Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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1976
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rglö Valee.

* valee (Marin de la), war von Paris ge-bürtig.

* — — (Simon), geb. zu Paris um 1700.und noch dort blühend in der Mitte des Jahr-hunderts. Seinem Lehrer Drevet folgte er nichtsklavisch in dessen Manier, und verband in seinenmeisten Blattern Nadel und Grabstichel mit Ge-schmack und Beurtheilung. Mit gleichem Erfolghat er Geschichte und Bildniß bearbeitet, r^oftVlll. gZ. Dort und anderwerts werden einigeBildnisse von ihm angeführt; wie z. B. des Ma-lers F. de Lroy, nach ihm selbst; dann, alsVenus auf dem Wagen, die Gräfin von Cosel,Beyschläferin August II. von Sachsen, nach Eben-demselben, und eine Dame als Flora, die sichauf einen kleinen Neger stützt, nach Rigaud, wasder Katalog von Brandes schön nennt. Hier-nächst von Geschichtlichem: Nach F. Andre, P.Caliari, P. I. Cazes, A. Coypel, la Foße, dela Hire, C. Maratti, M. A. Merigi, Mutian,Romanelli, A. Sacchi, R. Sanzio, und Vleughcl,Hier nennen wir nur die Verklärung, und St.Johann in der Wüste bey Crozat, nach Raphael;die Auferweckung Lazari, nach Mutian, aus demKabinet Orkans, für Crozat; Moses im Nilgesunden , nach Romanelli, aus dem alten Louvre;die Kreuztragun^, nach Sacchi, aus dem Kabi-net Orleans, für Crozat; den Tod der H. Jung-frau, nach Merigi aus dem Königl. FranzösischenKabinette *); eine Flucht in Egypten, nach Ma-ratti, welche auch Frey gestochen; die Aufopfe-rung Jsaaks, nach Coypel; und: Lasset die Kin-der zu mir kommen, nach Caze's; die Untreue(Coqueterie) nach Caliari, aus der Galerie Or-leans , bey Crozat. Hinwieder wird, als nach ihm ge-stochen ein Blatt von Grignon und Roker: I.S 3 en-lsnt8 trouve8 ä konäres (i/esg.) genannt; wohlkein anderes, als eines der oben unter der Rubrikvon S. vale genannten Darstellungen von London.

— — ( ). So heißt im Almanach äs

Oommerce äs karis lLii. ein damals dort le-bender Häuser-Maler und Glasermeister.

* — s. auch vallee unten und im Lex.

* valegio (Johann Jacob, auch bloß Ja-

cob). Von ihm kennt man z. B. Lucretia undLarquin, nach Litian ( 15 / 3 .); eine Kreuzigung,wie wir glauben, nach Ebendemselben; einen Leich-nam : lUors mea vita etc, Veronensis

tsc. 1H74.); Adam und Eva nach P. Farinati(,587.); anderes nach O. Fialetki, und einBildniß der Königin Maria von Medicis, ohneandern Namen als den seinigen.

* — — s. auch valesio im Lex. und unten.

* Valen (Vinc. Vict.) Eine Abkürzung (aufKupfern) des unten ff. vinc. Viktoria von Va-lence.

Valencia (Franz Gomez de), ein SpanischerKünstler, wie es scheint aus der zweyten Halstedes XVll. Jahrhunderts, gebürtig von Granada,des nachfolgenden Philipp'« Sohn, zeichnetesich durch ein anlockendes lebhaftes Colorit undleichten Pinsel aus, wie seine Arbeiten bey dendasigen Karmelitern beweisen. Derselbe soll spä-terhin nach Amerika gegangen, und in Mexikogestorben seyn. Fiorillo IV- Z 36 .

— — (Franz Matthias de), ein andererSpanischer Maler, geb. zu Valenzia rögC. und

Valenciennes.

gest. 1749. trat späterhin in den Kapuzinerorden(früher trug er den Namen Loren; cshafrion),und benutzte dann in Rom den Unterricht des C.Giaquinto. Man trift aber nur Weniges vonihm in seinem eignen Geburtslande an. FiorilloIV. ög 2 .

Valencia (Philipp de), Vater des obener-wähnten Franz, geb. zu Granada - 634 > und gest.1694. Derselbe verdankte seine Bildung dem Eierza, und machte sich durch seine Arbeiten bey denBaarfüßer-Karmeliter» zu St. Gil und St. Anto-nio mit Recht berühmt. Fiorillo IV. 006.

valenciennes (H. P. oder P. H.), schonvon der alten Akademie, zugleich aber einer dervorzüglichsten Landschaftsmaler der neuern Fran-zösischen Schule, und Professor der Perspektivean der Spezialschule der bildende» Künste zu Pa-ris, gewesenes Mitglied der Ehrenlegion, der noch1812. über diese Wissenschaft Vorlesungen hielt,studirte die Malerey unter Doyen, aber zugleichschon frühe nach der Natur) und erwarb sich einsehr angenehmes und gefälliges Colorit. BeyLands» (?a^ss§. et Dsbleaux äs Osrirs III.46.) heißt es von ihm: „Dieser Künstler hat dasTalent, allen seinen Arbeiten einen edeln, ver-ständigen, und etwas schwermüthigen Charakterzu ertheilen, der uns an die schönen Gegendenvon Griechenland und Italien erinnert. SeinDetail ist reich, von guter Wahl, und stets har-monisch mit seinem Gegenstand. Ihm hat mannicht allein Bilder von grandiosem und wahrhaftpoetischem Styl, sondern auch verschiedene jungeKünstler zu verdanken, welche würdig sind, des-selben Bahn zu betreten. Seit seiner Rückkehr(aus Italien **) hat sich die Landschaftsmalereyin Frankreich bedeutend veredelt, und ist gleichsamwiedergeboren worden. Dem praktischen Unter-richt fügte derselbe jüngsthin, in einer Abhand-lung über das Studium der Perspektive u. s. f.für Landschaftsmaler, eine vortreffliche Tbeorisbey." Dann giebt uns Lands» (l. c. 46. 60.und N. IV. i 3 .) die Beschreibung und Nachbil-dungen im Kleinen von zwey Zeichnungen desUns-rigen, die sich im Portefeuille der PolytechnischenSchule zu Paris befinden, und dann von einemdritten (Gemälde, oder Zeichnung) dessen Besitzernicht gemeldet wird, alle dreye aber mit unbe-schränktem Lobe hoch erhoben werden. Arbeitenvon ihm finden sich übrigens nicht bloß zu Paris,sondern auch in andern Französischen Städten.Zum Salon vom I. Xll. (1804.) sandte er meh-rere allgemein bewunderte Bilder ein; daruntervorzüglich : Eine Ansicht der alten Stadt Lroezene,der «mgegend und eines Theils des Thales Tempe,mit dem Tode des Hipolytus staffirt ***); spä-terhin zum Salon 1806. das Innere eines Wal-des, einen Sonnenuntergang, das Brunnentrin-ken an einer Mineralquelle, u. s. f. — Bey Ge-legenheit des eben erwähnten Salons, und zweyerder gedachten Bilder, lesen wir über unsern Künst-ler, bey dem keinerley Parteylichkeit verdächti-gen pausanias Fran^ais S. 090. u. ff. „H.valenciennes, ein geborner Denker und unter-richteter Künstler, den sein Charakter darauf lei-tete, sowohl die majestätischen als die naivenund zauberischen Reize der Landschaft zu schildern,fand, daß diese stumme Schönheiten in der Ma-lerey kalt blieben, wenn nicht die Gegenwart le-bender Wesen ihnen Wärme ertheile. Dann be-merkte er weiter: Daß ländliche Auftritte, sowie

-') Die Stellung der Sterbenden soll unanständig seyn, daher man das Urbild in Maria dell» Scala zu Romnicht aufstellen wollte. Sa'-lle//-»-.

-«y In welcher Epoche s. Lebens er dort gewesen, ist uns unbekannt. Aber einer unserer Kunstfreunde willwissen, daß er sich mehrere Jahre daselbst aufgehalten; und Ebenderselbe glaubt, daß er, nach seiner Rück-kehr, durch Vernet's Freundschaft seine völlige Ausbildung erhielt.

- 2 ") Auch bey Anlaß dieses Bildes lesen wir in Lands n'ö Annalen (IV. 12.) „H. Valenciennesunterschei-det sich immer durch den reinen Geschmack seiner Composition, die schönen Maffem, und eine glücklicheWahl seiner Gegenden Die Figuren dieser Landschaft sind in ziemlich großem Ebenmaaß, die Landschaftselbst heroisch und verständig behandelt."