V a l l e sp i n e s.
scher Glasmaler, der um i 5 og. mit mehr Andernseiner Kunstgattung zu Sevilla arbeitete. Fio-rillo IV. 149.
Vallespl'n (Thomas). So hieß ein Spani-scher Maler des XVIII. Jahrhunderts, eines derbekannter» Mitglieder der von I. L. Martine;(st. 1788.) zu Saragossa gestifteten Schule.Fiorillo IV, 411.
valler (Anton). Von einem Kupferstecherdieses Namens, welcher, neben Anderm, zu Rom(i66n.) arbeitete, führt ein Verzeichniß meinessei. Vaters an ein Dutzend Bildnisse französischer
— dunkeler Gtandespcrsoncn, nach Garnier, I.Nocrek, A. Paillet, u. a. ohne weiter» Namenals den seinigen an, wovon denn doch (was den
— Ruf der Gegenstände betrifft) der KardinalFr. de Gondy (du Netz), und die Herzogin vonMontpensicr (diese nach Nocret) Ausnahme ma-chen mögen, vallers Blatter datiren sich (fastunglaublich) von 1623—97.
* — — (G.) s. unten Wilhelm valler.
* — — (Hieronymus), Sohn des unten ff.Wilhelms. S. im Lex. den Art. seines Vaters.
* — ^-7 (Johann). Von ihm nennt man eine
Venus nach' du Dreuil; dann nach Viennot Bild-nisse Carls I. von England und dessen Gemahlin;des Erzbischofes Joh. Franz de Goudi oder Gondi.Er hielt auch einen Kupferverlag. So ist z. B.ein kleines Bildniß, mit der Unterschrift: Lettekrincssss iucompsrubls (Maria Theresia, Ge-mahlin Ludwig XIV.) mit LI- Ooz-'rauä les. undL. ex«, bezeichnet, und muß er, zufolge
letzterm, noch gegen die Mitte des XVII. Jahr-hunderts gelebt haben. S. auch unten den Art.Wilhelm valler.
* — — (Peter). Dieser berühmte französi-sche Kunststicker unter Heinrich IV. und LudwigXIII. der seinen Namen bisweilen auch mit latei-nischer Endung (kster Valetius) schrieb, sollseine Muster nach der Natur copirt haben. Ne-ben dem: laräin 6e llouis XIII. kennt man nachihm auch einen solchen: Iar6!n 6e Henr^IV. kol.karis 608. Fiorillo lll. 54 ». Bey dem erster» dieBildnisse des Künstlers und des Fleuristen I. Nobin.Das im Lex. genannte Blumenbüchlin von 1622.soll denn doch ein in Fol. seyn. Anderwerts nenntman noch von ihm ähnliche ältere und neuereWerke; wie z. B>: Us 7«r6in 6s I.ouis XIV.gr. soI.?Ärl8 (92. Bl.) Er lebte noch gegen derMitte des XVII. Jahrhunderts.
— auch etwa valer (Wilhelm). Die-ser Stecher, geb. zu Paris i 636 . und daselbstgest. 171,4. scheint sich in der Schule von FranzPoilly gebildet zu haben, mit dem er viele Aehn-lichkeit, doch ohne dessen Anmuth, hat. Ware-let nennt seine Manier: breit und farbigr, waswir Beydes immer nur — halb verstehen. Erwar Mitglied der Akademie, und erhielt den Titeleines Kupferstechers des Königs. Derselbe hatGeschichte und Bildnisse gestochen. Rost VII.293—s> 5 .-führt von ersterer Gattung l 5 ., von derzweyten io., ein Verzeichniß meines sei. Vatershingegen im Ganzen über 80. an, von welchenindessen einige (wahrscheinlich Bildnisse) dem we-nig bekannten Johann des Lex. angehören mö-gen *). Die Meister, nach welchen er Geschicht-liches gestochen, sind: F. Albani, I. F. Bar-biert, S. Bourdon, P. Caldara, H. Carracci,L. Carracci, W. Courtois, N. Loir,C. Maratti, I. Miel, N. Poussin, G. Reni, F.Romanelli, A. Sacchi, R. Sanzio, I. Stell«,
Vallin, 1987
R. Vanni, T. Vecelli / D. Zampieri. Dann Bild-nisse nach A. dn Buisson, L. Calabrsse, I. Gar-nier, B. Gaulli, I. Guygnier. Jbuvenet, Lh.Manessier, wieder C. Maratti, I. M. Morandi,A. Paillet. Seine Blätter scheinen sich meist zwi-schen 1664. u. 87. zu datiren. Die Bildnisse sindguten Theils von durch Stand oder Verdien/!berühmten Personen. Als schön nennt der Kata-log von Winkler dasjenige des Papstes ClemensIX., der von Brandes die des Gtaatsrathesd'Aubray, und N. Favre's de Barlise (8. Oon-sistorn Lom.) beyde nach Paillet Wir nen-nen noch P. Corneille, von Melpomene und Tha-lia gekrönt (was zum Titelblatt einer Folw-Ans-gabe dieses Dichters diente), wieder nach Paillet;dann Andreas Saccchi's, nach Maratti, und desBildhauers Algardi, ohne andern Namen, alsdes Stechers. Hi'ernachst von Geschichtlichem:Melchisedeck, der dem Abraham Geschenke bringt,eine Geburt **), Maria mit dem Kinde (nachC. Cesio's Zeichnung) dieselbe wo Pikau, undein Abendmal, alle nach Raphael; Maria,-dirWäscherin genannt, aus dem Palais Royal (->. k.aus dem Kabinet Carignan, jetzt dem Könige),nach Albani; H. Familie> wo Maria das Kindanbetet (was auch Bloemaert gestochen) nachGuido (im Quirinal); Ruhe in Egypten, nachMaratti; Dornenkrönung, nach L. Carracci;zweyerley Marien, mit den beyden Kindern, nacheinem der Carracci; zwey H. Familien, nach S.Bourdon; Verkündigung, nach Courtois; Aufer-stehung, nach Loir; Johannes vor Herodes,nach le Brun; Anbetung der Könige, nach Pous-sin; Himmelfahrt Mariä, nach Miel; H. Fami-lie, wo das Kind den Kirschzweig dem Vaterreicht, nach Stell«, und das Lamm am Kreuze,von Engeln angebetet, nach Ebendemselben. NachMaratti St. Franzisc, der das Haus des Herrn,welches einfallen will, unterstützt — das wäre!Endlich nach Titian und Domenichin uns Unbe,kanntes. Lonl. <?a«cie//rirr st Lara«.
vallers ). So heißt auch im ^lmanscU6s8 6sanx-^rt8 1802. ganz ohne Weiteres, eindamals zu Paris lebender Baumeister.
— — ( ). Und eben so im LlmnnacU
6s Lominerss 6s karl8 1811. ein damals dortlebender Bauten- und Wagemnalcr.
* vallerro (Franz), s. valerro.
* v «Heus (Alex.), s. valee im Lex. und hier.
* Vallier (Joh. Melchior), Univerfltätsma-ler und Zeichenmeister zu Wittenbcrg in Sachsen,wo er auch 1788. 58 . I. alt starb, nachdem erauf 20. Jahre diese Stelle inne gehabt hatte,wl'ttemberger Wochenblatt Jahrg. 1788.N°. 33 . S. 262. Er war kein großes Licht inseiner Kunst; sein Nachfolger — um einige Jahrespäter — war p. L. Mosebach.
— — (Jsaak Benjamin). Ein solcher war1728. Königl. Polnisch - und Churfürstlich-Säch-sischer Hofmedailleur zu Dresden. Lebend.Äönigl. Dresden.
vall lere (Florentin Johann de la), ein be-rühmter Ingenieur, unter dessen Anleitung vieleBelagerungen vollführt wurden. Uebrigens warer französischer General-Lieutenant und Gouver-neur von Vinoxbergen; gestorben zu Paris 1759,alt 87. I. Sein Sohn, der Marquis de lavallrere, war auch als Ingenieur berühmt. H.histor. Handlex. II. 8°. Ulm 786.
valll'n ( ). So heißt im -Umansck 6s
Oornmerse 6s ksrw 1811. ein damals dort le-
also nach Wilhelms Tod.)
-) So r. B. eines des Priesters Cambolas (-714.y In der: Xuova ä^cri^in'is äs äus qu-läri äi k. llrbino, äata in luce är üiscorno äiizll Ilrcani.Loloxna 72°. wird es für das Bild gegeben, das, nach Vasart, Conti de Canossa besaß.