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vacari, s. unten L- vaccaro.
* vacario od. vaccario (Andreas). Jr-qendwo heißt er Kupferstecher und Kupferstich-Verleger , der das Zeichenbuch von Joh. Ludw.Valesio (bloß) aufgearbeitet, und für seinen Ver-lag erhandelt habe. Ein vor uns liegendes wohl-gerathenes Blatt, das ein unter einem Gezelts blasendes Mädchen darstellt, dessen Vorhangein Satyr aufhebt, ist ohne Weiteres bezeichnet:
/^accarrc» formn, in Koma 1604. S>auch den gleich ff. und unten die Art. Andreasund Loren; vaccaro.
* vaccari (Andreas). Ein solcher (wohl
mit obigem Einer und derselbe) erscheint beyHeinecke I. 3 , 5 . bloß als Verleger, z. B. einesBildnisses von M. Angela Buonaroti, welches,wie es scheint, zum Titelblatt eines Buchs(Xuovast ultiwa sZAiuuta äells parte ä'^rckitsttura.in Koma, apprssso vaccaro) diente.
vaccarini (Bartholomäus). So nenntLanzi (Lcl. tsi2.) V. 225—26. einen Maler vonFerrara, aus der Mitte des XV. Jahrhunderts,von welchem Baruffaldi Bilder mit seinem Na-men bezeichnet kennen will.
* vaccaro (Andreas). Dieser Künstler (sagtLanzi) war für die Nachahmung gemacht. DenCarravaggio erreichte er wirklich bis zum Lauschen;den Guido etwas minder, und nicht völlig fo gutals sein Freund Massimo, der ihm zuerst gerathenhatte, jenen zu seinem Muster zu wählen. Indiesem letztem Styl sind übrigens seine geprie-sensten Werke, welche bey den Lbeatinern, in derKirche des Rosenkranzes, in der Karthause, unddann in vielen Galerien zu Neapel aufbewahrtwerden. Nach Massimo's Tode- behauptete erunter den dortigen Künstlern die erste Stelle,welche einzig Giordano, der um diese Zeit vonRom kam, und den Styl des Cortona mitbrachte,ihm streitig machen wollte. Schon hatten sie ei-nige Bilder für den damaligen Vicekönig, Gra-fen von Pignoranda, wetteifernd gefertigt, alsbeyde zu einem Altarblatt in St. Maria del Piantoihre Entwürfe zu überreichen beauftragt wurden *).Diese sandte der Graf zur Beurtheilung nach Rom,an Cortona, Sacchi, Brandt und Baciccio, welchesie sorgfältig prüften, und dann den Ausspruchdem erstem aus ihnen überließen, welcher unpar-theyisch, gegen seinen Schüler für den Unsrigenentschied, und nämlich glaubte, daß demselbennicht bloß als dem Aeltern, sondern auch für rich-tigere Zeichnung und größere Wahrheit die Palme.gebühre. Auch wurden, dieses Wettkampfes un-geachtet, diese beyden Künstler von da an dieinnigsten Freunde. Auf Frescoarbeiten legte sichvaccaro in seiner Jugend nicht, und mußte auchspäterhin hierin dem Luca weichen. Er zog meh-rere wackere Schüler, unter welchen sein SohnNiclaus, und Jacob Farelli sich auszeichnete»./.MrLr Lä. ter?. 11 . 852 — 53 . Fiorillo II. 818—ig.In deutschen Galerien finden sich von ihm einzigzu München: Eine Geißelung Christi, ganze,schwach lebensgroße Figuren, auf Leinwand **);und zu Dresden ein allegorisches Bild, welchesdie Harmonie der Mysterien des Alten und NeuenBundes durch Christum darstellt, der sich ausdem Limbus emporhebt, die H. Jungfrau auf denKnieen, von Patriarchen, Propheten, dann vonJohann dem Läufer u. s. f. umgeben, ebenfalls
Vaccaro.
auf Leinwand, 9/ br. und 8^ 6" hoch. Gestochenist dasselbe für die Dresdner-Galerie, von Jos.Camerata. S. auch den gleich solgeuden Art.
* vaccaro (Andreas). Den zweyten Künst-
ler dieses Namens, von Rom oder Genua gebür-tig , will Guarienri kennen, und schreibt, wieschon das Lex. bemerkt, das Dresdner-Bild, wel-ches er zu Lissabon gesehen haben will, diesemletztem zu. Lanzi hält diese Behauptung für einevon Guarienti's nicht seltenen Uebereilungen.Auch das Lex. dann begeht den Irrthum zu sagen,daß I. L. Valesio ein Zeichenbuch nach dem Uns-rigen geetzt habe, indem er einerseits diesen vac-caro mit dem obigen Andreas vacario verwech-selt, und anderseits, in dem Art. dieses letztemselbst meldet, daß derselbe jenes Zeichenbuch nachValesio gefertigt habe der übrigens aller-
dings ebenfalls in Kupfer geetzt halte.
* — — — — So hieß auch ein Sohnvon Dominicus Anton des Lex. S. dort denArt. dieses letztem.
* — — — — Nach oder von einem An«dreas vaccaro gestochen sind auch: 8t. kuclLVirZo er Marter; dann eine Rltterstatüe desGroßherzogs Cosinus von Florenz; ferner die vierJahrSzciten.
* — — (Dominicus Anton). Als Malernennt ihn die Schrift H)inkelmann u. s. Jahr-hundert S. 23 g. als getreuen Nachahmer desSoümcna, unter den Neapolitanischen Geschmacks-verderbern, so wie um die gleiche Zeit Piazettaund Tiepolo zu Venedig auf denfelben Irrwegengingen. Milizia (Lä. tei-2.) II. 33 r. sagt vonihm: Er habe sich zuerst auf die schönen Wissen-schaften, und dann erst auf die Kunst gelegt.Von seinen Bauten nennt er die runde Nonnen-kirche del Monte Calvario zu Neapel, u.das dortigeneue Theater, welches er auf einen sehr engenRaum zu bringen wußte; dann mehr andere Kir-chen und Palläste zu Neapel, Portici, Capua,Bari u. s. f. Irgendwo wird namentlich der Pal-last Larsia Spinell! vyn ihm angeführt. Nachihm gestochen haben z. S. F. Caporali: St. Ca-jetan, der das Christkind von der Madonna er-hält; dann P. I. Gaultier (1745.) ein 26" breitesund 17" hohes Blatt, welches, auf einer reichenLandschaft, mit zahllosen Figuren, den tz. FranzLavier darstellt, wie er den Indianern predigt;endlich F. Zucchi das Titelkupfer zu dem Trauer-spiel Maurizio.
* — — (Franz). Vou ihm geetzt kennt man12 Blätter in 4to mit Abbildungen von Ruinen,Brunnen u. a. Bauten in Italien, welche mit:
vaccari kec. bezeichnet sind, und wahr-scheinlich zur Verzierung seiner schon im Lex. an-geführten Schrift über die Architektur dienten.Rost IV. 5 g.
— — — — Einen (man weiß nicht recht,ob von Obigem unterschiedenen) Omamentmaleedieses Namens hält Vagant für einen Künstleraus Modena, der für mehrere dortige Kirchmgearbeitet habe.
— — Wohl wieder noch ein ande-rer Künstler dieses Namens soll nach H. Car-racci eine St. Magdalena, mit
8arä!ulc>us bezeichnet gestochen haben.
* — — (Loren;), der, dem Lex. zufolge, et-was nach Barocci geetzt, erscheint auch, alsKunstverleger, in einem Verzeichnisse meines sei.
«) Der Gegenstand war: Neapels jüngsthinnige Befrepung von der Pest, durch Fürbitte der H. Jungfrau.
von Männlich scheint noch zu zweifeln, ob das Bild dem Unsrigen, oder dem nachfolgenden (apokryphi-schen) Genueser, gleichen Namens zugehöre.
«'«:-) Auch ein Verzeichnis meines sel. Vaters sagt ausdrücklich, daß jenes Zeichenbuch (lävrs äs kortraicturs)von 24. Bl. (bloß) Mit: /ob. äei. bezeichnet sey.