197c» Vadä.
(12" 7/" br. 8" V" hoch; das Rand unten 2 " 9 -Gestochen haben nach ihm z.B. W. Hollar u. A. deJode (i 658 .), jeder eine Landschaft. Dann kennt eineunserer Quellen noch zwey von Anton Banne,für den Verlag von Chereau gestochene Blätter:( 1 'Hermit-i^e und >e Lolombier), welche mit:
sts pinx. bezeichnet seyen, und wohloffenbar dem unsrigen zugehören, ja vielleicht Co-pien von ein Paar der oben von Larrsch genann-ten , von de vadder selbst gestochenen Blätter seynbürsten.
vads ( ). Nach einem Künstler dieses
Namens kennt man ein Blatt, mit: Kaverneäs Ramxoneau rubrizirt, ohne Namen desStechers.
Dading (Daniel). So heißt bey Nikolaiein Churfürstlicher „Contrafait-Drexler" zu Berlinum 1671. der zwey Jahre später nach Wien be-rufen wurde, wo er in der Kaiserl. Burg einZimmer erhielt. Derselbe wird auch in F. Fri-stus Ceremonie! der Drechsler (8vo Leipz. 702.)S. 27g. u. ff. mit Ruhm genannt.
vaelbeck (Ludwig von), s. unten vaibeck.
vafflard ( ), ein Maler der neuern fran-
zösischen Schule, Schüler von Regnard , der, wennwir uns nicht irren, zuerst auf dem Salon von1801. etwas uns Unbekanntes, von äußerst aus-schweifendem Geschmacke, dann in 1802. den Todder Jocasta und die Blendung des Oedipus in ei-nem Bild ausgestellt hakte, deren Gegenstandebenfalls, selbst der damalige wilde FranzösischeGeschmack zu abscheulich fand, um die bildendeKunst mit Beyfall zu beschäftigen; nebendem, daßes inLand 0 n' s A»nal. II. S. 4 o. davon heißt:Daß der Künstler die Formen besser hätte besor-gen, diejenigen der beyden Töchter graziöser bil-den, den Oedipus jünger als — seine Mutter,und das Kolorit in den Gewändern weniger ab-stechend machen sollen. Besser gefiel dann aufdem Salon 180Z. oder 4. ein Tod des Oedipus.Von demselben heißt es ebenfalls bey Landon(I. c. X. N°. 60.) wo es beschrieben und im Um-risse abgebildet erscheint: „Durch dieses, in Fi-guren von sehr großem Ebenmaaß ausgeführte,Bild hat der junge Künstler die Kenner überzeugt,daß er mit der Zeit so viele Hindernisse besiegendürfte, die man auf der Bahn der ausübendenKunst antrifft. Sein Talent scheint sich durchdas Studium der Werke, welche wir aus derItalienischen Schule besitzen, gebildet zu haben;kräftiger Effekt und ein dunkles Kolorit charakte-ristren ihn. In seinen früheren Produkten verfieler, indem er das Große suchte, ins Giganteske.Jetzt ist er auf dem richtigen Wege; vervollkommneer sich nur noch in dem Mechanism' (?) seinerschönen Kunst, und ermüde nicht die großen Mu-ster zu studiren, so darf er hoffen, mit der Zeiteine ausgezeichnete Stelle einzunehmen. Für seinegegenwärtige Arbeit hat er, bey der, auf Befehlund unter den Augen des Kaisers vorgenomme-nen, Preisaustheilung eine Aufmunterungs-Me-daille erhalten." Und ebenso in 1806. für ein da-mals auf dem Salon erschienenes Bild, welches,in einer weilschichtigen Composition lebensgroßerFiguren, den Tod des berühmten Bernard Du-guesclin darstellte, wovon, wieder bey Landon(l. c. XIV. N°. 35 .), wo solches ebenfalls imUmrisse abgebildet ist, geurtheilt wird: »Daß es,durch die Vereinigung so vieler bewaffneter undGepanzerter Krieger, einen ganz eigenen Charaktertrage, und der Künstler sich von seinem Gegen-stände durchdrungen gezeigt habe." Ganz andersstrenge indessen wird dieses letzterwähnte Bild vondem ernsten pausamas Frankens S 255 . u. ff.beurtheilt Dort liest man: »Eines Anachronis-mus ist wohl der Künstler nicht zu beschuldigen.In seiner Composition herrscht so viel Steifheit,die Figuren stehen so parallel in der Linie, es ist
Vagedes.
so wenig Harmonie in der Färbung, ein solcherMangel an Helldunkel in der Luftperspektive,daß man denken sollte, die Arbeit rühre aus denZeiten seines Helden (st. 1Z80!) her, oder wenig-stens habe der Künstler mehr nach den gothischenBildsäulen bey den Kleinen Augustinern, als nachden Antiken im Museum Napoleon studirt. Frey-lich schien sein Gegenstand — das viele Waffen-werk, ihn ein wenig zu dieser Härte zu berechti-gen; dann aber hätte er mehr Bewegung in seineFiguren bringen, und das Costum derjenigen,welche nicht bewaffnet sind, benutzen sollen; unddoch ist der Page in der einen Ecke des Bildeseben so steif, wie alle übrigen, und seine Aermelfallen ebenso in Parallel-Linien herab. Die Ka-pitulation (von Castelneuf-Sandon) war geschlos-sen; also brauchten nicht alle Figuren vom Kopfbis zur Fußsohle bewaffnet zu seyn. Die Har-nische sind wie von geschwärztem GlaS. Gutesist übrigens immerhin in dem Werke; und mansieht, daß es dem Künstler nicht an Talenten fehlt.Der Soldat, der die Stadtschlüssel aufDuguessclin Todtenbett legt, ist weit besser als die übri-gens Figuren gerathen; nur liegen auch dessenArm' und Beine abermals parallel; der Kopf istgut gemalt, uud von schönem Charakter- Einanderer Künstler, Brener, hat denselben Gegen-stand behandelt, und sein Bild ist in Gobelin ge-bracht. Dankenswerth ist es überhaupt, daß auchH. vafflard seine Gegenstände aus der Vater-landsgeschichte, und nicht, wie so Viele, immeraus Griechischer und Römischer Geschichte wählt;ist doch die erstere weit fruchtbarer (?), und, sowie unser Monarch, ohne gleiche! In ihr, wiebey ihm, findet sich Alles was groß ist. Alleswas das Genie zu begeistern vermag". — Nochsah man auf dem bald zu Anfang angeführtenSalon von 1805. oder 4. zwey andere Bilder desnämlichen Künstlers: Emma, die ihren LiebhaberEginhard, um nicht verrathen zu werden, durchden Schnee trägt; wovon es bey Landon l. c.IV. ng. lustig genug heißt: »Ohne den Rigorism'zuweitzu treiben,kann man den Gegenstand unsittlichheißen, wenn es sich zumal um eine — Prinzessin,und um eine Tochter Carls des Großen handelt."Nebendem stehe die Gruppe nicht — im Gleich-gewicht (?) und die Färbung sey zwar harmonisch,aber, auf Unkosten der Wahrheit, allzu grün.Letzteres wird auch an einem dritten Bilde: I)oung,der seine Tochter begräbt, gerügt; die Wirkungdes Mondlichts sey darin nicht gut aufgefaßt,und Vater und Tochter sollten nicht gleich gefärbtseyn. Dagegen sey der Ausdruck des väterlichenSchmerzes mit einer gewissen Energie ausgedrückt.Nach diesem letztem Bilde soll sich ein, uns unbe-kanntes, gutes Blatt finden. Fiorillo III. 5 o 6 .Dieser Künstler lebte noch i 8 n. und sah man vonihm auf der Pariser-Ausstellung desselben Jahrs,neben ein Paar Bildnissen, drey Bilder von seheverschiedenem Gegenstand: St. Margaretha, vonihrem Vater verjagt, weil sie den Göttern nichtofern will; dann Aneas und Dido, wie sie sichin esäem 8 p 6 lunLÄ zusammen finden; endlichden Blinden mit seinem Hunde.
vaga (Don Franz della). So hieß in i 8 o 5 .der damalige Direktor des Museums zu Portier(ob selbst ausübender Künstler, ist uns unbekannt)der in gedachtem Jahre zum correspondirenden Mit-glieds der Klasse der Schönen Künste zu Paris er-kiest ward. xmb/.
— — ( ), ein alter Künstler zu Florenz,
Lehrer von perino Buonacorsi, der von demUnsrigen seinen Beynamen erhielt.
vagedes (A. von). Nach der Zeichnungeines solchen hat E. Thelott das Dildniß des Dich-ters Franz von Sonnenberg, für das Taschen-buch Mimigardia (Münster 1810.) gestochen.