgsältester Sohn, Maler, Kupferstecher und Kunst-verleger, starb in 1781. als der letzte diesesKünstler-Geschlechts, welches gegen 200. Jahrein Augsburg geblühet hatte. Bey ihm fand mannoch die vollständige Sammlung der Blauerseiner Geschlechtsvorfahren. Seine eigne Kunstwar geringe, desto größer seine Liebe für Alles,was schön, gut und nützlich genannt zu wer-den, in der That verdient. Neben einer ziem-lichen Anzahl theils geschabter, theils geetzterBildnisse finden wir noch von ihm irgendwoeinen Faun mit zwey Nymphen nach Tiepolo;im winklerschen Katalog bann 6. türkische Co-stume-Blätter, vom Baron von Götz nach derNatur gezeichnet, und von unserm Kilian geatzt,und mit Farben ausgemalt. Seine Verdienste umdas Künstlerlexikon meines sei. Vaters bleibt auchbey dem Sohn in dankbarem Andenken. Er hattezwey Söhne, Gustav Friede. Christoph (geb.1760 ) und Georg Michael (geb. 176Z.), vondenen wir aber nickt glauben, daß sich einer vonihnen zur Kunst gewandt habe. Heinecke I. m.

* — — (Jeremias), des unten folgendenPhilipps jüngerer Sohn. Von ihm kenne» wireinzig das Bildniß Georg Scdelmayr's, nachBeyschlag.

— -- (Johann), obigen Georgs vierterSohn, geb. 1716. ebenfalls Kupferstecher. Seinebeständig kränklichen Umstände erlaubten ihm abernicht, die Kunst so auszuüben, wie er wohl wünschte.Er starb 1744. Heinecke 1 . 110.

-(Johann Friedrich), Wolfgang Phil.

Rilians dritter Sohn, geb. i 08 i.war einGold-undSilberarbeitcr. Nachdem er viele Länder besucht,und in seiner Kunst sich fleiffig geübt, starb er zuAugsburg in ledigem Stande 1747. Heinecke I-S. io 5 .

* — — (Lucas), des ältern (in den gegen-wärtigen Zusätzen nicht erscheinenden) Barcho-loine' R- des Goldarbeiters, und Stammvatersdieser ganzen Künstler-Famile, älterer Sohn. InVenedig hatte er vorzüglich nach Tiutoret, P.Veronese, u. a. berühmten Meistern gestochen, woer dann die Platten in seines Stiefvaters, D. Cusios,Verlag nach Augsburg sandte. Als er wieder nachHaus kam, arbeitete er, meist im Geschmacke derGolzius, nach der rühmliche» Weise seines ganze»