Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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653 Labadie.

und ehrt. Doch dieß alles hast du ja oft genugmündlich von mir erzählen hören." (S. Men-sel« Mus. XVI. 258 — 69. wo dieses ganzeSchreiben nachgelesen zu werden verdient/ welchesbey unserm Künstler eine große Kenntniß der Men-sche»/ und der — Höfe insbesondere verräth). —Don seinen 20. selbst geätzten Blättern, die, nachGewohnheit, am zuverläßigsten bey Bartfch 1—18.verzeichnet und beurtheilt sind, heißt es dort:„Man bewundert darin eine große Mannigfaltig-keit in den Stellungen, auffallende Wahrheit inden Charakteren, und eine feste Zeichnung, ver-bunden mit einer leichten und geistreichen Nadel;einzig tadelt man an ihm die Füße seiner Pferde,die sogar für Karrngäule zu grob sind. Rost VI.90. führt noch zwey eigene, und unter diese«ein ungewisses, das von Einigen auch visscherzugeschrieben wird, und den Eingang in eineSchmiede (wo der Schmied ein Pferd beschlägt),an; hingegen hat Barrsch sechse, die bey Rostfehlen: Eines, die Familie betitelt, soll sein sorg<faltigst geätztes Blatt von allen seyn. rssach ihmdann führen der Wmkler'sche und Brandes'scheKatalog und ein VcLzeichniß meines sel. VatersMehrere von P. C. Canor, Garcau, I Ossen-beeck, B. Skop-ndael, I. Suyderhoef, und C.Visscher, und Barrsch eine Landschaft mit einerZiegenheerde von Johann van Lssoorr an, welchegewöhnlich zu van Laar's Werken gezählt werbe,mit . 1 - V--X. 16/^- bezeichnet ist, und ein sehrseltenes Blatt seyn soll, das auch Vinkler, abermit der irrigen Chiffer I- V. N. hat, und einschön geätztes Blatt nennt. Dasselbe sagt Bran-des bald von Allem, was nach unserm perergestochen wurde. In Bacler d'AIbe's bleustespittorssguss (V. Istvr.) findet sich nach einemseiner Gemälde im Museum Napoleon: le Dspsrrsie l'Hotsllsrle und le pätrs sousnt äu eksln-msLn, in Aquatinta, und endlich sein eigenesBildniß von M. Francia, im Muses Ii'orenn'1,0.

Labadie (Andreas) geb. zu Bndißin in derOber-Lausitz 1781. lernte die Bildhauerey zu Leipzigbey Schwarzenbergen - damals dem beßten Meisterdaselbst. Er reiste durch Deutschland, und gierig176Z nach Berlin, wo er in Zierrathen, Uhrge-häusen, Tischfüßen und deren Vergoldung meister-haft arbeitete. Redendem malte er auch in Oelund Pastell. M'colai. Bey Meusel II. (178g.)erscheint er noch unter den Lebenden.

— — oder Labady ( ). So heißt

auch ein junger französischer Baumeister, der in180Z zwey Preise: Den einen des National-In-stituts zu Paris mit der Zeichnung eines Saalsfür die schönen Künste, den andern (einen soge-nannten Entschadigungspreis) mit dem Entwurfeines Denkmals auf den Frieden zu Amiens ge-wann. Dayn findet sich von ihm in Derour-nelle's Ilocuoll ä'^rdiltsLturs (Heft IV.) eben-falls ein Entwurf zu dem Denkmal für die Fon-taine Desaix. IVorw. st. IV. 297.

— — ( ). Ferner heißt so ein neuerer

französ. Kürstler, nach dessen Zeichnung (1802.)Morel ein Conzert von Dominichino für das vierteHeft des Müsse hrsuhols gestochen hat, und wel-cher mit dem Obigen schwerlich derselbe seyn kann,

Lab a er (I. de). So heißt irgendwo, ohneWeiteres, ein Künstler, nach welchem M. Natalisgestochen habe.

Labarre ( ) wird im Mmanadi äes

öesux-^rts von 180Z. unter den damals zuParis lebenden Baumeistern, mit dem Titel eineschrcditecte äes bstlmens äubsnst conservsteurangeführt.

Labbö ( ). So heißt irgendwo ein fran-

zösischer Architecturmaler, der um 17^8. zu Parisgearbeitet habe. Ohne Zweifel der nämliche, deranderswo Inspektor der Königl. Gebäude genanntwird, der die Zeichnungen zu dem Spithal derQuinze-Vingt gegeben, und um i75o. gestorben sey.

Laboureur.

Labenskij (F. F, oder RD, ein russischerKupferstecher, wahrscheinlich polnischen Ursprungs,der um i 8 o 5 . den Titel eines Etatraths und In-spektors der Kaiser!. Hermitage trug, und damalsanfieng, an einer Ausgabe von Abbildungen derganzen basigen Gemälde - Gallerie zu arbeitenwelche aus i 5 . Lieferungen, jede von i 5 . Blättern',bestehen sollte. Wirklich erschien davon in 1808die erste Lieferung unter dem Titel: LslsrlsI'HsrmitsAs, Zravös au trsit ä'sprss Iss xlazbesux tsblssnx, gui 1s compossnt, svsc lzässcription bistorchus (russisch und französisch)psr Lstmr'Äs äs 6snsvs, appronvö p. 8. U. I^Isxsnärs I. st publlö psr /s. (A.?)

1. I. Istvr. I. rj-O. ?etersbour§ cker: M-Usl, und enthielt (wahrscheinlich mit dem Titel-blatt) 16 Blätter in Umrissen, nach Raphael,Rubens, Poussin, Rembraudt, Salvator Rosa,Potter u. a. welche (wie es in öffentlichen Nach-richten hieß) von H. Reiche! nach den Originalenvortreflich gezeichnet, und von dem KaiserlichenHofkupferstecher und Akademiker, H. Saundcrs,eben so geistreich als bestimmt, in Contouren, auchhie und da zu größrer Deutlichkeit durch kleineSchatten gehoben, gestochen wurden.

Laberr (C.). So heißt irgendwo, ohne Weite-res , ein Künstler, nach welchem I. V Kraus dasBildniß von I. Doläus und Wolgang dasjenige desArztes Z. M. Valentin! gestochen haben.

Ladbare (Christoph) geboren in Cassel 17P.lernte das Edelsteinschneiden bey Peter Heß. Erarbeitete mit Beyfall 18. Jahre in London undkehrte 1780. nach Cassel zurück. Nach seines Lehr-meisters Tode (1782.) kam er in die Dienste seinesLandesfürsten. Unter vielen antiken und modernenKöpfen nennt man von ihm besonders die sehrähnlichen erhaben geschnittnen Bildnisse JosephsII.und Friedrichs ll. Dann einen Kopf des Sokcates.Seit 1789. haben wir nichts weiter von ihm ver-nommen.

Labrnsky ( ). So heißt irgendwo ein

polnischer Künstler (nicht unwahrscheinlich mit obi-gem Labenskij derselbe), der zur Zeit der letztenReise des letzten Königes in Polen nach Rußlandzu Petersburg arbeitete, und von welchem mani» dem Kaiser!. Pallaste Gatschina besonders schoneArabesken erblickt. AÄc.

Laborde (Alexander de), Herausgeber des?avö rnoss'r'gns ä'Itslics und der Vo^s^ss pit-torssguss ä'DspaZns st äs UortuZsl, Wirdbereits im Hlmsnssk äss UsauX'.grts von 1802.unter den damals zu Paris lebenden Zeichnernangeführt Ob er mit dem oben unter de !aBorde erscheinende» Herausgeber der bekanntenDsblsaux yittorsslzuss stc äs Is 8nisse st elel'Itslis Eine Person sey, ist uns unbekannt; eherdürfte er vielleicht ein Sohn desselben seyn.

— — s. auch Borde.

Laboureur (Franz Maximilian), ein fran-zösischer Bildhauer, und Sohn eines solchen, dersich durch gute Büsten einen ziemlichen Ruf er-worben hatte. Der unsrige lebte zu Rom MZeit des französischen Gesandten Cacault, durchdessen Vermittelung er Gelegenheit fand, sich der,andern Künstlern sonst so ungünstigen, Zeit zuTrotze bekannt zu machen. Damals nannte eine,unsrer Handschriften diesen Künstler eine Art vonNiederländern unter den Bildhauern, dessen Büstennoch zu seinen beßten Arbeiten gehörten; sonstwaren seine Formen weder groß noch schön, wohlaber üppig und fleischig; doch die Ausführungimmer sehr gut. So z B- sein Zephyr, derbenHyacinth aus Eifersucht tödtet, und Orpheus,der die sterbende Euridicc hält Von dein erstemGrupp wurde nur die bessere Figur des Hyazmwfür Lord Bristol in Marmor ausgeführt. SMterhin muß unser Laboureur seinen Geschmack