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Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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2004
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nung, einen schönen Geschmack in den Schatten,und eine glückliche Nachahmung von Cortona zu,in dessen Fußstapfen so viele seiner Zeitgenossen,auch noch in andern Schulen, als in der seinigen,traten. In diesem Style ist z. B. des UnsrigenGeburt der H. Jungfrau alla Pace zu Rom,worinn man nicht wenige Berettinische Ideen undContraposten antrift. Loscana besitzt Mehreresvon ihm. So z. B. die Kirche St. Catharinazu Pisa ein Bild dieser Heiligen, St. Giorgiozu Siena einen Christus am Oelberg, welchesman gewöhnlich für sein Hauptbild hält, undFlorenz den Saal Riccardi. Beyde Brüder wa-ren mit der Ritterzierde bekleidet, welche indessenRaphael besser als sein älterer Bruder verdiente.Lanzi (Ltl. ter2.) I. 35o. u. 362—83. Fionllo1 . 4 r 5 . Nach ihm gestochen kennen wir für sicherbloß ein Blakt von G. Traballest: OloclovssnsOstbolicurn ^riannm ^laricnm nlolssitur,und von einem Ungenannten in D- de RubeisVerlas, eine St. Gertrud, ganze Figur mitdem Bischofsstäbe. Auch

sollen P. Balliu, C. Bloemaert, H. Bruni, L-Meus (dieser das Fronkispizium der Akademieder Jntronati zu Siena) und S- Vouillementnach ihm gearbeitet haben. Bloemaert nament-lich: Einen St. Thomas von Aquin; eine Ma-donna in den Wolken; allegorische Figuren derStarke, der Religion, und der Studien. Einjüngstes Gericht von Ph. Thomassin und eingroßer Kopf von C. Coriolano, nach einem dervanni gestochen, gehört wahrscheinlich ebenfallsdem Unsrigen zu. vl^c. S. auch unten den Art.vannon.

vanni (Nello). So hieß ein Maler desXl V. Jahrh, von Pisa, der einzige Künstler vondort, welcher mit an dem Campo Santo gearbei-tet hatte, und aber, einiger Vermuthung nach,mit dem an seinem Ort angeführten LernardoNello di Giov. Falconi, ebenfalls von Pisa,Einer und derselbe ist. Lanzi (Lä. ter?.) I. 44.

* — — (Niclaus), der Kupferstecher desLexikons. Irgendwo wird er Zeichner und Ste-cher des Königes von Neapel genennt. Gan-dellini nennt ihn einen Römer. Mehrere Blätternach den Herkulanischen Alterthümern find von ihmnicht bloß gezeichnet, sondern auch gestochen.Indessen wird dort bemerkt: Von der Zeit an(1762.) da das Werk nicht mehr fortgesetzt wurde,habe der Unsrige sich nichts desto minder noch(1771.) mit weiter» Zeichnungen für dasselbe be-schäftigt. Dergleichen vortrefliche Handzeichnun-gen von ihm ( 38 .), welche für erwähntes Werkwirklich gestochen worden, befinden sich aufderHer-zogl.BibliothekzuGotha. Rlebe'sGorhaS.76.Er soll auch nach C. Maratli gearbeitet, undhinwieder Robert Schmittscher nach ihm dasBildniß der Kaiserin Maria Theresia, qls Köni-gin von Ungarn, geschabt haben.

— — (Pietro di Fra) von Siena, war in1400. das Haupt der Bildhauer, die bey demBaue des Doms zu Orvieto beschäftigt waren.Dort erscheint er schon i 553 . (wenn es andersdasselbe Wesen dieses Namens ist) und auch noch1406. ä'torra ci.Drw»ro är Ovvieto, p. 120. 282.286. 382.

* — — (Raphael). Einer unserer Freundeglaubt, daß ein solcher Formschneider, wel-cher im Lex. am Schlüsse des Art. eines Ma-lers gleichen Namens erscheint, vielleicht keinAnderer, als Franz vanni seyn dürfte.

— — (Turino di), ein alter ToscanischerMaler, blühete bis i 345 . und war Sohn einesnoch altern Künstler dieses Namens, der schonum i 3 sc>. erscheint. Lanzi (Lä. ter2.) I. 53 .

— — (Violanta). So hieß eine italienischeKupfersiecherin; wie man glaubt eine Schülerin

V a n u c c i.

von R. Strange (während dessen Aufenthalt zuFlorenz?) Um 1770. gab sie eine Ornithographie,wozu sie die Blätter selbst geetzt und colorirthatte. Späterhin (177g.), erst nach ihrem um1775. erfolgten Tode, erschienen noch im Verlagevon Jos. vanni (etwa ihrem Vater oder Bru-der?) zwey andere schöne Blatter, unter derRubrik: les.o§Zls äsila LornpsAnis äell8cal2o,nach A del Sarto. Nach Heinecke: 1 <les

x. 70. hätte sie auch für die Gallerie Gerini gear-beitet. Einer unserer Freunde kennt von ihr:Alten Mann und alte Frau, die um ein Almosenbitten (vielleicht zu obigen Loggie gehörig), Halb-figuren, nach einem Unbekannten; dann Christusam Kreuze, nach H. Carracei; St. Franz vonAssist, nach Guercino; Anderes nach A. del Sartound Raphael (dies Alles wohl für die angeführteGallerie Gerini.) Endlich das artige Bildniß desRechtsgelehrten Donelli an der Spitze seiner zuLucca 1762. erschienenen Werke.

— — (Viviano), von Siena, ein Künstler,

der in i 33 i. für den Dom zu Orvieto eingelegteHoizarbeit fertigte, ä. Dvomo är Orvieto,

x. 58 i.

— — ( ) Mündlicher Ueberlieferung zu-

folge, ein geschickter Lapetenmacher und Form-schneider zu Straßburg, wo er auch eine Tapertenfabrike besaß. In 1801. war er ungefehr 4«.Jahr alt.

vannier ( ). So heißt im Hlmsnacli

äes öeaux-^rts i 8 o 3 . und im Hlmanaoli äuOommercs äs ?aris 1811. ohne Weiteres, ein,in diesen beyden Jahren, zu Paris lebenderBaumeister.

* vannini (Octav). Lanzi (Lä. ter2i.) I.i 35 . nennt ihn einen guten Koloristen, äußerstfleißig in der Ausführung, und überhaupt lob-würdig bald in allen einzelnen Theilen der Kunst,aber nicht sehr glücklich im Ganzen seiner meistmühesam und kalt gearbeiteten Bilder. Gestochennach ihm kennen wir einzig sein eigenes Bildnißaus der Gallerie zu Florenz, von P. Campana.

vannino ( ). Ein solcher arbeitete (wohl

als Bildhauer oder Mosaike») um iZ 53 . bey demBaue des Domes zu Orvieto. §tori« »i. Dnomocii Orvieto, p. 282.

* vannius, s. vanni im Lex. und oben.

* vannon oder vamrnoy (Michel Ange-lus) aus Florenz, soll die Kunst den Marmorzu färben 1626. oder 165/. (ein Dritter sagt i 558 .)erfunden haben. Busch Handbuch der Er-findungen. Dieser Schriftsteller vermuthet ihnfür den obigen Michel Ang. vanni; welcheVermuthung aber nicht begründet zu seyn scheint.

vannucci (Buzio di Giovanni), kömmt alsMosaiker bey dem Dombaue zn Orvieto i 56 c>.vor. Htoriu ci. D«oMo äi Orvieto, p. 384 > Einpietro vannucci erscheint ebenfalls als Mo-saiker hier um 1260. (I. c. p. 584 -)- Ob derletztere mit dem pierro vannucci Ermanni,der auch daselbst i 333 . genannt wird, EinsPerson ausmache, wissen wir nicht.

* — — (Peter) genannt perugino, weil

er dort Bürgerrecht hatte, oder da Castell (äsOastrc>)oder da Littadella pieve, wo sein Vaterherstammte. Er war in der höchsten Armuthgeboren, und vasari kann nicht genug sagen,wie sehr dieser Umstand sein Streben noch in-nern! Verdienste hob. Seinen ersten gemeinenLehrer nennen Einige ebenfalls einen Peter vonPerugia, Andere Niclaus Alunno; wieder Andere(wie Mariotti, dem auch Fiorilso I. 81. bey-pflichtet) geben ihn dem Bonfigli, oder Peter deüa