Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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Klaß.

fand , daß ein Hirsch einen Baum hinankletternsollte, und noch befremdender, wenn ein Hunddem Hirsch entgegenkommt. Etwas Kalte undSteifigkeit' scheint er nicht immer genugsam ver-mieden zu haben. Nach ihm kennt man zweyBlätter: Lnvirons äs 1 a köret äs Vilisrg-Lo-tsrei, das eine von Madm. Met. Chemie geatzt,und von le Tellier mit dem Grabstichel beendigt;das andre von Malbette. Hinwieder hat erselbst um I// 5 . und 76. an ein 3 o. Landschaften,meistens Gegenden aus Sachsen, mit Figuren,Vieh u, s. f. staffirt, in Kupfer geetzt. Rost II.A18. Minkler.

Llaß, ( ), ein Fresco - und Mimatur-

maler von Fcankfurth am Mayn, arbeitete zuEtutgard, Lausanne u. s. w. Seine Gemäldewurden von den Engländern theuer bezahlt. Erblühete um 174». Hüsgen S. 148.

Llauber, (Franz Xaver). So heißt irgend-wo ein Kupferstecher zu Augsburg, der eine ge-raume Zeit zu Rom studirt, und um 1778. sichdurch Bildnisse bekannt gemacht habe. Ob er,und allenfalls wie nahe er zu den folgenden die-ser Familie gehöre — oder wohl eher gar mitdem unten siehnden Joseph LaverEine Person sey,ist uns unbekannt.

* — — (Joseph Sebastian, und Jo-

hann Baptist) Carholici genannt. Erstrer, geb.zu Augsburg 1710. lernte bey Melchior Reinund Anton Birkart, und st. 1768. 67- I- alt.Letztrer war geb. zu Augsburg 1712. und lebte noch1771. Ein Verzeichniß meines sel. Vaters führtvon beyden mehrere, zum Theil gemeinschaftlich mitGoetze gefertigte Bildnisse von solchen Personen an,welche ihnen leicht den erwähnten Beynamen zu-ziehen konnten — worunter wir jedoch eines von— Friedrich dem Großen nicht zählen wollen;dann vollends allerley Heiligenbilder, Orna-mente u. s. f. (Meusel I. und aber ja

nicht (wie der tropfschlägige Basan Lä. 8sc.sagt) eine — man höre — Sixt V« dedizirteKupferbibel.

— — (Joseph und Ignatz). So heißenirgendwo, ohne Weiteres, zwey Söhne.JosephSebastians, beyde Kupferstecher, welche ihresVaters Verlag fortgeführt hätten. Wir denkenaber, daß wohl zuverlässig unter diesen beydenNamen die nachfolgenden Joseph Laver undSebastian Ignatz zu verstehen sind.

— — (Joseph Xaver). So nennt Basalt(Lä. sec.) einen Sohn des Joseph Sebastian,geb. zu Augsburg 1741-, welcher Bildnisse undAndres gestochen und geätzt habe.

— — (Sebastian Ignatz), Kupferstecher, desobigen Joh. Bapnft's Sohn, geb. zu Augs-burg 1754 Die Anfangsgründe seiner Kunstlernte er bey seinem Vater. Alsdann hielt ersich lange Zeit zu Rom auf, und ging endlichnach Paris, um sich unter Wille vcNends aus-zubilden. Hier zeigte er sich bald als verdienst-voller Künstler, und gewann so allgemeinen Bey-fall, daß er zum Mirgliede der Akademie ernanntwurde, und zugleich den Titel eines Kupferste-chers des Königes erhielt. Seine beyden Re-ceptionsstüFe (1787.) waren die Bildnisse vonCarl Vanloo nach le Sueur, und von G< Alle-gram, nach Düplcssls; beydes wackere, dochnoch etwas rohe Blätter. Noch ein Paar andre,von ähnlichem Werthe, führt Rost II. 33 g- an.Von historischen dann in diesen frühern Tagen:I.0 pstit Leolisr äs Hartem, nach Poelenburg,und Is 8suveur än IVIonäs, nach Stella.Während der Revolution ging Klauber nachNürnberg zurück, wo um 1796. im Frauen-Holzischen Verlage, von ihm theils Bildnisse, wie

B. Bause's nach Graf, Mieris Frau nachMieris (etwas hart), theils Geschichtliches: T.ebauvenr äu IVlonäs, nach Stell«, auch ls ps-t>t Lcolier äs klariern, nach Poelemburg --

Kleemann. 621

dann eine ganze Folge zeitgemäßer, doch wenigbedeutender Blätter aus der französischen Revo-lutionsgeschichte — späterhin aber das schöneWerk Der ?rincipsls8 IllAurss äs la ülzttboio-ßsts ä'aprss lS8 ?isrrss Aravees än Lahmstäs 8toscb, meist nach den Zeichnungen von I.Casanova, und mit dem musterhaften Texte vonSchllchregroll, theils von ihm selbst, theilsvon I. I. Preisler und Guttenberg, unter sei-ner Leitung gestochen erschienen Gegenwärtighält sich dieser geschickter Künstler, als Professovder schönen Künste und Akademischer Rath, zu St.Petersburg auf. In 1802. u. i 8 o 3 . sah mandort von ihm das schöne Bildniß des verstorbe-nen Prinzen von Baden, diejenigen des Präsi-denten der Akademie, Gkafen von Stroganow,des Erzbischofes Platon u. s. f. und wurde erdamals wegen dieser und andern seiner vortref-lichen Arbeiten vom Kais. Alexander mit einerkostbaren Tabatiere beschenkt. In 1806. hießes, daß dort unter seiner Aufsicht die Umrisseder vorzüglichsten Cameen und geschnittenenSteine in der Sammlung der sogenannten Kai-serlichen Eremitage erscheinen sollten Men-sel Er. Miscell. XIV. 718 und ^c.

Blauer, (Martin Gottlieb), Herzogl. Sach-sen-Weimar! scher Hofbildhauer um 1780. ver-fertigte Büsten in Lebensgröße von heutigen Ge-lehrten; als Göthe, Herder, Wieland, Raynal,de Viüoison und Oeser, von denen er dem Publi-kum Abgüsse in Gyps anbot Mensel Mr'sc.VIII. n 3 . u. D. Bünstl. Lex- 1 . Er lebte noch1789- u. st. 17 .

— — ( ), des obigen Sohn, übte die

Kunst seines Vaters. Um 1806. sah man vonihm Büsten von Wieland, Schillern u. s. f.welche ebenfalls den Liebhabern in Abgüssen ge-liefert, und sehr gerühmt wurden.

^Rleemann, (Christian Friedrich Carl),Maler, zweyt - ältester Sohn des nachfolgen-den Vliclans Moritz, geb. zu Altdorf 1735.In seiner frühesten Jugend fühlte er eine starkeNeigung zum geistlichen Stande; da ihm abersein Vater hiefirr keine Unterstützung zu leistenvermochte, und Fähigkeiten zur Kunst an ihmverspürte, gab er ihm schon in seinem zwölftenJahre darin Unterricht. Nach seinem Tode be-nutzte der Jüngling die Akademie zu Nürnberg,unter I. I. Preisler, und genoß selbst dessenPrivatunterricht mit so großem Erfolge, daß keinesowohl im Großen als in Miniatur ausgeführ-ten Bildnisse so viel Beyfall erhielte», daß mehrals eines dieser letztem, für Ringe ausgefertig-tes , ihm gerne mit 5 «. Gulden bezahlt wurden.In 1760. heyrathete er des berühmten A I.Rösels von Rosenhof nachgelassene einzige Toch-ter, und kam dadurch in Besitz der bekanntenFrosch-und Jnsektenwerke, welche ihren großenWerth zum Theil ihm zu verdanken hatten.Von letzterm lieferte er unter dem Titel: Ver-trage zur natürlichen Geschichte der In-sekten, nach Rösels Methode, eine Fortsetzung-weiche 1786. bereits bis auf 44 , Tafeln ange-wachsen war, und die er Noch weiter fortzuführengedachte, durch seinen in 1789. erfolgten Todaber hieran gehindert wurde. Nebendem besorgteer auch den Stich und die Illumination der zudem Käfersystem des verstorbenen D> I. E.voers im Haag gehörigen Tabellen. In 1770.hatte ihm eine Abhandlung von der Natur undEigenschaft des Maykäfers, vom Ey an bis zuseinem Untergänge, die goldene Preismedaill-eder Akademie zu Mannheim erworben; und iu1777- erhielt er das Diplom eines Ehrenmit-glieds der Gesellschaft naturforschender Freundein Berlin. Meusel I. II. und Misc. XXVI>.172 — 80. Ohne Zweifel ist auch dieftr Künst-ler der nämliche, welcher irgendwo, vielleicht ausVersehen, C. F. B- Kleemann heißt, nachwelchem Nilson ein in 1760. gemaltes BildnißLllls