Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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K2Z Aleemann.

des Baron d' Ellrodt gestochen habe. — Um1790. bot Rleemann's Wittwe die ausge-malten Originalzeichnungen zu den Werken ihresfel. Vaters und Ehemanns (zusammen 42b. Bl.)in öffentlichen Nachrichten zum Kauf an. Wergiebt uns die Kunde, wo sie hingerathen sind?

Rleemann, (Christian oder Christoph Niclaus),ein jüngerer Bruder des obigen, geb. zu Nürn-berg, malte um 1778. Bildnisse und Prospektezu Ulm. Späterhin hatte er auch 7. Aussichtenvon den Gegenden um Nürnberg (Querfol.) inKupfer geatzt, und lebte noch um 2789- Men-sel I. II. ^c.

— (Johann Conrad), jüngster Bruder derObigen, geb. zu Nürnberg, malte dort Land-schaften um 1778. Merisel I. Im II. Thl. desD- Rünstlerlex. 1789. erscheint er nicht weiter.S. auch den gleich folgenden Art.

— — (Joh Jacob), zweyt-jüngster Bruderder Obigen, geb. zu Nürnberg, malte um 1778. zuAnspach Bildnisse in Miniatur und Oel. Meusel I.Späterhin (1786L heißt es von ihm in Meu-sel's Misc. XXVII. 17h. „Derselbe hat imSächsischen, am Rheinstrom, im FränkischenKreis, in Schwaben, besonders aber am Fürstl.Onolzbachischen Hofe, auch in Nürnberg undErlangen, viele Bildnisse u. a. in Oel und Was-serfarben zum Vergnügen der Kenner gemalt,wird aber zu allgemeinen Bedauern, so wie seinobstehcnder jüngster Bruder Joh. Conrad, durchanhaltende Krankheit an der Ausübung seinerKunst gehindert. Von ihm sind auch verschie-dene Prospekte von der Universität Erlangen inKupfer geätzt worden. Indessen scheint er um1789. noch gelebt zu haben, da MeuselsBünstl. Lex. II. seines Tods nicht gedenkt.

— — (Johann Wolfgang), der ältesteBruder aller Obigen, geboren zu Nürnberg1781. gleich allen seinen Brudern zuerst Schülerseines Vaters. Alsdann gieng er nach Frank-surth am Mayn, von da nach Schwaben, undwieder zurück nach Nürnberg, und endlich nachBern in der Schweiß. In 1776. besorgte erdaselbst für den wagnerischen Verlag das be-kannte schöne Werk von merkwürdigen Schweitzer-schen Alpen- und Gletscher-Ansichten, nach Wolf,mit dem Texte von I. S. Wjwrenbach; nachdessen Beyspiel späterhin die Henzische Samm-lung erwachsen war. S. oben Heizt. NebenProspekten und Landschaften malte dieser Künstlerauch Bildnisse in Oel- und Wasserfarbe, und starbzu Bern 1782. Mensel II. u. Misc. XXVII. 175.

— — (Niclaus Moritz). Der Vater allervorerwähnten fünf Bruder. Derselbe war eineZeitlang Universitätsmaler zu Altorf, gieng aber1740. von dort weg, nach Nürnberg, und starbdaselbst 1766. Meusel Misc. XXVII. 175.

Rl e i n, (David). Ein Verzeichniß meines sel.Vaters führt nach demselben und seinen im Lexikonunter seinem Art. bemerkten zwey Söhnen ein 20.Bildnisse an, ohne jedoch unterscheiden zu können,von welchem aus den dreyen jedes Urbild herrühre.Die Stecher sind: Bernigeroth, B. l'Epicie', R.Gaillard, P. van Gunst, I. Houbraken, I. B.König, I. Stenglen, N. Verkoste, I. M. Weiß,Wille, I. G. Windter und Wolfgang; die Gegen-stände aber (ausser dem Dauphin Ludwig X V. undder sächsischen Dauyhine, von Wille, und demKönige Skanislaus I. von I. Stenglen) meistdunkele Personen aus verschiedenen GegendenDeutschlands, und besonders aus Danzig, wo sichDavid wahrscheinlich eine geraume Zeit aufhielt.

— — (Hans), Briefmaler zu Nürnberg,geb. i 56 i. und gest- 1682. Derselbe ist uns übri-gens einzig durch sein Bildniß bekannt.

Kleinsteuber.

Rlein, (Jacob), ein Kunst-Tapezierer vonWiesensteig, arbeitete um 1770. zu München. M«.

- - ( ). So nennt auch Mcolai einen

Baumeister, der um 17Z5. zu Berlin gearbeitet habe.

' Llei „ e, (Berner, der). S. Bernard Ka-lo,non. ^

* Rlern er, (Salomon). Derselbe gab indem Lheresiano Unterweisung in den Baukünsten,und verfertigte neben;» mancherley ZeichnungenIn von Seetten Lunftgeschichre S. 105'wird sein Tod in 1762. im 5 g. Jahr angegeben'Sein von Pfeffel herausgegebenes Werk vonKirchen und Klöstern zu Wien, war von G. D.Heumann und H. Sperling gestochen. Dann er-schienen weiter nach ihm: Das Rathhaus zu Augs-burg auf 17. Blättern von J.G. Pinz (1788.); thea-tralische Perspektive, nach Galli-Bibiena, vonunserm Rleiner gezeichnet (und, wieGandellmiwill, auch geätzt); hauptsächlich aber: vilueiä»reproesentatio Leos. UibliotüecB a' I. L. A

extructoe etc. und der darin enthaltenenGemälde von Gran, alles nach Riemers Zeich-nung gestochen von I. I. Sedelmayr; wie einigebehaupten in III. Th. jeder mit 18. Bogen Textversehen, da hingegen Heinecke Iclee §ensr. p. 5z.nur einen ersten (kol. Visnn. 7Z7.) mit 8. Archi-tektur- und 5 . historischen Blattern kennen will.

* Rleknerr, (Marc Friedrich). Mehrere,nach ihm von Bernigeroth, Corvinus, J.J.Hayd,L. Laub, I. Stenglen, B. Vogel, und I. W.Winter gestochene Bildnisse dunkeler Männer undFrauen (sein eigenes von Hayd) führt ein Ver-zeichniß meines sel. Vaters an.

Rleinhardt, (Johann), Landschaftsmalerzu Prag; lernte bey I. Ferdinand Schor. In 178Z.gab er ein Zeichenbuch vom Landschaftenzeichnenmit 40. Kupferstichen aus Licht, welches in Meu-sels Ml'scell. (XXIII.) umständlich beurtheiltwird.

Rleinknecht, (Friedrich Ernst WilhelmGeorg). So heißt in Meusels si. Miscell.XIII. 618. ein uns sonst ganz unbekannter Malerund Zeichenmeistcr an dem Königl. Gymnasium zuAnspach (wahrscheinlich ein Zugehöriger der Ton-künstler dieses Namens), der dort um 1802. lebte,und einige Jahre früher eine 8^ hohe und 1 breite,mit schwarzer und rother Kreide punktirte Zeich-nung (Drapperien und anderes Beywesen wäre»schraffirt) nach dem Oelgemälde seines LehrersNaumann verfertigte, welches indessen selbst eine(vortrefliche) Copie nach dem englischen Gruße vonMengs (einer der letzten Arbeiten dieses großenKünstlers) war. Jene Zeichnung, welche unsermRlemknecht 11. Monate Zeit-kostete, wurde, wiees scheint von ihm selbst, l. c. ausführlich be-schrieben; und am Ende liest man: „Um einenbilligen Preis ist sie dem Künstler feil."

* Rleinschmied, (Joh. Jacob). Derselbelernte bey Leonhard Heckenauer, und blühete um1700. Unter seine beßten Arbeiten rechnet man ei-nige große Blätter nach Rugendas, wie z B. dieAufhebung der Belagerung von Turin; dann dasBildniß der Landgrafin von Hessen-Cassel, u. s.w.An die 3 o. solcher Bildnisse, meistens von dunkelenMännern, führt ein Verzeichniß meines sel. Vatersan. Diejenigen von Balthas. Keller und Hyac.Rigaud hatte er — versteht sich nicht nach denUrbildern, sondern nach Drevets Stichen so nach-gebildet, wie die deutsche Kunst seiner Zeit es zuthun vermochte. Im lVinklerschen Gantkatalogfinden sich von ihm 24. kleine Blätter, mit Gegen-ständen aus den drey Naturreichen in artigen Land-schaften, die in.seinem eignen Verlag erschiene»waren.

Rleknsteuber, ( ), ein Maler aus

Cassel; verfertigte Cabinetstücke im niederländischen